Frauensuchtarbeit in Deutschland

Eine Bestandsaufnahme

Mehr als drei Jahrzehnte Frauensuchtarbeit in Deutschland: Was ist aus den ursprünglichen Konzepten geworden? Welche Errungenschaften und Entwicklungen lassen sich nachzeichnen? Welche neuen Herausforderungen beobachten?

Dieser Band gibt erstmals einen umfassenden Überblick über theoretische Bezüge, Geschichte und Prämissen der Frauensuchtarbeit und untersucht, wie ihre Konzepte implementiert und weiterentwickelt wurden. Die Beiträge beleuchten aus Sicht von Wissenschaft und Praxis zentrale Themen der frauenbezogenen Suchtarbeit und reflektieren, welche Anforderungen sich vor dem Hintergrund von gesellschaftlichen Transformationsprozessen, Generationenwechsel und Feminismus ergeben.

Inhalt

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Einleitung

    Seiten 9 - 12
  4. Gender und illegale Drogen: ein Überblick

    Seiten 15 - 44
  5. Die Entstehung der Frauensuchtarbeit in Deutschland

    Seiten 45 - 66
  6. Die Säulen der Frauensuchtarbeit

    Seiten 67 - 88
  7. Die Einflüsse der feministischen Arbeit auf die Suchthilfe in Deutschland

    Seiten 89 - 100
  8. Frauen, Gewalterfahrungen und der Konsum von Alkohol und anderen Drogen

    Seiten 101 - 124
  9. Trauma und Bindungsstörungen bei Frauen

    Seiten 125 - 140
  10. Sucht und Traumafolgestörungen bei Frauen

    Seiten 141 - 162
  11. Schwangerschaft und Mutterschaft bei drogenabhängigen Frauen

    Seiten 163 - 184
  12. Lebenssituation und Alltagsbewältigung von Frauen in der Straßen-Drogenszene

    Seiten 185 - 208
  13. Wirkfaktoren in der sozialtherapeutischen Arbeit mit suchtmittelabhängigen Frauen

    Seiten 209 - 230
  14. Ambulante Beratungspraxis der Drogenberatungsstelle für Mädchen und Frauen, BELLA DONNA

    Seiten 233 - 252
  15. Drogenhilfe - unter Umständen einmal anders

    Seiten 253 - 270
  16. Das Angebot des MutterKindWohnens für substituierte Frauen und ihre Kinder

    Seiten 271 - 280
  17. Süchtige und traumatisierte Klientinnen in der ambulanten Suchtberatung

    Seiten 281 - 300
  18. Das Gruppenprogramm "Sicherheit finden" für Mädchen

    Seiten 301 - 308
  19. Erfahrungen aus der Mädchensuchtarbeit

    Seiten 309 - 318
  20. Ambulante Rehabilitation in der Suchtberatungs- und Behandlungsstelle des FrauenTherapieZentrums - FTZ München

    Seiten 319 - 324
  21. Lebenswelten suchtmittelabhängiger Frauen mit Komorbidität

    Seiten 325 - 336
  22. Arbeit! Um jeden Preis?

    Seiten 337 - 346
  23. Begleitete Selbsthilfe in der Frauensuchtarbeit

    Seiten 347 - 354
  24. Angehörige Frauen von suchtkranken Menschen

    Seiten 355 - 370
  25. Basler 8 - ein Kooperationsmodell feministischer mädchen- und frauenbezogener Sozialer Arbeit und Suchthilfe

    Seiten 371 - 382
  26. Herausforderungen an die Zukunft der Frauensuchtarbeit

    Seiten 385 - 410
  27. Autorinnen

    Seiten 411 - 415
  28. Backmatter

    Seiten 416 - 418
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39,99 € *

2016-07-26, 418 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3285-9

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Martina Tödte

Martina Tödte, Landeskoordinierungsstelle Frauen und Sucht NRW, BELLA DONNA, Essen, Deutschland

Christiane Bernard

Christiane Bernard, Landeskoordinierungsstelle Frauen und Sucht NRW, BELLA DONNA, Essen, Deutschland

... mit Christiane Bernard und Martina Tödte

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Weil es bislang kaum Literatur gibt, die die Frauensuchtarbeit aus wissenschaftlicher und praktischer Perspektive betrachtet, das Wissen gebündelt zur Verfügung stellt und dabei neben den Grundlagen der Arbeit auch vergleichsweise neue Themen wie die Zusammenhänge zwischen Traumata und Substanzkonsum oder Entwicklungsbelastungen von Kindern drogenabhängiger Mütter/Eltern aufgreift.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es ist vor allem die thematische Vielfalt der Beiträge, die das Buch auszeichnet: Neben theoretischen Auseinandersetzungen und der Forschungspraxis werden zahlreiche Beispiele aus der konkreten Arbeit vorgestellt, die die Praxis der Frauensuchtarbeit verdeutlichen und wichtige Impulse für die Auseinandersetzung mit einer geschlechterreflexiven Praxis der Sozialen Arbeit liefern.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Dieses Buch schließt eine in den letzten gut zwanzig Jahren entstandene Lücke. Die Mehrheit der einschlägigen Publikationen stammt aus den Anfängen der Frauensuchtarbeit, neuere Veröffentlichungen liegen kaum oder nur als ›graue‹ Literatur vor. Erfreulicherweise ist es gelungen, nicht nur Wissenschaftlerinnen, sondern auch zahlreiche Praktikerinnen für einen Beitrag zu gewinnen – denn gerade im praktischen Bereich fehlt es an Publikationen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, die neugierig (geblieben) sind, die (noch) Lust auf inhaltliche Auseinandersetzung und (immer noch) Fragen haben, die Weiterentwicklung und persönliches Wachstum schätzen und die Interesse daran haben, sich mit geschlechtsbezogenen Aspekten von Substanzkonsum, damit zusammenhängenden Formen der sozialen Kontrolle und deren Auswirkungen sowie einer geschlechtersensiblen Hilfepraxis auseinanderzusetzen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Eine längst überfällige Bestandsaufnahme, die eindrücklich die Breite der Themen, die Erfordernisse und Erfolge der Frauensuchtarbeit beschreibt.

»Dieser Band gibt einen umfassenden Überblick über die theoretischen Bezüge, Geschichte und Prämissen der Arbeit mit opiatabhängigen Frauen und untersucht, wie Konzepte implementiert und weiterentwickelt wurden.
Die Lektüre des Buches ist ein unbedingtes Muss für jeden in der Suchtarbeit Beschäftigten.«
Margot Veit-Brandenburg, www.socialnet.de, 28.02.2017
Besprochen in: KONTUREN, 22.03.2017
Autor_in(nen)
Martina Tödte / Christiane Bernard (Hg.)
Buchtitel
Frauensuchtarbeit in Deutschland Eine Bestandsaufnahme
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
418
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3285-9
DOI
Warengruppe
1578
BIC-Code
JKSN JFSJ JFFM
BISAC-Code
SOC025000 SOC032000 SOC050000
THEMA-Code
JKSN JBSF JBFQ
Erscheinungsdatum
2016-07-26
Auflage
1
Themen
Geschlecht, Soziale Ungleichheit
Adressaten
Soziale Arbeit, Sozialwissenschaften, Pädagogik, Soziologie, Psychologie, Praktiker_innen und die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Drogen, Frauen, Frauensuchtarbeit, Soziale Arbeit, Sucht, Feminismus, Gender, Soziale Ungleichheit, Sozialarbeit, Gender Studies, Sozialpädagogik, Pädagogik

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