Terrorismus und moderne Kriegsführung

Politische Gewaltstrategien in Zeiten des »War on Terror«

Der Begriff »Terrorismus« ist definitorisch uneindeutig – und das macht jeden Akteur zu einem bestimmten Grad zum Terroristen. Dieses Paradox zieht Eva-Maria Heinke als Ausgangspunkt für eine tiefgreifende Analyse der Strategien moderner Kriegsführung heran und löst es durch die gegenwärtig einmalige Verwendung von sogenannten Fuzzy-Inferenzsystemen zum Zwecke der Typisierung politischer Gewalt auf. Die intensive Verbindung von soziologischer Gewaltforschung mit der Mathematik unscharfer Mengen macht den Grad der Verwendung politischer Gewaltstrategien erstmalig berechenbar – und ermöglicht somit einen völlig neuartigen Blick auf den strategischen Kontext des Handelns politischer Gewaltakteure.

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2016-01-26, 326 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3326-9

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Eva-Maria Heinke

Eva-Maria Heinke, Aachen, Deutschland

... mit Eva-Maria Heinke

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Thematisierung von Terrorismus und der militärischen Interventionen konventioneller Streitkräfte ist – nicht zuletzt durch die jüngsten Terrorwelle von al-Qaida und dem IS – aus Diskussionen um die Sicherheitsarchitektur moderner Staatlichkeit kaum wegzudenken. Wertende, politische Konnotationen machen die Typisierung politischer Gewaltstrategien jedoch zu einer Frage des politischen Standpunktes und erschweren eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit ihnen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch typisiert die gegenwärtig – sowohl von Staaten auch als nicht-staatlichen Akteuren – verwendeten Strategien politischer Gewalt und analysiert die Abhängigkeit ihres Auftretens vom einem jeweils sehr spezifischen strategischen Kontext. Mit Rekurs auf die Mathematik von Fuzzy-Inferenzsystemen können dadurch erstmalig formale Indizes für die Verwendung von politischen Gewaltstrategien berechnet werden - und zwar für jeden Akteur in jedem Kontext politischer Gewalt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Gegenwärtig existiert weder eine umfassende Typisierung politischer Gewalt in der Forschungsliteratur, noch wurde der Versuch einer Formalisierung des Verwendungsgrades von Gewaltstrategien unternommen. Da jedoch weder allgemein verwendete wissenschaftliche Definitionen von Terrorismus, Gewalt oder sogar Krieg bestehen, ist der Versuch einer solchen Formalisierung für die wissenschaftliche Kommunikation kaum zu unterschätzen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Neue wissenschaftliche Impulse, wie hier im Sinne der Implementation von Fuzzy-Inferenzsystemen in einen geisteswissenschaftlichen Kontext, entwickeln sich immer dann am besten weiter, wenn jeglicher Idee ihr gegenüber Raum gegeben wird. Daher würde ich das Buch sehr gerne sowohl mit Studierenden, etablierten Wissenschaftlern (mit und ohne Bezug zum Forschungsbereich politischer Gewalt) und auch allen anderen Interessierten diskutieren.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch wirft einen völlig neuartigen Blick auf die Möglichkeiten der formalen Betrachtung politischer Gewalt.

»Lesenswert.«
Wolfgang Taus, Wiener Zeitung, 24.03.2016
Besprochen in:
Hertz 87.9, 04.05.2016
www.socialnet.de, 21.07.2016, Wolfgang Frindte
neue caritas, 15 (2016)
Autor_in(nen)
Eva-Maria Heinke
Buchtitel
Terrorismus und moderne Kriegsführung Politische Gewaltstrategien in Zeiten des »War on Terror«
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
326
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-3326-9
DOI
Warengruppe
1737
BIC-Code
JPWL JHB JFFE
BISAC-Code
POL037000 POL010000 SOC026000 SOC051000
THEMA-Code
JPWL JHB JBFK
Erscheinungsdatum
2016-01-26
Auflage
1
Themen
Gewalt, Politik
Adressaten
Soziologie, Gewaltforschung, Politische Wissenschaft, Kriminologie, Friedens- und Konfliktforschung
Schlagworte
Terrorismus, Politische Gewalt, Moderne Kriegsführung, Gewalt, Fuzzy-Logik, Politik, Politische Soziologie, Politikwissenschaft, Soziologie

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