Kunst in Arbeit

Künstlerisches Arbeiten zwischen Praxis und Phänomen

Kunst ist Arbeit! Doch wie genau gestaltet sie sich? Christiane Schürkmann taucht ein in die Wahrnehmung künstlerischer Prozesse und bringt das Entstehen von Kunstwerken zum Sprechen. In Kunstakademien und Kunsthochschulen, Ateliers und Ausstellungen nimmt die ethnografische Studie künstlerisches Arbeiten in seinen Vollzugspraktiken in den Blick. Aus einer soziologisch-ethnografischen Perspektive, die praxistheoretische Ansätze um die Phänomenologie Maurice Merleau-Pontys ergänzt, wird die Arbeit bildender Künstler_innen beschreibbar als eine reflexive Praxis, die besonders im Spannungsfeld zwischen Sehen und sich Zeigendem einen eigenen Zugang zur Welt und Wirklichkeit eröffnet.

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2017-04-12, 288 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3396-2

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Christiane Schürkmann

Christiane Schürkmann, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Deutschland

...mit Christiane Schürkmann

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Das Buch vermittelt aus einer soziologisch-ethnografischen Perspektive Einblicke in die Praxis künstlerischen Arbeitens im Bereich der Bildenden Kunst und fragt zugleich, wie künstlerische Praxis soziologisch-ethnografisch zugänglich gemacht werden kann. Hierzu werden praxistheoretische Überlegungen mit der Phänomenologie Merleau-Pontys ins Gespräch gebracht, um neben dem Bezug zu Wissen auch das Wahrnehmen als praktischen Zugang zu einem Feld stärker zu berücksichtigen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Eröffnet wird eine Perspektive auf künstlerisches Arbeiten, die sowohl das Profane, aber auch das Herausfordernde einer Praxis in den Vordergrund stellt, in der immer wieder »Eigenes« hervorgebracht wird. Die Studie veranschlagt zudem eine Perspektive auf Ethnografie, die den Forschenden »durch die Phänomene« seines Feldes gehen lässt, um dieses praktisch zu verstehen – dies ist bisher in dieser Weise noch nicht ausformuliert worden.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Studie leistet einen Beitrag in Bezug auf die Frage nach Möglichkeiten einer qualitativen Kunstforschung, sie schließt zudem an Diskurse um praktisch-künstlerisches Wissen an und versteht sich als theoretisch-empirischer Beitrag für die Verbindung praxistheoretischer und phänomenologischer Zugänge mit einer qualitativen Perspektivierung.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen interessierten Soziolog_innen, Kunstwissenschaftler_innen und Künstler_innen, so lässt sich das Buch an der Schnittstelle aller drei Bereiche verorten.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Künstlerisches Arbeiten und eine praxistheoretisch-phänomenologisch orientierte Ethnografie werden in diesem Buch zur Kooperation aufgefordert und beobachten sich gegenseitig.

»Das Potential der Studie und ihrer Lektüre für die Kulturmanagementforschung und -praxis liegt [...] in der vorgeschlagenen Methodologie für qualitative Kunstforschung, bietet sie doch eine vielversprechende Alternative zu den gegenwärtig dominanten, positivistischen Evaluationsansätzen im Kulturmanagement.«
Leticia Labaronne, Zeitschrift für Kulturmanagement, 1 (2018)
Autor_in(nen)
Christiane Schürkmann
Buchtitel
Kunst in Arbeit Künstlerisches Arbeiten zwischen Praxis und Phänomen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
288
Ausstattung
kart., zahlr. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-3396-2
DOI
10.14361/9783839433966
Warengruppe
1729
BIC-Code
JHB ABA JFC
BISAC-Code
SOC026000 ART009000 SOC022000
THEMA-Code
JHB ABA JBCC
Erscheinungsdatum
2017-04-12
Auflage
1
Themen
Sozialität, Kunst
Adressaten
Soziologie, Kunstwissenschaft sowie Praktiker_innen im Bereich der bildenden Kunst
Schlagworte
Kunst, Künstlerische Praxis, Ethnografie, Kunstsoziologie, Phänomenologie, Arbeit, Sozialität, Kultursoziologie, Qualitative Sozialforschung, Soziologie

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