Die Luxemburger Mehrsprachigkeit

Ergebnisse einer Volkszählung

Mit seinen drei Verwaltungssprachen und seiner kosmopolitischen Bevölkerung ist Luxemburg ein gern benutztes Fallbeispiel für soziolinguistische und sprachenpolitische Studien. Viele Fragen sind dabei jedoch bislang offen geblieben. Vor dem Hintergrund einer Volkszählung gelingt es diesem Band, viele Leerstellen zu füllen: Wer spricht welche Sprachen zu Hause, in der Schule und am Arbeitsplatz? Wie groß sind die jeweiligen Sprachgemeinschaften und welche Sprachen dominieren in welchen Berufen und in welchen Regionen? Wie hoch ist der Anteil der Migrantinnen und Migranten, die Luxemburgisch sprechen?

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2016-04-05, 200 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3314-6

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Fernand Fehlen

Fernand Fehlen, Universität Luxemburg, Luxemburg

Andreas Heinz

Andreas Heinz, Universität Luxemburg, Luxemburg

... mit Fernand Fehlen und Andreas Heinz

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

In Luxemburg ist in den vergangenen Jahrzehnten eine komplexe Mehrsprachigkeit entstanden. Da es bislang aber keinen Sprachenzensus gab, mussten viele wichtige Fragen auf der Grundlage von Mutmaßungen diskutiert werden: Welche Sprachen werden zu Hause, in der Schule und am Arbeitsplatz von wem gesprochen? Ist Luxemburgisch eine gefährdete Sprache? Lernen Einwanderer Luxemburgisch? Das Buch liefert eine Datengrundlage, um diese Fragen fundiert diskutieren zu können.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch bietet anhand eines spannenden Fallbeispiels einen praktischen Einstieg in die im deutschen Sprachraum kaum wahrgenommene Disziplin der Demolinguistik. Angesichts der steigenden Mobilität werden die europäischen Gesellschaften multikultureller. Ihre Mehrsprachigkeit nimmt rasant zu. Wie die sprachliche Zukunft der transnationalen europäischen Metropolen aussehen wird, zeichnet sich jetzt schon in Luxemburg ab.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Zu der Debatte ›Welche Sprachen sollen in der Schule gelehrt werden‹ zeigt das Buch auf, welche Sprachen die Kinder zu Hause sprechen und welche Sprachen am Arbeitsplatz benötigt werden. Zudem zeigen wir, dass die sprachliche Diversität in Luxemburg noch größer ist, als in der Forschung bisher angenommen wurde. Des Weiteren kann die Frage ›Ist Luxemburgisch eine gefährdete Sprache?‹ nun auf der Grundlage von Daten diskutiert werden.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen Soziolinguisten, Sprachökologen und Migrationsforschern, die sich mit superdiversen Sprachkonstellationen auseinandersetzen. Mit allen, die Angst haben, dass die europäische Sprachenvielfalt in einem als Globalesisch empfundenen Englisch untergeht, insbesondere den Luxemburgischsprechern, die ihre Sprache bedroht sehen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Eine empirisch fundierte Beschreibung der sprachlichen Vielfalt einer globalisierten, europäischen Metropole.

»Die ermittelten Daten des Sprachzensus in dieser Publikation [wurden] gut illustriert und aufwendig aufgearbeitet.«
Kristian Naglo, Hémecht, 68 (2016)
»»Aus der umfassenden, spannenden Datengrundlage holen die Autoren einiges heraus.
Eine sinnvolle Ergänzung zu den zuvor erhobenen ›Etude Baleine‹ – bzw. ›BaleineBis‹-Daten. Die Datenlage ermöglicht es den Autoren, stichhaltige repräsentative Aussagen über die Bevölkerung des Landes Luxemburg zu treffen, was bis dato ein Desiderat war.«
Maike Edelhoff, Forum Nr. 365/Dossier ›Sprachbildung‹ (2016)
Besprochen in:
http://www.rtl.lu, 27.04.2016
http://paperjam.lu, 28.04.2016, Frédéric Antzorn
http://www.lessentiel.lu, 27.04.2016, Fatima Rougi
http://www.wort.lu, 27.04.2016
http://infolux.uni.lu, 4 (2016)
Autor_in(nen)
Fernand Fehlen / Andreas Heinz
Buchtitel
Die Luxemburger Mehrsprachigkeit Ergebnisse einer Volkszählung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
200
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-3314-6
DOI
Warengruppe
1561
BIC-Code
CF JHBD JFC
BISAC-Code
LAN009000 SOC006000 SOC022000
THEMA-Code
CF JHBD JBCC
Erscheinungsdatum
2016-04-05
Auflage
1
Themen
Kultur, Sprache
Adressaten
Soziolinguistik, Demolinguistik, Sprachgeographie, Migrationsforschung
Schlagworte
Mehrsprachigkeit, Luxemburg, Sprachkontakt, Korrespondenzanalyse, Sprachenzensus, Sprache, Kultur, Sprachwissenschaft, Bevölkerung, Kultursoziologie, Kulturanthropologie, Soziologie

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