Geschichte(n) von Macht und Ohnmacht

Narrative von Männlichkeit und Gewalt

Männliche Gewalt gilt häufig als »Naturtatsache«: Seit der Antike sind männliche Narrative mit Gewalt bzw. der Inszenierung von Ritualen, die sich auf der Grundlage von gewaltgenerierenden Machtstrukturen vollziehen, verknüpft.

Angesichts aktueller Gender-Debatten und der soziokulturellen Dimension von Gewalt problematisiert der interdisziplinär ausgerichtete Band diese Auffassung von männlicher Gewalt- und Dominanzlogik. In einem historischen Überblick von der Antike bis zur Gegenwart gehen die Beiträge soziohistorischen Bedingungsstrukturen sowie typischen Narrativen um den Konnex von Männlichkeit und Gewalt nach.

34,99 € *

2016-09-12, 318 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3266-8

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Uta Fenske

Uta Fenske, Universität Siegen, Deutschland

Gregor Schuhen

Gregor Schuhen, Universität Koblenz-Landau, Koblenz-Landau, Deutschland

... mit Uta Fenske und Gregor Schuhen

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Das Thema Gewalt in Verbindung mit Männlichkeit scheint heute aktueller denn je. Wir versuchen diesen Zusammenhang aus interdisziplinärer Sicht zu problematisieren, zu historisieren und auf bestimmte Narrative hin zu überprüfen, die immer wieder eine Rolle zu spielen scheinen (Ehre, Resouveränisierung von Dominanz und Macht, Wettbewerb, Täter- und Opferschaft).

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Unser Band erweitert die einschlägige, vornehmlich sozialwissenschaftlich orientierte Männlichkeits- und Gewaltforschung um die Fokussierung auf narrative Strategien in der Darstellung von Praktiken, Ritualen und Konstellationen, die im Zusammenhang mit gewaltvollen Auseinandersetzungen stehen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Durch das breite Spektrum der Beiträge, die sich u.a. mit moralischen Aspekten von Gewalt, mit Selbstjustiz, mit ritualisierter Gewalt (in Form von Duellen und Turnieren), mit Kolonialgewalt und familiärer Gewalt beschäftigen und bestimmte, vornehmlich männliche Figuren in einen historischen und narrativen Kontext einbetten, lassen sich zahlreiche Anschlussmöglichkeiten zu aktuellen Forschungsdebatten aufzeigen. Der Aspekt der Narrativierung von Gewalt ist hier entscheidend.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, die sich mit den vielschichtigen Bezügen von

Männlichkeit und Gewalt auseinandersetzen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Gewalt macht oft sprachlos, generiert dennoch immer wieder Geschichten um Macht und Ohnmacht.

» Alle Aufsätze tragen auf ihre Weise dazu bei, Männlichkeit im normativ gesetzten Konzept ›Mensch‹ seiner unmarkierten Geschlechtslosigkeit zu entreißen.« WeiberDiwan, 17 (2016)
Autor_in(nen)
Uta Fenske / Gregor Schuhen (Hg.)
Buchtitel
Geschichte(n) von Macht und Ohnmacht Narrative von Männlichkeit und Gewalt
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
318
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3266-8
DOI
10.14361/9783839432662
Warengruppe
1562
BIC-Code
DSB JFSJ
BISAC-Code
LIT000000 SOC032000 LIT004170
THEMA-Code
DSB JBSF
Erscheinungsdatum
2016-09-12
Auflage
1
Themen
Geschlecht, Gewalt, Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Masculinity Studies, Geschichte, Gender Studies, Theologie
Schlagworte
Männlichkeit, Gewalt, Ritual, Gender Studies, Masculinity Studies, Literatur, Kulturgeschichte, Gender, Allgemeine Literaturwissenschaft, Germanistik, Literaturwissenschaft

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