Brücken bauen – Kulturwissenschaft aus interkultureller und multidisziplinärer Perspektive

Interdisziplinäre Methoden und fachliche Brückenschläge eröffnen ein reiches Erkenntnis- und Reflexionspotenzial. Das spiegelt sich beispielhaft in dieser Festschrift für die Kulturwissenschaftlerin Dorothee Röseberg wider: Die Beiträge u.a. aus Romanistik, Geschichte, Germanistik und Slawistik verhandeln kulturraumbezogene Fragen zu Frankreich und Deutschland sowie zu Ost und West. Im Zentrum stehen dabei insbesondere historisch-vergleichende Betrachtungen und interkulturelle Transferprozesse sowie theoretisch-methodische Ansätze und Beispiele der Interkulturellen Kommunikation. Weitere Beiträge widmen sich den Themenfeldern Selbst- und Fremdwahrnehmungen und untersuchen Kultur(en) in ihren unterschiedlichen Praxisformen.

Inhalt

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Vorwort

    Seiten 9 - 11
  4. Tabula gratulatoria

    Seiten 12 - 14
  5. Comme un pont de lianes

    Seiten 17 - 18
  6. Kultur - Wissenschaft - Kulturwissenschaft - Wissenschaftskultur

    Seiten 19 - 42
  7. Gastlichkeit und Ungastlichkeit in interkultureller Perspektive

    Seiten 45 - 54
  8. Höflichkeit in der interkulturellen Kommunikation

    Seiten 55 - 66
  9. Deutsch-französische Fremderfahrungen und interkulturelle Selbstreflexion in und mit Medien

    Seiten 67 - 80
  10. "Ich verstand weder Pilot, noch Wirthin …"

    Seiten 81 - 96
  11. Expériences d'intégralité interculturelle

    Seiten 97 - 114
  12. Zum Begriff der Selbstentfremdung

    Seiten 115 - 122
  13. Die leiblichen Grundlagen von interkultureller Lebenserfahrung und Fremdsprachenerwerb

    Seiten 123 - 144
  14. (Gesinnungs-)Brücken bauen: Kulturkontakte der besonderen Art

    Seiten 145 - 162
  15. Aufklärung vs. Lumières

    Seiten 165 - 182
  16. Autorität und Kritik des französischen Klassiker-Modells

    Seiten 183 - 202
  17. Sturm und Drang: auch ein französisches Phänomen?

    Seiten 203 - 216
  18. Klemperers "Romantik und französische Romantik"

    Seiten 217 - 226
  19. Katholisches oder protestantisches Gebet?

    Seiten 227 - 244
  20. Versuch über eine afrikanische Moderne

    Seiten 245 - 256
  21. Konvivenz und Relationalität im französischen Kolonialreich

    Seiten 257 - 270
  22. Körper und Körperinszenierung in Leo Africanus' Descrittione dell'Africa, einem frühneuzeitlichen Blick auf den afrikanischen Kontinent

    Seiten 273 - 292
  23. Tabuzonen - Kulturkonzepte - "politisch Korrektes"

    Seiten 293 - 306
  24. "Indignez-vous!" Zur Empörung in den Äußerungen französischer KZ-Überlebender

    Seiten 307 - 320
  25. Die Neue Zeitung, la France, l'idée européenne dans l'immédiat après-guerre

    Seiten 321 - 332
  26. Le Sakharov est-allemand : Robert Havemann à l'aune de la presse française

    Seiten 333 - 348
  27. Sprache als Spiegel des Kulturverständnisses

    Seiten 349 - 360
  28. Weltbürgerliche Erziehung und interkulturelle Verantwortung bei Hermann Lietz und Kurt Hahn

    Seiten 363 - 376
  29. « La fiction historique et l'apprentissage des valeurs républicaines » : Quatrevingt-treize (Victor Hugo)

    Seiten 377 - 384
  30. Georges Brassens (1921-1981), auteur - compositeur - interprète

    Seiten 385 - 404
  31. Le concept de puissance dans le dialogue franco-allemand

    Seiten 405 - 412
  32. Interpréter à haute voix

    Seiten 413 - 418
  33. Introduction à la pluralité interprétative des récits

    Seiten 419 - 426
  34. Richtig denken lernen: Dominique Joseph Garat und die Vorlesung zur analyse de l'entendement an der École normale de l'an III

    Seiten 427 - 440
  35. "Eine Schande, unter der ein Kulturmensch erbebt."

