Die Konstruktion von Reputation

Verweise auf Ferdinand de Saussure in der romanistischen Sprachwissenschaft

Die Berühmtheit eines Wissenschaftlers lässt sich nicht ausschließlich an der Anzahl der auf seine Werke getätigten Verweise ermessen. Auch die Vernachlässigung der Vollständigkeit eines Verweises auf den Urheber einer als grundlegend wahrgenommenen Idee stellt eine – wenn nicht gar die intensivste – Form der Anerkennung dar.

Julia Richter ermittelt, mit welchen Strategien wissenschaftliches Prestige erzeugt wird. Im Zentrum ihrer Analyse stehen die Verweise auf Ferdinand de Saussure im Diskurs der romanistischen Linguistik.

Die Studie entwickelt sogleich eine diskursanalytische Methode, die geeignet ist, Verweise in wissenschaftlichen Texten auf ihr Potential hin zu untersuchen, bestimmte Akteure des Diskurses aufzuzeigen und die Beziehungen zwischen diesen Diskursakteuren darzustellen.

44,99 € *

2015-11-02, 346 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3316-0

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Julia Richter

Julia Richter, Universität Duisburg-Essen, Deutschland

... mit Julia Richter

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Bereits seit dem Studium leitete mich mein Interesse in Richtung allgemein bekanntes Wissen und zur Frage nach Methoden, dieses differenziert zu untersuchen und zu hinterfragen. Besonders betraf dies den wissenschaftlichen romanistischen Diskurs, in dem ich selbst eine Akteurin darstelle.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Einerseits wird eine Methode entwickelt, mittels der Äußerungen eines Diskurses seine Akteure und ihre Handlungen bei der Konstruktion eines bestimmten in einer Gruppe verbreiteten Wissens – hier um die Berühmtheit einer Person – zu ermitteln. Die Methode ermöglicht, ›allgemein Bekanntes‹ (Saussure = Cours, Strukturalismus etc. bzw. eben nicht) in seiner Struktur und Konstitution zu hinterfragen.

Weiterhin geht die Arbeit einen Schritt in der Forschung zu Reputation im geisteswissenschaftlichen Diskurs voran. Erarbeitet durch die sprachwissenschaftliche Methode bieten die Ergebnisse neben den verschiedenen bisher in der Wissenschaftssoziologie bestehenden Ansätzen eine neue Perspektive auf das Thema.

3. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Ferdinand de Saussure (leider bereits verstorben). Weiterhin würde ich mich freuen, wenn diejenigen Wissenschaftler/-innen, deren Ansätze ich verwendet habe und auf die ich verweise, sowie diejenigen, mit deren Forschungsgemeinschaft sich die Studie beschäftigt, mein Buch zur Kenntnis nehmen.

4. Ihr Buch in einem Satz:

Unkonventionelle Studie über die Entstehung von Reputation eines Wissenschaftlers anhand sprachwissenschaftlicher Methodik.

Autor_in(nen)
Julia Richter
Buchtitel
Die Konstruktion von Reputation Verweise auf Ferdinand de Saussure in der romanistischen Sprachwissenschaft
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
346
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3316-0
DOI
Warengruppe
1561
BIC-Code
CF PDR
BISAC-Code
LAN009000 SCI075000
THEMA-Code
CF PDR
Erscheinungsdatum
2015-11-02
Auflage
1
Themen
Wissenschaft, Sprache
Adressaten
Sprachwissenschaft, Romanistik, Wissenschaftssoziologie, Diskursanalyse, Wissenschaftsgeschichte, Verweisforschung
Schlagworte
Diskursanalyse, Polyphonie, Ferdinand De Saussure, Reputation, Romanistische Linguistik, Verweisforschung, Sprache, Wissenschaft, Sprachwissenschaft, Wissenschaftssoziologie, Romanistik, Soziologie

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