Der Anteil der Dinge an der Gesellschaft

Sozialität – Kognition – Netzwerke

Wie lässt sich das Miteinander von Menschen und Dingen in Gesellschaft denken? Kann man Dinge als soziale Akteure betrachten? Gustav Roßler plädiert für eine stärkere Berücksichtigung der Dinge in der Soziologie. Er bezieht die verteilte Kognition in seine Überlegungen ein und schlägt Weiterentwicklungen zentraler Begriffe der Wissenschafts- und Technikforschung (Science and Technology Studies) vor, darunter Handlungsmacht (agency), Quasi-Objekte, Grenzobjekte, technische Objekte, epistemische Dinge, Akteurnetzwerke, heterogene Assoziationen sowie Objektinstitutionen.

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2015-12-17, 284 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3297-2

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Gustav Roßler

Gustav Roßler, Übersetzer und Publizist, Berlin, Deutschland

... mit Gustav Roßler

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Seit Jahren werden Dinge in den Sozial- und Kulturwissenschaften thematisiert. Was fehlte, war ein Überblick und eine begrifflich anspruchsvolle Zusammenfassung. Die versuche ich in meinem Buch zu liefern. Ich verbinde dabei viele Arbeiten aus der Wissenschafts- und Technikforschung und der Akteur-Netzwerk-Theorie, darunter auch empirische und historische.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es mischt sich ein in die Diskussion um die Handlungsbeteiligung und die agency nicht-menschlicher Entitäten. Wobei ich diese mit der verteilten Kognition und der künstlichen Intelligenz zusammendenke. Ich schlage, wenn man so sagen darf, zwei Schneisen durch das Thema. Zunächst thematisiere ich die Sozialität mit Dingen, dann die Kognition. Mit Dingen, wohlgemerkt. Sie können mithandeln und mitdenken. Was das heißt, wird in diesem Buch erläutert.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Durch die Fokussierung auf die Dinge wird das sogenannte Symmetrieprinzip relativiert, wonach die Handlungsbeteiligung von Menschen und Nicht-Menschen symmetrisch betrachtet werden muss. Für mich ist dieses Prinzip nicht zentral, sondern verdeutlicht nur einen grundlegenden Dualismus in der Soziologie, der sich in der Missachtung der Dinge äußert. Man kann das Buch auch als meine Interpretation der Akteur-Netzwerk-Theorie lesen. Ich versuche, Begriffe umzugewichten und weiterzuentwickeln.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Bruno Latour, aber leider kann er es nicht auf deutsch lesen. Es wäre daher schön, wenn es bald ins Englische oder Französische übersetzt werden könnte ...

5. Ihr Buch in einem Satz:

Der Anteil der Dinge an der Gesellschaft, zunächst unter sozialem, dann unter kognitivem Gesichtspunkt.

Besprochen in:
Information Philosophie, 1 (2016)
Deutschlandfunk Büchermarkt, 07.02.2017, Heidemarie Schumacher
Autor_in(nen)
Gustav Roßler
Buchtitel
Der Anteil der Dinge an der Gesellschaft Sozialität – Kognition – Netzwerke
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
284
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3297-2
DOI
Warengruppe
1722
BIC-Code
JHBA PDR
BISAC-Code
SOC026000 TEC052000
THEMA-Code
JHBA PDR
Erscheinungsdatum
2015-12-17
Auflage
1
Themen
Sozialität, Technik
Adressaten
Soziologie, Philosophie, Kulturwissenschaften, Medienwissenschaften, Psychologie, Pädagogik, Technikgeschichte, Science and Technology Studies
Schlagworte
Dinge, Soziologie, Kognition, Agency, Akteur-Netzwerk-Theorie, Sozialität, Technik, Soziologische Theorie, Techniksoziologie, Kulturtheorie

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