Konstruktion – Verkörperung – Performativität

Genderkritische Perspektiven auf Grenzgänger_innen in Literatur und Musik

Welche Rolle spielen Genderkonstruktionen bei Grenzgänger_innen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, welche bei weiblichen Reisenden und Autorinnen des 19. Jahrhunderts? Was verbindet die Oper des 18. Jahrhunderts mit den Kompositionen des zeitgenössischen Black Metal?

In diesem Band werden zentrale Konzepte der Kulturwissenschaft wie »Konstruktion«, »Verkörperung« und »Performativität« mit Fragen der Gender Studies verknüpft. Die Beiträge nähern sich der Frage der Körperlichkeit von Genderperformanzen in

literaturwissenschaftlicher sowie musikwissenschaftlicher Perspektive und thematisieren dabei unter anderem Migration, die Frage des unbestimmten Geschlechts, die Dekonstruktion der Frau/Mann-Dichotomie sowie das Geschlecht des kulturellen Gedächtnisses.

32,99 € *

2015-12-10, 240 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3367-2

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Andrea Horváth

Andrea Horváth, Universität Debrecen, Ungarn

Karl Katschthaler

Karl Katschthaler, Universität Debrecen, Ungarn

... mit Karl Katschthaler und Andrea Horváth

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Das Thema der Grenzgänger/-innen zwischen Kulturen und Geschlechtern ist in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur unübersehbar aktuell und muss es damit auch für die Literaturwissenschaft sein. Darüber hinaus kann diese Perspektive auch fruchtbar gemacht werden für die Beschäftigung mit der Literatur der Vergangenheit. In der Musikwissenschaft ist eine über die Frauenmusikforschung hinausgehende Geschlechterforschung im Vergleich relativ neu und kann von den Erfahrungen in anderen Disziplinen profitieren.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Eine besondere Stärke des Bandes besteht in seiner perspektivischen Vielfalt. Nicht nur zwei Disziplinen, die germanistische Literaturwissenschaft und die Musikwissenschaft sind vertreten, sondern zudem kommen die Beiträger/-innen auch aus zwei verschieden geprägten Wissenschaftskulturen, der deutschsprachigen und der ungarischen. Die unterschiedlichen Herangehensweisen zeigen die Diversität der Geschlechterforschung, treten aber auch in Dialog miteinander und eröffnen so neue Perspektiven.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Geschlechterkonstruktionen und die Subversion traditioneller Geschlechterrollen sowie das Ziel einer geschlechtergerechten Gesellschaft sind vieldiskutierte Fragen weit über die Grenzen der Wissenschaft und einzelner ihrer Disziplinen hinaus. Die Beiträge in unserem Band verknüpfen diese Themen mit Fragen der Migration, des Postkolonialismus, des kulturellen Gedächtnisses und der Performativität des Geschlechts in Literatur und Musik.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Studierenden mehrerer Disziplinen: der Literatur- und der Musikwissenschaft, der Geschlechterforschung und der Queer Studies sowie mit Forscher/-innen dieser Fachbereiche. Besonders interessant wäre es, das Buch mit interdisziplinär tätigen Expert/-innen zu diskutieren, die etwa am Bereich der Intermedialität interessiert sind.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Beschäftigung mit Grenzgänger/-innen zwischen Kulturen, Genres und Geschlechterkonstruktionen eröffnet neue Perspektiven für Literatur- und Musikwissenschaft.

Autor_in(nen)
Andrea Horváth / Karl Katschthaler (Hg.)
Buchtitel
Konstruktion – Verkörperung – Performativität Genderkritische Perspektiven auf Grenzgänger_innen in Literatur und Musik
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
240
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3367-2
DOI
10.14361/9783839433676
Warengruppe
1562
BIC-Code
DSB AVA JFSJ
BISAC-Code
LIT000000 MUS020000 SOC032000
THEMA-Code
DSB AVA JBSF
Erscheinungsdatum
2015-12-10
Auflage
1
Themen
Geschlecht, Musik, Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft, Gender Studies, Kulturwissenschaften
Schlagworte
Gender, Literatur, Musik, Körper, Gedächtnis, 18. Jahrhundert, 19. Jahrhundert, Moderne, Gegenwart, Elfriede Jelinek, Ilija Trojanow, Oper, Black Metal, Allgemeine Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft, Gender Studies, Germanistik, Literaturwissenschaft

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