Konstruktion – Verkörperung – Performativität

Genderkritische Perspektiven auf Grenzgänger_innen in Literatur und Musik

Welche Rolle spielen Genderkonstruktionen bei Grenzgänger_innen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, welche bei weiblichen Reisenden und Autorinnen des 19. Jahrhunderts? Was verbindet die Oper des 18. Jahrhunderts mit den Kompositionen des zeitgenössischen Black Metal?

In diesem Band werden zentrale Konzepte der Kulturwissenschaft wie »Konstruktion«, »Verkörperung« und »Performativität« mit Fragen der Gender Studies verknüpft. Die Beiträge nähern sich der Frage der Körperlichkeit von Genderperformanzen in

literaturwissenschaftlicher sowie musikwissenschaftlicher Perspektive und thematisieren dabei unter anderem Migration, die Frage des unbestimmten Geschlechts, die Dekonstruktion der Frau/Mann-Dichotomie sowie das Geschlecht des kulturellen Gedächtnisses.

Inhalt

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Vorwort

    Seiten 9 - 14
  4. Frauen unterwegs. Dimensionen der Fremdheit in »Grenzgänger_innengeschichten« zeitgenössischer Autorinnen

    Seiten 17 - 46
  5. Unbestimmtes Geschlecht zwischen Repräsentation und Performanz. Beobachtungen am Gegenwartsroman

    Seiten 47 - 64
  6. »Einer von uns«?. Über kulturelle Grenzgänger, Maskeraden und Kulturmodelle in Ilija Trojanows Der Weltensammler

    Seiten 65 - 88
  7. Der letzte Mensch - ein Mann/eine Frau. Anthropologische und genderspezifische Fragestellungen in den Romanen Die Wand von Marlen Haushofer und Die Arbeit der Nacht von Thomas Glavinic

    Seiten 89 - 100
  8. Bild und Frau

    Seiten 103 - 104
  9. Frau - Körper - Stimme. Genderperformanzen bei Elfriede Jelinek - Vergleichende Lektüren von Bild und Frau (1984) und Schatten (Eurydike sagt) (2012)

    Seiten 105 - 122
  10. Das Funktionelle und das Symbolhafte des Sexuellen in Marlene Streeruwitz' Roman Jessica, 30.

    Seiten 123 - 136
  11. Gender, Gedächtnis und Grenzräume in Reisetexten von Ida Hahn-Hahn und Ida von Düringsfeld

    Seiten 139 - 162
  12. Gattung, Gender, Gedächtnis. Untersuchungen zu Margarete von Valois und ihre Zeit. Ein Memoiren-Roman (1847) von Ida von Düringsfeld

    Seiten 163 - 180
  13. Musik und Geschlecht (ver-)handeln. Baldassare Galuppis Il mondo alla roversa o sia le donne che comandano

    Seiten 183 - 196
  14. Komponistinnen der Moderne. Bartók-Rezeption bei Elizabeth Maconchy und Jacqueline Fontyn

    Seiten 197 - 214
  15. Überwindung von Genre- und Gender-Grenzen?. Gedanken zur Zusammenarbeit von Fe-Mail und Enslaved im Band-Projekt Trinacria

    Seiten 215 - 230
  16. Autor_inn_en

    Seiten 231 - 234
  17. Backmatter

    Seiten 235 - 240
Mehr
32,99 € *

2015-12-10, 240 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3367-2

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

Preise inkl. Mehrwertsteuer. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Mengenrabatt

Weiterempfehlen

Andrea Horváth

Andrea Horváth, Universität Debrecen, Ungarn

Karl Katschthaler

Karl Katschthaler, Universität Debrecen, Ungarn

... mit Karl Katschthaler und Andrea Horváth

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Das Thema der Grenzgänger/-innen zwischen Kulturen und Geschlechtern ist in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur unübersehbar aktuell und muss es damit auch für die Literaturwissenschaft sein. Darüber hinaus kann diese Perspektive auch fruchtbar gemacht werden für die Beschäftigung mit der Literatur der Vergangenheit. In der Musikwissenschaft ist eine über die Frauenmusikforschung hinausgehende Geschlechterforschung im Vergleich relativ neu und kann von den Erfahrungen in anderen Disziplinen profitieren.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Eine besondere Stärke des Bandes besteht in seiner perspektivischen Vielfalt. Nicht nur zwei Disziplinen, die germanistische Literaturwissenschaft und die Musikwissenschaft sind vertreten, sondern zudem kommen die Beiträger/-innen auch aus zwei verschieden geprägten Wissenschaftskulturen, der deutschsprachigen und der ungarischen. Die unterschiedlichen Herangehensweisen zeigen die Diversität der Geschlechterforschung, treten aber auch in Dialog miteinander und eröffnen so neue Perspektiven.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Geschlechterkonstruktionen und die Subversion traditioneller Geschlechterrollen sowie das Ziel einer geschlechtergerechten Gesellschaft sind vieldiskutierte Fragen weit über die Grenzen der Wissenschaft und einzelner ihrer Disziplinen hinaus. Die Beiträge in unserem Band verknüpfen diese Themen mit Fragen der Migration, des Postkolonialismus, des kulturellen Gedächtnisses und der Performativität des Geschlechts in Literatur und Musik.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Studierenden mehrerer Disziplinen: der Literatur- und der Musikwissenschaft, der Geschlechterforschung und der Queer Studies sowie mit Forscher/-innen dieser Fachbereiche. Besonders interessant wäre es, das Buch mit interdisziplinär tätigen Expert/-innen zu diskutieren, die etwa am Bereich der Intermedialität interessiert sind.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Beschäftigung mit Grenzgänger/-innen zwischen Kulturen, Genres und Geschlechterkonstruktionen eröffnet neue Perspektiven für Literatur- und Musikwissenschaft.

Autor_in(nen)
Andrea Horváth / Karl Katschthaler (Hg.)
Buchtitel
Konstruktion – Verkörperung – Performativität Genderkritische Perspektiven auf Grenzgänger_innen in Literatur und Musik
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
240
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3367-2
DOI
Warengruppe
1562
BIC-Code
DSB AVA JFSJ
BISAC-Code
LIT000000 MUS020000 SOC032000
THEMA-Code
DSB AVA JBSF
Erscheinungsdatum
2015-12-10
Auflage
1
Themen
Geschlecht, Musik, Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft, Gender Studies, Kulturwissenschaften
Schlagworte
Gender, Literatur, Musik, Körper, Gedächtnis, 18. Jahrhundert, 19. Jahrhundert, Moderne, Gegenwart, Elfriede Jelinek, Ilija Trojanow, Oper, Black Metal, Allgemeine Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft, Gender Studies, Germanistik, Literaturwissenschaft

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung