Paradoxien der Biopolitik

Politische Philosophie und Gesellschaftstheorie in Italien

Welche Rolle spielt die Persistenz des Todes im Inneren einer Politik des Lebens? In einer kritischen Rekonstruktion und Ergänzung der Begriffe und Thesen von Giorgio Agamben, Roberto Esposito sowie Michael Hardt und Antonio Negri entlarvt der italienische Soziologe Ruggiero Gorgoglione die zentralen Paradoxien der Biopolitik.

Am Beispiel des biopolitischen Dispositivs veranschaulicht der Band, wie Philosophie und Gesellschaftstheorie in Italien einen grundlegenden Beitrag zur Lösung dringender Probleme des Politischen leisten können.

39,99 € *

2016-08-04, 404 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3400-6

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Ruggiero Gorgoglione

Ruggiero Gorgoglione, Goethe-Universität Frankfurt a.M., Deutschland

... mit Ruggiero Gorgoglione

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Der Begriff des Lebens steht immer mehr in Zentrum der politischen Diskurse der Gegenwart. Es geht darum, ein Leben zu beschützen, zu verbessern oder auch abzugrenzen und sogar zu vernichten. Ausgehend von diesem Hintergrund wird grundlegend verstanden, wie Diskurse über das Leben und Politik verbunden sind. Dieses Verhältnis ist allerdings von Paradoxien ausgezeichnet, die sichtbar werden müssen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Mein Buch kann eine neue Phase der Interpretation und des Gebrauchs der Perspektiven von Agamben und Hardt/Negri öffnen, indem einige Missverständnisse in der Rezeption dieser Theorien erklärt werden. Außerdem werden Autoren wie Esposito, Bazzicalupo und Marzocca thematisiert, die zu einer Erweiterung der Analytik der Biopolitiken beitragen können. Mein Buch stellt insofern eine Brücke zwischen dem philosophischen Diskurs in Italien und der soziologische Forschung in Deutschland dar.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Dieses Buch erklärt zunächst, warum gerade in Italien der Begriff der Biopolitik im Mittelpunkt der philosophischen und gesellschaftstheoretischen Debatte steht. Allerdings geht es nicht um eine bloße Rekonstruktionsarbeit. Das Buch bietet einige theoretische Werkzeuge, die sowohl in der Analytik der politischen Diskurse über das Leben als auch in der politischen Praxis verwendet werden können.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Die Diskussion über die Biopolitik kann weder auf etwas wie eine Forschungsgemeinschaft noch auf einige politische Akteuren beschränkt werden. In dem Maße, in dem jeder Bürger sowohl als Individuum als auch als Teil einer Bevölkerung gleichzeitig Subjekt und Objekt von Biopolitiken ist, müssen die Implikationen der Biopolitik mit jedem Bürger diskutiert werden. Es geht um eine ethische und politische Aufgabe.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Biopolitik ist von Paradoxien ausgezeichnet, die sichtbar werden können. Das ist die theoretische und ethisch-politische Aufgabe dieses Buchs.

Autor_in(nen)
Ruggiero Gorgoglione
Buchtitel
Paradoxien der Biopolitik Politische Philosophie und Gesellschaftstheorie in Italien
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
404
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3400-6
DOI
10.14361/9783839434000
Warengruppe
1739
BIC-Code
JPA JHBA HPS
BISAC-Code
POL010000 SOC026000 PHI019000
THEMA-Code
JPA JHBA QDTS
Erscheinungsdatum
2016-08-04
Auflage
1
Themen
Gesellschaft, Politik, Biopolitik
Adressaten
Soziologie, Philosophie, Gesellschaftstheorie, Politikwissenschaft
Schlagworte
Biopolitik, Thanatopolitik, Analogie, Immunisierung, Dispositiv, Bioökonomie, Giorgio Agamben, Roberto Esposito, Michael Hardt, Antonio Negri, Gesellschaft, Politik, Soziologische Theorie, Politische Philosophie, Philosophie, Soziologie

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