Systemtheorie und Gesellschaftskritik

Perspektiven der Kritischen Systemtheorie

Die Verbindung von Kritischer Theorie und Systemtheorie ist ein zentrales Thema aktueller sozialwissenschaftlicher Kontroversen. Die Anwendungsgebiete sind mittlerweile vielfältig: Soziologie, Organisationsforschung, Philosophie und Rechtswissenschaften sind nur einige der Disziplinen, in denen an einer Kritischen Systemtheorie gearbeitet wird. Der Band gibt einen Überblick über die Diskussionslandschaft und fragt: Muss Gesellschaftskritik heute mit oder gegen das System geübt werden?

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2016-08-25, 256 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3323-8

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Kolja Möller

Kolja Möller, Universität Frankfurt, Deutschland

Jasmin Siri

Jasmin Siri, Universität Bielefeld, Deutschland

... mit Kolja Möller

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Systemtheorie und Kritische Theorie standen sich einst oft verfeindet gegenüber: Hier der Anspruch soziale Systeme zu beobachten, dort der Anspruch die Irrationalitäten der kapitalistischen Gesellschaft freizulegen und zu überwinden. Trotzdem arbeiten beide Theorietraditionen mit dem Begriff des ›Systems‹, sie sind skeptisch gegenüber Varianten einer nur äußerlichen Gesellschaftskritik, die sich darauf beschränkt hehre Ideale gegen eine schlechte gesellschaftliche Realität ins Feld zu führen: Genug Gründe also nach einer Kritischen Systemtheorie zu fragen und praktisch zu erproben, was das in unterschiedlichen Anwendungsbereichen bedeuten kann.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch diskutiert eine Reihe von praktischen Anwendungsbereichen. Es bleibt also nicht bei abstrakt verfahrenden Theorievergleichen, sondern es wird sehr konkret: Was bedeuten etwa die Einsichten Adornos und Luhmanns in die moderne Organisationsgesellschaft für eine Kritik von Organisationen? Wo werden neue Diskussionen um den Übergang in die Weltgesellschaft ideologisch und verkennen transnationale Machtverhältnisse? Wie ›materialistisch‹, etwa im Sinne des ›new materialism‹, müsste eine Kritische Systemtheorie sein?

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Man kann wohl sagen, dass nach unterschiedlichen Varianten marxistischer Theorie zwischenzeitlich auch poststrukturalistische und sozialkonstruktivistische Forschungsansätze in eine gewisse Krise geraten sind. Dies führt zu Suchbewegungen – und die Kritische Systemtheorie ist eine davon: Sie knüpft an den sozialwissenschaftlichen Diskussionsstand an und arbeitet doch die klassischen Sujets einer kritischen Theorie ein.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Eigentlich mit Leuten, die praktisch in den jeweiligen Handlungsfeldern – Organisationen, politisches System, Weltsystem – eingebunden sind. Und zwar unter der Frage, ob die Einsichten der Kritischen Systemtheorie weiterhelfen. Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie.

5. Ihr Buch in einem Satz:

›Die Kritische Systemtheorie macht beides: Sie übt Kritik ›mit‹ System und ›gegen‹ das System.‹

»Ein Zugewinn für die aktuelle Diskussion und eine wertvolle Anregung, diese und andere Querverbindungen in Forschungsarbeiten umzusetzen.«
Carolin Stenz, Archiv für Sozialgeschichte, 3-5 (2017)
Besprochen in:
http://bundeswirtschaftsportal.de, 27.09.2016
Autor_in(nen)
Kolja Möller / Jasmin Siri (Hg.)
Buchtitel
Systemtheorie und Gesellschaftskritik Perspektiven der Kritischen Systemtheorie
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
256
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3323-8
DOI
Warengruppe
1722
BIC-Code
JHBA HPCF
BISAC-Code
SOC026000 PHI040000
THEMA-Code
JHBA QDHR
Erscheinungsdatum
2016-08-25
Auflage
1
Themen
Gesellschaft, Sozialität
Adressaten
Soziologie, Philosophie, Politikwissenschaften, Rechtswissenschaften, Cultural Studies
Schlagworte
Kritische Theorie, Systemtheorie, Niklas Luhmann, Theodor W. Adorno, Max Horkheimer, Frankfurter Schule, Kritik, Gesellschaft, Sozialität, Soziologische Theorie, Soziologie

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