Arbeit im Lebenslauf

Verhandlungen von (erwerbs-)biographischer Normalität

Je nach historischer Epoche, räumlichem Kontext und gesellschaftlicher Schicht variiert die Verteilung von Arbeit und Nicht-Arbeit im Lebenslauf. Dieser Band relativiert gängige Vorstellungen von der Normalität des Arbeitens, indem er danach fragt, wie Individuen und Gruppen mit diesen Maßstäben, aber auch mit den Veränderungen in der gesellschaftlichen und ökonomischen Organisation von Arbeit umgehen: Wie reagieren sie, wenn sie den Standards von Normalitätskonzepten oder -fiktionen nicht genügen? Wie kommt es zu Abweichungen, Konkurrenzen und Wandel?

Die Beiträger_innen ermöglichen einen multidisziplinär ausgerichteten Blick auf die aktuellen Debatten über Arbeit, Prekarität und sozialen Wandel.

29,99 € *

2016-03-02, 212 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3373-3

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Therese Garstenauer

Therese Garstenauer, Universität Wien, Österreich

Thomas Hübel

Thomas Hübel, Institut für Wissenschaft und Kunst (IWK) Wien, Österreich

Klara Löffler

Klara Löffler, Universität Wien, Österreich

... mit den Herausgebern

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Weil zur Normalität von Arbeit im Lebenslauf, zu ihren Grenzen und zu den um sie geführten Aushandlungsprozessen immer noch viele Fragen offen sind. Und weil die Idee erwerbsbiographischer Normalität bis heute – mögen die empirischen Befunde dieser Leitvorstellung auch widersprechen – kaum an individueller Attraktivität und gesellschaftlicher Wirksamkeit verloren hat.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch gibt empirisch fundierte Einblicke in die Herausforderungen des Erwerbslebens, wie sie sich in unterschiedlichen Berufsfeldern, in unterschiedlichen Lebensphasen für Männer und Frauen, in unterschiedlichen Perioden des vergangenen und des aktuellen Jahrhunderts stellten und stellen. Zudem liefert das Buch in mikrologisch fundierter Empirie Korrekturen und Relativierungen in einem Forschungsfeld, das durch quantitativ aufgebaute Querschnittsanalysen geprägt ist.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Indem historisch-biographische Perspektiven mit strukturell-politischen Fragestellungen verknüpft werden, trägt der Sammelband zur interdisziplinären Auseinandersetzung um Wandel und Kontinuität von Arbeitswelten bei. Und er zeigt, dass das sogenannte Normalarbeitsverhältnis historisch betrachtet eher eine Ausnahme darstellt – was in den gegenwartsbezogenen Sozialwissenschaften zuweilen außer Acht gelassen wird.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Sozialwissenschafter_innen ebenso wie mit Praktiker_innen aus Sozial- und Wirtschaftspolitik, Personalmanagement und Arbeitsmarktverwaltung.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch erkundet (erwerbs-)biographische Normalität: von Dienstbotinnen der 1930er Jahre über Hafenarbeiter bis zu heutigen Wissensarbeiter_innen.

»Die Zusammenschau der verschiedenen Forschungsansätze und Ergebnisse liefert der Leserschaft in einer Synthese erhellende Einsichten und eröffnet Perspektiven aus verschiedenen Disziplinen. Der Band versammelt so [...] übersichtlich und prägnant spannende Impulse.«
Karin Lahoda, Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde (2017)
»Ein hochaktuelles Thema wird in diesem Buch hinsichtlich der jeweils ausgewählten Schwerpunkte gründlich und aspektreich bearbeitet und sehr praxisbezogen aus soziologischer Sicht, aber auch mit interdisziplinären Bezügen dargestellt.
Die Lektüre regt zum Nachdenken und Nacharbeiten an.«
Klaus Halfpap, www.socialnet.de, 04.07.2016
Buchtitel
Arbeit im Lebenslauf Verhandlungen von (erwerbs-)biographischer Normalität
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
212
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3373-3
DOI
Warengruppe
1724
BIC-Code
JHBL
BISAC-Code
SOC026000
THEMA-Code
JHBL
Erscheinungsdatum
2016-03-02
Auflage
1
Themen
Arbeit
Adressaten
Geschichtswissenschaft, Soziologie, Europäische Ethnologie, Arbeitswissenschaft sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Arbeit, Erwerbsarbeit, Lebenslauf, Prekarität, Normalität, Sozialer Wandel, Arbeits- und Industriesoziologie, Soziologie

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