»Alter« und »Altern« – eine begriffliche Klärung mit Blick auf die gegenwärtige wissenschaftliche Debatte

Alter und Altern werden heute von verschiedenen Wissenschaften intensiv erforscht. Biologen, Soziologen, Psychologen und andere sprechen vom Alter(n) – und scheinen dabei als selbstverständlich vorauszusetzen, dass sie alle über das Gleiche reden. Christiane Mahr untersucht erstmals, ob die verschiedenen wissenschaftlichen Begriffe des Alter(n)s tatsächlich dieselbe Bedeutung haben. Ihre Analyse zeigt, dass der Anschein der semantischen Einheitlichkeit trügt, weil zwischen den verschiedenen Alter(n)sbegriffen signifikante Unterschiede bestehen. Die Untersuchung führt zu einer begrifflichen Klärung, die für die Optimierung der interdisziplinären Kommunikation fruchtbar gemacht werden kann.

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2016-01-06, 248 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3308-5

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Christiane Mahr

Christiane Mahr, Universität Düsseldorf, Deutschland

... mit Christiane Mahr

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Obwohl der Bereich der Alternsforschung stark angewachsen ist, liegt bisher noch keine vergleichende Untersuchung der verschiedenen Alter(n)sbegriffe vor. Gerade weil sich aber immer mehr Forscher mit diesem Thema beschäftigen und auch die Anzahl interdisziplinärer Projekte wächst, ist eine solche vergleichende Untersuchung nötig. Das Buch versucht somit, eine Lücke in der Alter(n)sforschung zu schließen, indem es die Frage stellt, ob die einzelnen Alter(n)sbegriffe dieselbe Bedeutung haben.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

In dem Buch wird zum ersten Mal im Detail dargelegt, dass und wie sich die verschiedenen wissenschaftlichen Begriffe des Alter(n)s voneinander unterscheiden, obwohl sie einen gemeinsamen Bedeutungskern aufweisen. Die Ergebnisse der Untersuchung tragen nicht nur zur allgemeinen semantischen Klärung bei, sondern können auch für die interdisziplinäre Kommunikation fruchtbar gemacht werden, weil sie die Quellen möglicher Missverständnisse zwischen den einzelnen Alter(n)swissenschaften benennen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Resultate der vergleichenden Analyse der Alter(n)sbegriffe können allen, die sich wissenschaftlich mit dem Alter(n) beschäftigen, vor Augen führen, dass die Ergebnisse ihrer Untersuchungen nicht immer ohne weiteres aufeinander bezogen werden können. Darüber hinaus könnte die in meinem Buch vertretene These, dass der Begriff des Alter(n)s notwendigerweise unbestimmt ist, einen Impuls für die Präzisierung des wissenschaftlichen Verständnisses vom Altern geben.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit anderen Philosoph_innen sowie mit Vertretern der von mir behandelten Disziplinen, die sich mit dem Altern beschäftigen, also mit Biologen, Psychologen und Soziologen. Besonders interessiert wäre ich an einem Gespräch mit einem Wissenschaftler aus dem Bereich der Theoretischen Medizin.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Wenn zwei Wissenschaftler über das Alter(n) sprechen, darf man nicht ohne Weiteres davon ausgehen, dass sie über dasselbe reden.

O-Ton: »Sich einen Begriff vom Altern machen« – Christiane Mahr im Gespräch mit Lilo Berg an der Leopoldina im Dezember 2016.
(http://buff.ly/2hIOEgY)
Besprochen in:
Information Philosophie, 1 (2016)
Soziale Arbeit, 6-7 (2016)
www.socialnet.de, 11.01.2017, Simone Gretler Heusser
Soziologische Revue, 41/2 (2018), Ludwig Amrhein
Autor_in(nen)
Christiane Mahr
Buchtitel
»Alter« und »Altern« – eine begriffliche Klärung mit Blick auf die gegenwärtige wissenschaftliche Debatte
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
248
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3308-5
DOI
10.14361/9783839433089
Warengruppe
1521
BIC-Code
JFSP31 JFC HP
BISAC-Code
SOC013000 PHI034000
THEMA-Code
JBSP4 JBCC QD
Erscheinungsdatum
2016-01-06
Auflage
1
Themen
Alter
Adressaten
Philosophie, Aging Studies, Biologie, Soziologie, Psychologie, Komparatistik, Kulturwissenschaften
Schlagworte
Alter, Altern, Begriff, Philosophie, Alternsforschung, Interdisziplinarität, Kulturphilosophie, Kulturwissenschaft

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