Raplightenment

Aufklärung und HipHop im Dialog

Diderot und Dr. Dre? Schiller und Curse? Philipp Hannes Marquardt unternimmt den außergewöhnlichen Vergleich zwischen der sogenannten Epoche der Aufklärung und der Populärkultur HipHop. Erstmalig stellt er berühmten Schriften des 18. Jahrhunderts moderne Raptexte gegenüber, um wechselseitig zu neuen Perspektiven zu gelangen und Vorurteile im Hinblick auf den jeweiligen Wertekosmos von HipHop und Aufklärung überprüfen zu können. Durch die Konfrontation geschichtlich und kulturell verschiedener Phänomene markiert dieser innovative Ansatz exemplarisch eine neue Methode literaturwissenschaftlichen Vergleichens.

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2015-10-26, 314 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3253-8

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Philipp Hannes Marquardt

Philipp Hannes Marquardt, Universität Tübingen, Deutschland

... mit Philipp Hannes Marquardt

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Aktuell steht die Aufklärung wieder stark im Zentrum wichtiger Debatten. Die Forderungen an Flüchtlinge, welche aufgeklärte Werte ›lernen‹ sollen um sich in Europa zu integrieren, oder die anhaltende Diskussion bzgl. Datenschutz, Innerer Sicherheit und Überwachung verdeutlichen das. Obwohl eine ›Rhetorik der Aufklärung‹ also allgegenwärtig ist, scheinen Grundüberlegungen des Siècle des Lumières (die Reflexion von Paradoxien und programmatische Selbst-Kritik) heute keine große Rolle mehr zu spielen. Was nützt es, wenn man Immanuel Kants Aufklärungs-Definition auswendig kennt, aber nicht mehr darüber nachdenkt, was selbstverschuldete und feige Unmündigkeit eigentlich zur Folge hat?

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Neu an meinem Buch ist, dass der dialektische Prozess der Aufklärung durch die Konfrontation mit HipHop von der Gegenwart her erneut nachvollziehbar wird. Umso interessanter erscheint der Vergleich mit der Kultur des HipHop, weil diese im Hinblick auf Methoden (›Each One Teach One‹) und in ihrer inneren Widersprüchlichkeit signifikante Ähnlichkeiten zur sog. Literatur der Aufklärung aufweist.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Obwohl nach wie vor viel zu historischen und poetologischen Spezialfragen der Aufklärungsliteratur geforscht wird, scheinen Mut und Willen in Zeiten modularisierter Lehre und Forschung zu ganzheitlichen Perspektiven nicht länger vorhanden. Es geht darum, eine permanent an der ›Bewusstwerdung des Aufklärungsprozesses‹ (Foucault) operierende Geisteswissenschaft wieder als Dreh- und Angelpunkt kritischen Philosophierens zu verankern.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Wenn »Raplightenment« sowohl in literaturwissenschaftlichen Seminaren als auch auf Rap-Events in Jugendhäusern für Diskussionsstoff sorgen würde, wäre ich sehr zufrieden!

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die komparatistische Studie geht der Frage nach, ob Methoden des Aufklärens, jenseits des 18. Jahrhunderts und weit über Europas Grenzen hinaus, in popkulturellen Rap-Songs ebenfalls eine bedeutende Rolle spielen.

»Eine anregende und originelle Studie.«
Holger Böning, Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte, 18 (2016)
Besprochen in:
www.pop-zeitschrift.de, 01.03.2016, Martin Seeliger
Autor_in(nen)
Philipp Hannes Marquardt
Buchtitel
Raplightenment Aufklärung und HipHop im Dialog
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
314
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3253-8
DOI
Warengruppe
1591
BIC-Code
AVA AVGP JFCA DSB
BISAC-Code
MUS020000 SOC022000 LIT000000
THEMA-Code
AVA AVLP JBCC1 DSB
Erscheinungsdatum
2015-10-26
Auflage
1
Themen
Popkultur, Musik, Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Komparatistik, Germanistik, Kulturwissenschaft, Medienwissenschaft
Schlagworte
Aufklärung, 18. Jahrhundert, HipHop, Rap, Popkultur, Komparatistik, Musik, Literatur, Popmusik, Allgemeine Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft, Musikwissenschaft

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