Das Verschwinden des Architekten

Zur architektonischen Praxis im digitalen Zeitalter

Mit dem Übergang vom Analogen zum Digitalen in der Praxis architektonischen Entwerfens haben sich nicht nur die Werkzeuge verändert – auch das methodische Repertoire des Entwerfens wurde einem tief greifenden Wandel unterzogen: War die traditionelle Architekturzeichnung in ihrer Unmittelbarkeit und Anschaulichkeit konstituierend für die Idee vom Architekten als autonomen Schöpfer von Entwürfen, erweisen sich algorithmische, regelbasierte oder selbstgenerative Produktionsverfahren als gleichgültig gegenüber dem Konzept der Autorenschaft.

Während die operative Seite dieser Entwicklung bereits intensiv diskutiert wird, widmen sich die Beiträge des Bandes nun den Konsequenzen für das Architekturschaffen selbst.

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2016-09-19, 242 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3252-1

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Ekkehard Drach

Ekkehard Drach, Innsbruck, Österreich

... mit Ekkehard Drach

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Mit dem Einzug digitaler Werkzeuge in die Architekturbüros haben sich nicht nur die Art und Weise wie Entwürfe entstehen und die Abläufe im Herstellungsprozess von Gebäuden verändert. Auch das Selbstverständnis der Architekten als entwurfsmächtige Autoren von Entwürfen ist innerhalb der momentan stattfindenden Bemühungen um Objektivierung, Formalisierung und Automatisierung der Entwurfsvorgänge zunehmend in Frage gestellt.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Inhalt des Buches ist nicht die Vorstellung neuer Entwurfsprogramme, Programmierungen oder ein Ausloten der Möglichkeiten digitaler Produktion und Fabrikation. Dieses wird bereits an anderer Stelle intensiv diskutiert. Das Anliegen des Buches ist es hingegen, die aktuelle Diskussion um die Perspektive vordigitaler Theorie und Praxis zu ergänzen. In der Gegenüberstellung mit gegenwärtigen Positionen werden Konzepte vorgestellt, wie unter diesen veränderten Bedingungen dennoch ein Austarieren von Entwurf, Wirklichkeits- sowie Sinnkonstruktion zu leisten ist.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Tagung, aus der die Beiträge des Buches hervorgehen, versuchte das Thema über die engen Grenzen zwar benachbarter, doch in ihren jeweils spezifischen Blicken verhafteten Disziplinen hinweg zu diskutieren. Die Erfahrungen praktizierender Architekt_innen trafen sich mit Positionen aus der Kunstgeschichte, Architekturtheorie, Baugeschichte und den Kulturwissenschaften.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit all jenen, die bereits an der Diskussion teilnehmen, würde ich diese gerne fortsetzen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Mit dem Einzug digitaler Praktiken ist die Rolle des Architekturentwerfenden wie auch des Entwerfens ganz allgemein zu hinterfragen.

»Eine lesenswerte Lektüre für Menschen, die wissen wollen, was um sie herum geschieht und v.a. der Frage nachgehen, warum. Für Kunst- und Architekturhistoriker und Architekten ist dieses Buch so spannend, weil darin Architektur in ihrer Entwicklung erfasst wird und neue Denkanstöße zum Verständnis zur Baukunst und ihrer Verfasser gegeben werden.«
Daniel Thalheim, Artefakte, 17.03.2018
Besprochen in:
Fraunhofer IRB, 9 (2016)
Autor_in(nen)
Ekkehard Drach (Hg.)
Buchtitel
Das Verschwinden des Architekten Zur architektonischen Praxis im digitalen Zeitalter
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
242
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-3252-1
DOI
Warengruppe
1584
BIC-Code
AM
BISAC-Code
ARC010000
THEMA-Code
AM
Erscheinungsdatum
2016-09-19
Auflage
1
Themen
Arbeit, Design, Architektur
Adressaten
Architektur, Kunst, Design, Kulturwissenschaften
Schlagworte
Architektonischer Entwurf, Entwurfsgeschichte, Designtheorie, Autorschaft, Digitales Entwerfen, Architektur, Design

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