    Seiten 443 - 460
  36. "gritos de niños gritos de mujeres gritos de pájaros gritos de flores"

    Seiten 461 - 474
  37. Literatur in Bewegung oder die Schwierigkeiten des Dazwischen

    Seiten 475 - 480
  38. Wenn Ausgeschlossene Ausgeschlossene ausschließen

    Seiten 481 - 488
  39. Philosophische Gefechte in der Weimarer Republik, zu Beginn der Nazi-Ära und im Exil

    Seiten 489 - 500
  40. Erinnerungsort Antifaschismus: Konfigurationen in künstlerischen Texten im Zweiten Jugoslawien

    Seiten 501 - 518
  41. Prof. Dr. phil. habil. Dorothee Röseberg - Akademischer Werdegang

    Seiten 519 - 522
  42. Verzeichnis der Herausgeber

    Seiten 523 - 524
  43. Verzeichnis der Autoren

    Seiten 525 - 528
  44. Backmatter

    Seiten 529 - 530
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2016-05-27, 530 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3360-3

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Marie-Therese Mäder

Marie-Therese Mäder, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Deutschland

Chantal Metzger

Chantal Metzger, Nancy, Frankreich

Stefanie Neubert

Stefanie Neubert, Goethe-Institut Toulouse, Frankreich

Adjaï Paulin Oloukpona-Yinnon

Adjaï Paulin Oloukpona-Yinnon, Lomé, Togo

Louise Schellenberg

Louise Schellenberg, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Deutschland

... mit den Herausgeberinnen

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Dringlichkeit der sozio-politischen Lage in Europa erfordert ein neues Nachdenken über den Begriff der Grenze und die mit ihm verbundenen Implikationen der Grenzziehung einerseits sowie der Überwindung von Grenzen andererseits. Mit ihrem hohen Reflexionspotenzial vermag die Kulturwissenschaft fruchtbare Verbindungen herzustellen zwischen dem Eigenen und dem Fremden, zwischen wissenschaftlicher Forschung und gesellschaftlicher Praxis sowie schließlich zwischen den Menschen selbst.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Der Band veranschaulicht die Breite der kulturwissenschaftlichen Fragestellungen und Methoden, die fächer- wie auch länderübergreifend in den Geistes- und Sozialwissenschaften fruchtbar gemacht werden können. Insofern eröffnet er multidisziplinäre Perspektiven auf ein transnationales Forschungsfeld.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Mit dem Band soll ein Beitrag zur weiteren Profilierung der kulturwissenschaftlichen Forschung in den Fremdsprachenphilologien im Besonderen sowie in den Geistes- und Sozialwissenschaften im Allgemeinen geleistet werden. Darüber hinaus eröffnet der Band Perspektiven, um aus der innerdeutschen Fachdiskussion herauszufinden. Denn auf diesem Gebiet besteht weiterhin Nachholbedarf.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Zunächst mit der Jubilarin selbst. Besonders konstruktiv erscheint uns zudem ein Dialog mit dem Kulturwissenschaftler Klaus Peter Hansen, der auf substanzielle Weise zur Profilierung des Kulturbegriffs beigetragen hat, und wie wir davon überzeugt ist, dass die wissenschaftliche Beschäftigung mit Kulturkontaktphänomenen immer auch die praktischen Dimensionen berücksichtigen sollte. Mit Blick auf den interkulturellen Dialog würden wir gerne mit Vertretern der ›histoire culturelle‹ sprechen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Ein facettenreiches Buch, das die Dialogpotenziale kulturwissenschaftlicher Forschung auslotet und zugleich praktische Verständnisbrücken schafft.

Besprochen in:
www.perspectivia.net, 2 (2017), Bérénice Zunino
Buchtitel
Brücken bauen – Kulturwissenschaft aus interkultureller und multidisziplinärer Perspektive
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
530
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3360-3
DOI
Warengruppe
1566
BIC-Code
DSB JFC
BISAC-Code
LIT004150 LIT000000 SOC022000
THEMA-Code
DSB JBCC
Erscheinungsdatum
2016-05-27
Auflage
1
Themen
Kultur, Literatur
Adressaten
Kulturwissenschaften, Soziologie, Politikwissenschaften, Geschichte, Linguistik, Romanistik, Slawistik, Interkulturelle Germanistik, Interkulturelle Kommunikation, Medienwissenschaft
Schlagworte
Kulturwissenschaft, Frankreich, Deutschland, DDR, Kulturvergleich, Interkulturelle Kommunikation, Kulturgeschichte, Selbstwahrnehmung, Fremdwahrnehmung, Interdisziplinarität, Literatur, Kultur, Französische Literatur, Allgemeine Literaturwissenschaft, Interkulturalität, Romanistik, Literaturwissenschaft

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