Zwischen Dokumentation und Imagination

Neue Erzählstrategien im ethnologischen Film

Dokumentarfilme erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Es scheint, als ermögliche das digitale Zeitalter diesen Filmen eine neue Freiheit: Neue Erzählstrategien des ethnologischen Films überschreiten zunehmend die Grenzen zwischen fiktionalen und dokumentarischen Formen.

Anhand von sechs Einzelanalysen ausgewählter Dokumentarfilme zeigt Vanessa Marlog zukunftsweisende Entwicklungen und Tendenzen des zeitgenössischen ethnologischen Films auf. Ihr medienanalytischer Ansatz, der zudem Verbindungen zu populäreren Werken aus Kino und Fernsehen zieht, macht die Studie über die Grenzen des Fachs hinaus anschlussfähig.

34,99 € *

2016-01-28, 218 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3398-6

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Vanessa Marlog

Vanessa Marlog, Ludwig-Maximilians-Universität München, Deutschland

... mit Vanessa Marlog

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Es gibt Filme, die eine neue Perspektive auf die Welt eröffnen, die erahnen lassen, dass das, was man immer angenommen hat, vielleicht nicht immer so bleiben muss oder vielleicht auch nie so war. Manchmal lassen diese Filme uns eintauchen in das Leben eines oder einer Fremden und zwar so tief, dass wir plötzlich einen neuen Blick auf unser eigenes Leben bekommen. Wir lernen in diesen Momenten etwas über die anderen und über uns. Mich interessiert, welche sogenannten ethnologischen (Dokumentar-)Filme so etwas können und wie sie es machen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

In sechs Detailanalysen versuche ich, den Strategien dieser besonderen ethnologischen Filme auf den Grund zu gehen. Dafür nehme ich eine selbstreflexive, ethnologische Perspektive ein. Dabei bleiben die Filme nicht in ihrem ›ethnologischen Kosmos‹, sondern werden zu populäreren, zeitgenössischen Werken in Beziehung gesetzt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Grenzüberschreitung und Vernetzung der verschiedenen Genres und ihre gegenseitige Durchdringung ist Gegenstand vieler zeitgenössischer kunst-, literatur- und kulturwissenschaftlicher Forschungsdebatten. Sie lässt sich darüber hinaus von jedem von uns tagtäglich in den Medien und in digitalen Welten verfolgen. Man kommt an dem Thema nicht vorbei, es prägt unsere Zeit.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Robert J. Flaherty (1884-1951), der mit ›Nanook of the North‹ einen Film geschaffen hat, der schon früh die Diskussion um Dokumentation und Imagination in der Wissenschaft befeuert hat. Für mich persönlich war der Film über den Alltag des Inuit Nanook und seiner Familie einer dieser ganz besonderen Filme, die mir eine neue Perspektive eröffnet haben.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Ein Buch über Filme, die mit innovativen Erzählstrategien kulturelle Prozesse darstellen und reflektieren und damit ›ein Stück Welt‹ nachvollziehbarer machen.

»Die Autorin bleibt in ihren Analysen und Beschreibungen ganz nah an den Filmen, die sie sehr differenziert zu würdigen weiß.«
Hans Helmut Prinzler, www.hhprinzler.de, 25.05.2016
Besprochen in:
MEDIENwissenschaft, 4 (2016), Malte Hagener
Anthropos, 112 (2017), Torsten Näser
Autor_in(nen)
Vanessa Marlog
Buchtitel
Zwischen Dokumentation und Imagination Neue Erzählstrategien im ethnologischen Film
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
218
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3398-6
DOI
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD APFA JHMC
BISAC-Code
PER004030 SOC002010
THEMA-Code
JBCT ATF JHMC
Erscheinungsdatum
2016-01-28
Auflage
1
Themen
Film
Adressaten
Ethnologie, Medienwissenschaft, Filmwissenschaft, Bildwissenschaft
Schlagworte
Dokumentarfilm, Kino, Ethnologie, Visuelle Anthropologie, Film, Medien, Medienanalyse, Kulturanthropologie, Medienwissenschaft

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