Transferprozesse zwischen dem Alten Reich und Italien im 17. Jahrhundert

Wissenskonfigurationen – Akteure – Netzwerke

Ist die Annahme eines unilateralen kulturellen Transfers von Süd- nach Nordeuropa in der Frühen Neuzeit noch zu halten? Die Beiträge des interdisziplinären Bandes widersprechen diesem traditionellen Standpunkt und untersuchen die Dynamiken der Wissensproduktion und -zirkulation zwischen der italienischen Halbinsel und dem deutschsprachigen Raum im Verlauf des langen 17. Jahrhunderts. Sie hinterfragen etablierte Axiome und Paradigmen zur deutsch-italienischen Beziehungsgeschichte und zeigen: Die transalpinen Netzwerke in und zwischen den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen – Diplomatie, bildende Künste, Musik und Wissenschaft – waren äußerst komplex.

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2018-01-19, 344 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3293-4

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Sabina Brevaglieri

Sabina Brevaglieri, German Historical Institut, Washington, USA

Matthias Schnettger

Matthias Schnettger, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz, Deutschland

... mit Matthias Schnettger

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Italienisch-deutsche Austauschbeziehungen in der Frühen Neuzeit sind ein Thema, das unter anderem in der historischen, kunsthistorischen und musikwissenschaftlichen Forschung bereits einige Aufmerksamkeit gefunden hat, das aber dringend der weiteren Aufarbeitung bedarf. Nicht zuletzt gilt es, in einem interdisziplinären Zugriff älteren Vorstellungen von einem im Wesentlichen unilateralen italienisch-deutschen Wissenstransfer zu begegnen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Der Band stellt unterschiedliche Beispiele für transalpine Prozesse von Wissensproduktion vor. Er zeigt die Komplexität dieser Prozesse auf und macht insbesondere die raumbildenden Potentiale von Wissenstransfer und -produktion sichtbar. Der interdisziplinäre Zugriff verdeutlicht zugleich, dass in den unterschiedlichsten Wissensfeldern - z.B. Bildende Künste, Musik, Diplomatie und Militär – durchaus vergleichbare Prozesse beobachtet werden können.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Themenfeld der Wissensproduktion und des Wissenstransfers wird seit einigen Jahren international breit erforscht. Damit im Zusammenhang stehen intensive Methodendiskussionen, zu denen der Band einen Beitrag leistet, indem er konsequent Wissenskonfigurationen und Raumbildungsprozesse zusammenführt.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Maria Antonietta Visceglia (Rom) und mit Wolfgang Schmale (Wien).

5. Ihr Buch in einem Satz:

Am deutsch-italienischen Beispiel beleuchtet der Band das komplexe Wechselspiel von Wissenskonfigurationen und Räumen im frühneuzeitlichen Europa.

Autor_in(nen)
Sabina Brevaglieri / Matthias Schnettger (Hg.)
Buchtitel
Transferprozesse zwischen dem Alten Reich und Italien im 17. Jahrhundert Wissenskonfigurationen – Akteure – Netzwerke
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
344
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3293-4
DOI
10.14361/9783839432938
Warengruppe
1510
BIC-Code
PDX HBTB HBLH
BISAC-Code
SCI034000 HIS054000 HIS037040
THEMA-Code
PDX NHTB NHDL
Erscheinungsdatum
2018-01-19
Auflage
1
Themen
Wissenschaft, Kulturgeschichte
Adressaten
Geschichtswissenschaft, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, Wissenschaftsgeschichte, Kulturwissenschaften, Romanistik
Schlagworte
Deutschland, Italien, Wissensgeschichte, Kultureller Transfer, Zirkulation, 17. Jahrhundert, Frühe Neuzeit, Südeuropa, Nordeuropa, Transalpine Netzwerke, Wissenskonfigurationen, Raumtexturen, Wissenschaft, Kulturgeschichte, Wissenschaftsgeschichte, Geschichte der Frühen Neuzeit, Europäische Geschichte, Geschichtswissenschaft

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