Kreativpolitik

Über die Machteffekte einer neuen Regierungsform des Städtischen

Die »kreative Stadt« ist in den vergangenen Jahren zu einer global zirkulierenden mobile policy geworden, deren Programme und Strategien auch in Deutschland von vielen Städten begeistert aufgenommen wurden.

Inwiefern trägt dieses Politikmodell zur Restrukturierung von Stadtpolitik und lokaler Staatlichkeit bei? Wie verändert es sich im Zuge seiner Artikulation und Implementierung auf städtischer Ebene? Führt es zum Ausverkauf demokratischer Teilhabe in der Stadt? Welche Formen des Widerstandes und des Unvernehmens lassen sich beobachten?

Theoretisch versiert und empirisch fundiert untersucht Iris Dzudzek am Beispiel der Stadt Frankfurt am Main die lokale Artikulation und Aushandlung globaler Prozesse.

34,99 € *

2016-07-11, 388 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3405-1

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Iris Dzudzek

Iris Dzudzek, Goethe-Universität Frankfurt a.M., Deutschland

... mit Iris Dzudzek

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Städte haben das Thema Kreativität für sich entdeckt und ihre Förderpolitiken, -strategien und -programme neu ausgerichtet. Die ›kreative Stadt‹ ist in den vergangenen Jahren für unzählige postindustrielle Metropolen zu einem Politikmodell geworden, das ihre gegenwärtigen Entwicklungsprobleme zu lösen verspricht und sich als ›mobile policy‹ global verbreitet hat. Bislang fehlte eine kritische Betrachtung der Frage, wie die kreative Stadt als global reisendes Politikmodell die gegenwärtige Regierung von Städten restrukturiert.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Diese Lücke schließt mein Buch, indem es sich am Beispiel der Stadt Frankfurt am Main der Frage widmet, wie sich das global verfügbare Modell der ›creative policies‹ mit lokalen Regierungsrationalitäten artikuliert, welche Machteffekte es zeitigt und wie eine alternative Politik und zivilgesellschaftliche Praxis aussehen kann, die die kreative Stadt als ein Recht für alle realisiert.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Debatte um ›policy mobilities‹ fokussierte bislang in erster Linie die Rationalitäten und das Reisen globaler Politikmodelle. Wie sich diese Politiken in lokales Handeln übersetzen und wie sie sich in diesem Prozess ihres Performativwerdens verändern, war bislang weitgehend unerforscht. Mit der Perspektive der Artikulation entwickle ich einen neuen theoretischen Ansatz, mit dem die lokale Hervorbringung und die Machteffekte reisender Politikmodelle sichtbar werden.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Die Arbeit an diesem Buch war von einem stetigen Austausch mit Akteuren aus Stadtpolitik und -verwaltung, Künstler_innen und Kreativen sowie städtischen sozialen Bewegungen geprägt, den ich auch in Zukunft fortführen möchte.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Hier lesen Sie eine kritische Auseinandersetzung mit dem global reisenden Politikmodell der kreativen Stadt, das gegenwärtig die Regierung von Städten restrukturiert.

O-Ton: »Die Widersprüche der kreativen Stadt« – Vortrag von Iris Dzudzek auf dem Cityleaks-Kongress 2015, übertragen auf Deutschlandfunk Nova am 05.09.2015.
(http://bit.ly/2xpwUCh)
Besprochen in:
openTa, 13.10.2016, Christoph Kehl
Fundraiser-Magazin, 6 (2016)
public, 11 (2016)
Literaturdatenbank ORLIS, 11 (2016)
www.kommunalweb.de, 11 (2016)
dérive, 66 (2017), Klaus Ronneberger
Autor_in(nen)
Iris Dzudzek
Buchtitel
Kreativpolitik Über die Machteffekte einer neuen Regierungsform des Städtischen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
388
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3405-1
DOI
10.14361/9783839434055
Warengruppe
1662
BIC-Code
RGC JPQB JPR
BISAC-Code
SOC015000 POL038000 POL020000
THEMA-Code
RGC JPQB JPR
Erscheinungsdatum
2016-07-11
Auflage
1
Themen
Kultur, Politik, Stadt, Raum
Adressaten
Geographie, Kulturwissenschaften, Politologie, Sozialwissenschaften sowie Praktiker_innen aus der kommunalen Wirtschafts- und Kulturpolitik und Kreative und Kulturschaffende mit stadtpolitischem Interesse
Schlagworte
Kreativität, Kreative Stadt, Kreativwirtschaft, Stadtforschung, Wirtschaftsgeographie, Gouvernementalität, Performativität, Frankfurt am Main, Raum, Stadt, Politik, Kulturgeographie, Kulturpolitik, Kommunalpolitik, Partizipation, Urban Studies, Geographie

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