Rap im 21. Jahrhundert

Eine (Sub-)Kultur im Wandel

Rap ist im 21. Jahrhundert angekommen.

Der Band fragt danach, was die aktuelle Rap-Kultur von früheren Phasen unterscheidet – aber auch, welche Tendenzen eine Rückbesinnung auf klassische Werte der Rap-Kultur begünstigen. Die Beiträge gehen dem zeitdiagnostischen Potenzial der Subkultur nach und zeigen u.a., wie Internet und Social Media zunehmend zum kommunikativen Gestaltungsraum werden, wie politische Konflikte künstlerisch verarbeitet werden oder etablierte Genderstereotype zunehmend erodieren.

Die Zusammenführung von sozial-, kultur- und medienwissenschaftlichen sowie journalistischen Perspektiven macht den Band nicht nur für interessierte Wissenschaftler_innen, sondern auch für Journalist_innen und popkultur-affine Menschen lesenswert.

29,99 € *

2016-09-15, 206 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3227-9

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Marc Dietrich

Marc Dietrich, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Österreich

... mit Marc Dietrich

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Rap findet mittlerweile ganz besonders im Internet statt. Die Social Media sind ein wichtiges Tool zur Selbstvermarktung der Künstler_innen aber ebenso ein Aushandlungsraum von szene- und soziokulturellen Inhalten. Wer etwas über HipHop und seine gesellschaftlich bedeutsamen Aushandlungen von z.B. Männlichkeit oder politischen Diskursen wissen möchte, muss auch hier ansetzen. Die Autor_innen machen dies auf spannende Weise.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Der Band eröffnet Perspektiven auf ganz wesentliche, aber unterbelichtete Felder: Wie sind inhaltlich brisante Performances von Rapper_innen im Internetzeitalter beurteilbar? Wo finde ich gegenwärtig politisch einflussreichen Rap? Wieso erodieren hypermaskuline Selbstentwürfe? Was ist HipHop eigentlich? Eine Subkultur oder eine Szene? Der Band behandelt spezielle und ganz elementare HipHop-Entwicklungen seit der Jahrtausendwende.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

HipHop-Forscher_innen sind bei aktuellen Themen oft angehalten zu improvisieren oder auf rein journalistische Arbeiten rückzugreifen. Die Rolle der Social Media in Rap und Szenejournalismus oder die Aushandlung des Israel-Palästina-Konflikt im Rap sind z.B. kaum erforscht. Mir scheint, dass der Band ein paar wichtige weiße Flecken auf der Forschungskarte auszumalen beginnt, die auch weniger szeneaffine Wissenschaftler_innen interessieren könnten.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Tricia Rose und Murray Forman, die beide Pionierarbeit für die HipHop-Studies geleistet haben. Dazu Stuart Hall (R.I.P.), dessen Sicht auf HipHop heute mich interessieren würde. Im Verbund mit klugen Rap-Köpfen wie Megaloh oder dem Produzenten 9th Wonder könnte dabei eine richtig spannende Diskussion entstehen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Social Media, Männlichkeit, Politik und ›Weirdos‹ – der Band untersucht interdisziplinär was Rap im 21. Jahrhundert (nicht mehr) bedeutet.

»Ein interessanter Band, der abwechslungsreich Perspektiven bündelt und einen wichtigen Auftakt bildet zur Auseinandersetzung mit den Folgen von Digitalisierungsprozessen für die weitere Entwicklung und Ausformung (jugend-)kultureller Ausdrucksformen.«
Anna Magdalena Ruile, Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde, 19.06.20185
»Die Beiträge [...] bieten erhellende Einblicke in Geschichte und aktuelle Debatten der Rap-Kultur.
Für allgemein Musikinteressierte ist das Buch allemal eine Fundgrube.«
Britt Weyde, ila, 401 (2016)
Besprochen in:
Reutlinger General-Anzeiger, 31.03.2017
Autor_in(nen)
Marc Dietrich (Hg.)
Buchtitel
Rap im 21. Jahrhundert Eine (Sub-)Kultur im Wandel
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
206
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3227-9
DOI
10.14361/9783839432273
Warengruppe
1510
BIC-Code
JFCA AVA AVGP
BISAC-Code
SOC022000 MUS020000
THEMA-Code
JBCC1 AVA AVLP
Erscheinungsdatum
2016-09-15
Auflage
1
Themen
Popkultur, Musik
Adressaten
Sozial- und Kulturwissenschaften, Medienwissenschaft sowie Journalist_innen und die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Rap, Internet, 21. Jahrhundert, USA, Deutschland, Popkultur, Musik, Popmusik, Cultural Studies, Kulturwissenschaft

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