Neuer Blick auf die Neue Typographie

Die Rezeption der Avantgarde in der Fachwelt der 1920er Jahre

Julia Meer stellt die bisherige Rezeptionsgeschichte des »Mythos Neue Typographie« in Frage und arbeitet zugleich die frühe Professionalisierung des Grafik-Designs auf. Durch eine systematische Auswertung von Fachzeitschriften der Jahre 1900-1933 zeigt sie, dass die Neue Typographie weder neu war noch aufgrund ihrer Modernität abgelehnt wurde. Vielmehr wurde sie früh von den Fachleuten gefördert und zu einem werbewirksamen Stil weiterentwickelt. Damit ging ein Prozess einher, in dem sich einige Protagonisten der Avantgarde von Künstlern zu Designern professionalisierten. Die Studie eröffnet neue Perspektiven auf die Wirkungsweise und Verbreitungsprinzipien von Design und das Selbstverständnis von Designern.

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2015-12-02, 382 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3259-0

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Julia Meer

Julia Meer, Humboldt-Universität Berlin, Deutschland

... mit Julia Meer

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Neue Typographie gehört zu den am besten aufgearbeiteten Themen in der Geschichte des Grafikdesigns. Und doch wurde nie gefragt, ob sie denn wirklich so neu war. Etliche Male wurden die Aussagen der Neuen Typographen reproduziert, aber die kritisch-wissenschaftliche Hinterfragung und Kontextualisierung dieser auf Selbstvermarktung angelegten Aussagen blieb aus.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Neue Typographie wird in der Reklamegestaltung ihrer Zeit verortet und aus einer design- statt einer kunsthistorischen Perspektive betrachtet. Auf diese Weise werden u.a. Antworten auf die Frage gefunden, wie und warum sich welche Innovationen durchsetzen. Zudem wird die frühe Professionalisierung des Berufsfeldes ›Kommunikationsdesign‹ aufgearbeitet.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Arbeit bricht mit in der Designgeschichte üblichen Narrationsmustern, die aus der kunsthistorischen Praxis um 1900 übernommen und nie überwunden wurden. Nun werden ›disziplinferne‹ Methoden integriert und auf diese Weise eine ›designspezifische‹ Perspektive auf das Design eröffnet.

Mit Blick auf die Professionalisierung des Designs werden außerdem einige frustrierende Kontinuitäten zwischen damals und heute aufgedeckt und so Perspektiven für die aktuelle Professionalisierungsproblematik eröffnet.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Thomas Kurtz (Experte für Professionalisierung), Medien- und Kommunikationswissenschaftler/-innen (bei denen habe ich mir ein paar Methoden ausgeborgt), Historiker/-innen (weil Designgeschichte methodisch hinter anderen Geschichtswissenschaften zurückbleibt), Designer/-innen (um die aktuelle Professionalisierungsdebatte um eine historische Perspektive zu bereichern) und natürlich Designhistoriker/-innen (mit denjenigen, die meiner Kritik zustimmen und denjenigen, die sich auf die Füße getreten fühlen).

5. Ihr Buch in einem Satz:

Ein Neuer Blick auf die Neue Typographie – und ein begeistertes Plädoyer für den Wert der Designgeschichte (sowohl für angrenzende Wissenschafts-Disziplinen als auch für praktisch arbeitende Designer).

»Ein bemerkenswerter Band.«
novum, 4 (2016)
Besprochen in:

http://www.tgm-online.de, 02.01.2106, Rudolf Paulus Gorbach
www.designmadeingermany.de, 2 (2016)
PAGE, 4 (2016)
Antiquariat, 3 (2016), Silvia Werfel
Autor_in(nen)
Julia Meer
Buchtitel
Neuer Blick auf die Neue Typographie Die Rezeption der Avantgarde in der Fachwelt der 1920er Jahre
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
382
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-3259-0
DOI
Warengruppe
1585
BIC-Code
AK
BISAC-Code
DES008000
THEMA-Code
AK
Erscheinungsdatum
2015-12-02
Auflage
1
Themen
Design
Adressaten
Designgeschichte, Kunstgeschichte, Soziologie, Bauhaus-Forschung
Schlagworte
Neue Typographie, Professionalisierung, Typografie, Bauhaus, Jan Tschichold, Design, Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts

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