Der Dschihad und der Nihilismus des Westens

Warum ziehen junge Europäer in den Krieg?

Warum übt der Dschihadismus auf junge Menschen in der westlichen Welt eine so große Faszination aus? Jürgen Manemann geht den Ursachen für diese Anziehungskraft auf den Grund, indem er die Perspektive auf die kulturellen Krisen westlicher Gesellschaften richtet: auf Gefühle der Leere, der Sinn- und Hoffnungslosigkeit und ihre Folgen in Form von Resignation, Ressentiment und Zynismus. Der Dschihadismus präsentiert sich als Therapie gegen diese sozialen Pathologien. Er wirkt jedoch krisenverschärfend, da er die Unfähigkeit verstärkt, das Leben zu bejahen. Als aktiver Nihilismus produziert er Empathieunfähigkeit, Hass und blinde Gewalt. Die westlichen Gesellschaften müssen Gegenkräfte entwickeln, indem sie eine konsequente Politik der Anerkennung und der Leidempfindlichkeit verfolgen und so den Sinn für eine Kultur der Humanität wieder stärken.

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2015-10-20, 136 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3324-5

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Jürgen Manemann

Jürgen Manemann, Forschungsinstitut für Philosophie Hannover, Deutschland

»Das Buch von Manemann bietet eine Vielzahl von Ideen zur Analyse des Phänomens Dschihadismus.«
Rüdiger Lohlker, Wiener Zeitschrift zur Kunde des Morgenlandes, 107 (2017)
»Das Buch überzeugt mit einer klaren Argumentation, anschaulichen Darstellungen und fundierten Analysen. Versiert verbindet es Fallbeispiele mit theoretischen Reflexionen, wobei philosophische, gesellschaftstheoretische, psychologische und politologische Ansätze herangezogen werden, um den Dschihadismus in seinem Wesenskern zu verstehen.«
Ramona Kahl, Zeitschrift für Wissenschaft und Praxis, 1/2 (2016)
»Auf der Suche nach Antworten verknüpft der Autor auf erfrischende Weise psychoanalytische, sozialwissenschaftliche und philosophische Überlegungen.«
Imad Mustafa, inamo, 86 (2016)
»Der Essay gibt wichtige Anregungen zur derzeitigen Debatte über Dschihadismus, lenkt doch Manemann unseren Blick in den eigenen Spiegel, indem er nach den nihilistischen Grunderfahrungen unserer Zeit fragt.«
Juliane Victor, Berliner Debatte Initial, 3 (2017)
»Vereinfachende und monokausale Erklärungen werden der Komplexität des Themas nicht gerecht und dieses Buch leistet einen wichtigen Beitrag zu einer sachlichen und differenzierten Debatte, ohne dabei zu relativieren und einen klaren moralisch- ethischen Standpunkt aufzugeben.«
www.amazon.de, 14.12.2015
»Jürgen Manemanns Buch ergänzt die üblichen Erklärungsmuster zum IS-Phänomen auf sinnvolle Weise. Die psychoanalytisch grundierten Ausführungen zeigen insbesondere auf, dass es in die Irre führt, anzunehmen, der Islam sei eine wesentliche Ursache für den IS-Terror.«
Stefan Kubon, http://publikative.org, 01.12.2015
»Jürgen Manemanns Büchlein [...] erscheint zur rechten Zeit.«
Michael Jäger, der Freitag, 26.11.2015
Besprochen in:

Deutschlandfunk, 25.11.2015, Henning Klingen
Börsenblatt, 48 (2015)
BR2, 29.11.2015
Diplomatisches Magazin, 3 (2016)
Portal für Politikwissenschaft, 03.03.2016, Michael Rohschürmann
Offene Spielräume, 1 (2016)
deutsche jugend, 64/4 (2016), Gerd Brenner
NDR – Blickpunkt: Diesseits, 20.03.2016, Karin Dzionara
Gegenwind, 332/5 (2016), Reinhard Pohl
treff.punkt, Frühjahr 2016
Zeitschrift für Didaktik der Gesellschaftswissenschaften, 1 (2016), Wolfgang Sander
polylog, 37 (2017)
Autor_in(nen)
Jürgen Manemann
Buchtitel
Der Dschihad und der Nihilismus des Westens Warum ziehen junge Europäer in den Krieg?
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
136
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3324-5
DOI
Warengruppe
1737
BIC-Code
JPWL JFC HP
BISAC-Code
POL037000 PHI034000 SOC041000
THEMA-Code
JPWL JBCC QD
Erscheinungsdatum
2015-10-20
Auflage
1
Themen
Islam, Kultur, Zeitdiagnose, Gewalt
Adressaten
Pädagogik, Philosophie, Soziologie, Politikwissenschaft, Kulturwissenschaft, Religionswissenschaft sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Islamismus, Dschihadismus, Islamischer Staat, Nihilismus, Soziale Pathologien, Fanatismus, Gewalt, Kultur, Islam, Terrorismus, Kulturphilosophie, Kulturwissenschaft, Philosophie

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