Epistemologie der Stadt

Improvisatorische Praxis und gestalterische Diagrammatik im urbanen Kontext

Die verstädterte Welt zeigt sich heute als sozio-materiales Produkt eines mit Unbestimmtheit durchsetzten, raumproduzierenden Handelns. Auffassungen, die noch von einer vorgegebenen und nur noch abzubildenden Stadt ausgehen, greifen längst nicht mehr. In diesem Verlust liegt jedoch die Chance danach zu fragen, wie das neu entstandene epistemologische Feld des Urbanen zum Verhandlungsgegenstand werden kann.

Im Dialog mit wissens- und darstellungstheoretischen Fragestellungen zeigt Christopher Dell, wie das Wissen des Städtischen heute aufzuschließen ist: medial orientiert am Modus einer gestalterischen Diagrammatik und performativ gebunden an eine improvisatorische Praxis. Dabei entsteht ein Anforderungskatalog an die Artikulation von Wissensformen, die nicht feststellen, sondern ermöglichen.

Das Buch ist kritische Analyse und grundlegendes Werk zugleich – es liefert die erste umfassende Rahmung für ein wissenstheoretisch basiertes Verständnis aktueller Stadtforschung.

29,99 € *

2016-09-05, 330 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3275-0

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Christopher Dell

Christopher Dell, Institut für Improvisationsforschung Berlin, Deutschland

... mit Christopher Dell

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Heute geht man in der Stadtforschung davon aus, dass Stadt kein neutrales Objekt ist, sondern in sozialen Prozessen hergestellt wird. Welches Wissen aber in dieses Herstellen eingelagert ist und welche Wissensformen mit ihm verknüpft sind, ist noch wenig erschlossen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Ausgehend von kurz angerissenen Beispielen, die sich aus der Perspektive des Städtebaus mit der Untersuchung von Stadt befassen, eröffnet das Buch eine neue Perspektive auf epistemologische Fragestellungen, die in die Repräsentationsräume dieser Beispiele eingelassen sind.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Innerhalb der Forschung zur Stadt als Produziertem kann das Buch eine Lücke füllen, da es die Frage der Wissensform, die mit dieser Forschung verbunden ist, bearbeitet.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, die sich im Moment mit dem Erforschen der Stadt auseinandersetzen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Welches Wissen enthält die produzierte Stadt und mit welcher Form lässt es sich erschließen?

»Leserinnen werden [...] mit einem originellen Versuch zur Wissensgenese und zum Handeln im urbanen Kontext unter den Bedingungen der Performanz belohnt. Nach aufmerksamer Lektüre dieses Buches [...] sollte es Stadtforschenden schwerfallen, den Zusammenhang zwischen eigenem Wissen und dessen vorgegebener innerer Organisation zu übersehen.«
Alexander Krahmer, https://soziopolis.de, 05.12.2017
Die zugrunde liegende Metastudie liefert eine umfangreiche Rahmung für ein wissenschaftstheoretisch beruhendes Verständnis gegenwärtiger Stadtforschung.« Elma Delkic, www.socialnet.de, 16.03.2017
Besprochen in:
domus, 5 (2016)
Stadt + Grün, 10 (2016)
www.kommunalweb.de, 3 (2017)
Autor_in(nen)
Christopher Dell
Buchtitel
Epistemologie der Stadt Improvisatorische Praxis und gestalterische Diagrammatik im urbanen Kontext
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
330
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-3275-0
DOI
10.14361/9783839432754
Warengruppe
1725
BIC-Code
JFSG RPC AK
BISAC-Code
SOC026030 POL002000 DES008000
THEMA-Code
JBSD RPC AK
Erscheinungsdatum
2016-09-05
Auflage
1
Themen
Stadt
Adressaten
Städtebau, Architektur, Kulturwissenschaften, Stadtsoziologie, Urban Studies
Schlagworte
Urban Studies, Historische Epistemologie, Improvisationstheorie, Cultural Engineering, Stadt, Stadtplanung, Design, Kulturwissenschaft, Soziologie

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