Comic – Film – Gender

Zur (Re-)Medialisierung von Geschlecht im Comicfilm

Welche Rolle spielt die Kategorie Gender für die Konstitution von Comic und Film?

Véronique Sina geht dieser Frage anhand ausgewählter Comic- und Filmbeispiele wie Frank Millers »Sin City«, Enki Bilals »Immortel (ad vitam)« oder Matthew Vaughns »Kick-Ass« nach. Auf Basis einer detailreichen, vergleichenden Analyse beider Medien entwickelt sie das Konzept des performativen Comicfilms und verdeutlicht dabei gleichzeitig, wie sich Comic, Film und Gender wechselseitig generieren und produktiv aufeinander einwirken. Mit dieser Fokussierung auf die reziproke Beziehung der Performativität von Gender sowie der Medialität des Performativen leistet die Studie einen wichtigen Beitrag zu den Gender-Media Studies.

34,99 € *

2016-02-03, 304 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3336-8

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Véronique Sina

Véronique Sina, Universität zu Köln, Deutschland

... mit Véronique Sina

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Wir befinden uns gerade im ›goldenen Zeitalter‹ der Comicverfilmungen. Dank anhaltender Innovationen im Bereich der (digitalen) Filmtechnik und Computeranimation handelt es sich bei Comicadaptionen wohl um die populärste Form der intermedialen Korrelation von Comic und Film. Diesem Phänomen spüre ich in meinem Buch nach. Dabei verdeutliche ich wie sehr sich der Film im digitalen Zeitalter seinem grafischen Pendant anzunähern vermag und welche Rolle hierbei der Kategorie Gender zugeschrieben werden kann.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Mein Buch erweitert bestehende Forschungsdiskurse zum Thema Comic und Comicverfilmung um die Perspektive der Gender-Media Studies. Anhand des zeitgenössischen Comicfilms zeige ich, wie sich Comic, Film und Gender wechselseitig generieren und produktiv aufeinander einwirken. Denn obwohl das Phänomen Comicfilm ein breites Spektrum an verschiedensten Filmen umfasst, gehe ich im Rahmen meiner Ausführungen der These nach, dass die Kategorie Gender für die Konstitution beider Medien immer eine entscheidende Rolle spielt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Bei der Comicforschung handelt es sich um eine recht junge Disziplin, die sich im internationalen wie deutschsprachigen Raum zunehmend konstituiert. Meine Ausführungen zum Comicfilm liefern eine bisher in der Form noch nicht vorhandene medientheoretische Auseinandersetzung, welche die spezifische mediale Beschaffenheit des Comics genauso in den Blick nimmt wie seine intermedialen Relationen zum ›benachbarten‹ Medium Film, ohne dabei die konstituierende Funktion der Kategorie Gender außer Acht zu lassen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, die sich für das Medium Comic und für Comicverfilmungen interessieren. Und natürlich auch mit allen, die sich mit Fragen der Gender-Media Studies beschäftigen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Monografie beleuchtet die grundlegende Funktion der Kategorie Gender für die Konstitution der Medien Comic und Film.

»Eine differenzierte und stringente Arbeit [...], die an aktuelle intermediale und interdisziplinäre Diskurse anschließt und als Grundlage für zukünftige Arbeiten dienen kann, die eine Verbindung zwischen Comicforschung und Gender Studies bearbeiten.«
Anna Beckmann, GENDER, 1 (2018)
»Die Autorin analysiert sehr detailliert die Veränderungen des Aussehens und der Aktionen von Männern und Frauen zwischen Comic und Film. Sie stellt wechselseitige Generierungen und produktive Beeinflussungen fest. Hinweise auf andere Comics und ihre Verfilmungen erweitern das Spektrum der Untersuchung.«
Hans Helmut Prinzler, www.hhprinzler.de, 09.06.2016
Besprochen in:
Hertz 87.9, 20.05.2016
Autor_in(nen)
Véronique Sina
Buchtitel
Comic – Film – Gender Zur (Re-)Medialisierung von Geschlecht im Comicfilm
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
304
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-3336-8
DOI
10.14361/9783839433362
Warengruppe
1744
BIC-Code
FZG AKLC JFD APFA JFSJ
BISAC-Code
LIT017000 PER004030 SOC032000
THEMA-Code
AKLC1 JBCT ATF JBSF
Erscheinungsdatum
2016-02-03
Auflage
1
Themen
Geschlecht, Medien, Film
Adressaten
Medienwissenschaft, Kulturwissenschaft, Filmwissenschaft, Comicforschung, Gender und Queer Studies, Gender-Media Studies sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Comic, Comicfilm, Gender, Medien, Remedialisierung, Performativität, Sin City, Immortel, Kick-Ass, Film, Geschlecht, Gender Studies, Medienästhetik, Medienwissenschaft

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