Protexte

Interaktionen von literarischen Schreibprozessen und politischer Opposition um 1968

Um 1968 waren literarische Schreibprozesse bekanntermaßen eng mit Aktionen politischer Opposition verbunden. Was aber passierte genau in ihrem Aufeinandertreffen, wie und wo interagierten sie?

Jennifer Clare zeichnet ein Panorama von gegenseitigen Einflüssen und Synergien, aber auch von Störungen, Verunsicherungen und Inkompatibilitäten. Ein besonderer Fokus der Studie liegt dabei auf zeitgenössischen Schreibprozessen und Poetiken: Inwiefern ist ihnen das Spannungsfeld zwischen Schreiben und politischer Opposition eingeschrieben? Wie machen sie es produktiv? Und welchen Anteil haben sie selbst an ihm? Eine kulturpoetologische Spurensuche in einer politisierten und schreibfreudigen Zeit.

34,99 € *

2016-01-28, 310 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3283-5

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Jennifer Clare

Jennifer Clare, Stiftung Universität Hildesheim, Deutschland

... mit Jennifer Clare

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

So viel bereits zum Zeitraum um 1968 gesagt worden ist, so wenig zum literarischen Schreiben dieses Zeitraums und seiner komplizierten Verwicklung mit Texten, Diskursen und Gedanken des politisch-gesellschaftlichen Raums. Mein Buch bearbeitet anhand ausgewählter Schreibprojekte die bislang ungestellte Frage, wie und wo genau sich Literatur und Politik berühren, wie sie interagieren

und wie zeitgenössische literarische Texte diese Berührungen und Interaktionen produktiv machen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Erstmals rückt der Zeitraum um 1968 als Schreibumgebung in den Blick, die von spezifischen Diskursen und Konflikten (politisierten) Schreibens geprägt und gleichzeitig selbst in ihnen aktiv ist. Auch die untersuchten literarischen Texte von Vesper, Brinkmann und Weiss werden neu beleuchtet, u.a. wie sie ihr Entstehungsumfeld mit seinen Anforderungen und Eigenheiten schreibend produktiv machen und darin an zeitspezifischen Diskursen des Schreibens und der politischen Opposition Anteil haben.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Ich hoffe, Impulse stiften zu können sowohl für die literaturwissenschaftliche als auch für die historische und soziologische Betrachtung von ›1968‹; mit der Vorstellung aufgeräumt zu haben, dass die ›Politisierung der Literatur‹ ein einseitiges, homogenes und konfliktfreies Unternehmen war; einen Grundstein gelegt zu haben für die methodische Annäherung zwischen Schreibprozessforschung und Kulturpoetik, die meiner Ansicht nach sehr viele gemeinsame Fragestellungen und Potenziale besitzen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Grundsätzlich mit jedem, der oder die für einen neuen Zugang zum Thema ›1968‹ und seinen Texten offen ist. Mein Buch ist vom Ansatz her ein erweiterbares Projekt, das hoffentlich zu weiteren Diskussionen, Textlektüren und Textspurensuchen einlädt.

Was die methodische Kreuzung von Kulturpoetik und Schreibprozessforschung und dessen Adaption für ein Gegenwartsthema betrifft, wäre ich sehr neugierig auf die Meinung von Stephen Greenblatt.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Mein Buch nimmt mit auf einen Streifzug durch die Textspuren und Diskurse einer schreibfreudigen politischen Umgebung.

Autor_in(nen)
Jennifer Clare
Buchtitel
Protexte Interaktionen von literarischen Schreibprozessen und politischer Opposition um 1968
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
310
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3283-5
DOI
Warengruppe
1563
BIC-Code
DSB HBLW3
BISAC-Code
LIT004170 LIT000000 HIS037070
THEMA-Code
DSB
Erscheinungsdatum
2016-01-28
Auflage
1
Themen
Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Literatursoziologie, Kulturwissenschaft, Geschichtswissenschaft sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
1968, Studentenbewegung, Kulturpoetik, Schreibprozess, New Historicism, Literatur, Germanistik, Allgemeine Literaturwissenschaft, Zeitgeschichte, Geschichte des 20. Jahrhunderts, Literaturwissenschaft

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