Architektur und Kommunikation

Zur Medialität gebauter Wirklichkeit

Wie kommuniziert Architektur? Wie kommunizieren Unternehmen mit Architektur? Und wie kommuniziert die digitale Medienwelt über Architektur?

Der Kulturwissenschaftler und Architekturjournalist Alexander Gutzmer geht diesen Fragen – und damit der Medialität der gebauten Realität – auf den Grund. Auf Basis von Theorien des architektonischen Erlebens und der Akteur-Netzwerk-Theorie zeichnet er ein reiches Bild einer architektonisch geprägten Welt – und einer medial und kulturell beeinflussten Architektur.

24,99 € *

2015-09-08, 138 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3269-9

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Alexander Gutzmer

Alexander Gutzmer, Callwey, München, Deutschland

... mit Alexander Gutzmer

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Architektur ist eine Art schwarzes Loch in unserer hyperkommunikativen Gesellschaft. Sie wird diskutiert und auch als medial wirksames Phänomen wahrgenommen. Doch die spezifische Art, wie Architektur kommuniziert, blieb bisher unterbelichtet. Hier möchte mein Buch einen Schritt zu mehr Klarheit darstellen. Es will vor allem aufzeigen, was sich für ganz unterschiedliche Akteure wie Marketer, Real Estate-Investoren, aber auch Architekten gewinnen lässt, wenn sie sich auf die Architektur als eine auf ganz spezifische Weise ›kommunizierende Röhre‹ einlassen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch beginnt ja mit einem Rückgriff auf die Architekturtheorie. Das heißt, es bleibt nicht bei der in der Marketingtheorie anzutreffenden Engführung der Architektur als ein weiteres unter vielen denkbaren und austauschbaren Kommunikationsinstrumenten stehen. Ich arbeite stattdessen heraus, was die Architektur an psychologischer und psychosozialer Wirksamkeit anderen medialen Kanälen voraus hat. Wer dieses Buch liest, wird nicht zu dem Kurzschluss verleitet, Architektur sei nichts weiter als ›Werbung mit Steinen‹, wie mir gegenüber mal ein Marketingentscheider formulierte. Sie ist mehr als das – und dennoch gerade auch als kommunikatives Element wirksam. Übrigens gerade auch in Zeiten der Digitalisierung, weswegen ich ein ganzes Kapitel dem Verhältnis von Architektur und Sozialen Medien widme.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Buch ist zwischen den Disziplinen Marketing Science, Kommunikationslehre, Medientheorie und Architekturwissenschaft angesiedelt. Durch die konzeptionelle Basisarbeit auf Grundlage der Akteur-Netzwerk-Theorie im Sinne Latours gelangt es hier zu neuen Verbindungen. Auf diese Weise denkt es unser Verständnis von dem, was Architektur in der durchmediatisierten Welt ist oder sein kann, neu. Dies wirkt aber auch auf unser Verständnis der Akteur-Netzwerk-Theorie selbst zurück, einer Theorie, die gerade im deutschsprachigen Diskurs oftmals ein wenig zu kurz gegriffen interpretiert wird.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Rem Koolhaas, einem der wichtigsten Theoretiker von medialisierter Architektur. Und ich will nicht ausschließen, dass es demnächst dazu kommt ;)

5. Ihr Buch in einem Satz:

Architektur in der Netzwerkgesellschaft – Einblicke in ein kommunikatives Phänomen

Besprochen in:
Fraunhofer IRB, 11 (2015)
NIKE-Bulletin, 4 (2016)
Autor_in(nen)
Alexander Gutzmer
Buchtitel
Architektur und Kommunikation Zur Medialität gebauter Wirklichkeit
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
138
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3269-9
DOI
10.14361/9783839432693
Warengruppe
1584
BIC-Code
AM
BISAC-Code
ARC010000
THEMA-Code
AM
Erscheinungsdatum
2015-09-08
Auflage
1
Themen
Medien, Internet, Architektur
Adressaten
Architekturtheorie, Kommunikationswissenschaft, Medientheorie, Cultural Studies sowie Akteur_innen im Bereich Marketing, Städteplanung und Architekturjournalismus
Schlagworte
Architektur, Medien, Marke, Kommunikation, Akteur-Netzwerk-Theorie, Social Media, Internet

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