Grenzen der Überschreitung

Kontroversen um Transkultur, Transgender und Transspecies

Transgender, Transkulturalität, Transnationalität – Konzepte des Trans erleben eine politische und wissenschaftliche Konjunktur. In ihnen geht die Forderung nach einer Öffnung von soziokulturellen Identitäten auf. Doch die fluide gewordenen Grenzen von nationalen, sozialen und körperlichen Räumen drohen sich in Traditionen und Neorassismen erneut zu verfestigen: So werden Werte der bürgerlichen Kleinfamilie ebenso wie rechtspopulistische Positionen nicht nur immer wieder thematisiert, sondern in verschiedenen medialen und sozialen Kanälen reproduziert.

Die Beiträge des Bandes fragen daher: Durch welche Prozesse essentialisieren sich Transkonzepte – und an welchen normativen Grenzen zerbrechen sie?

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2016-09-29, 278 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3444-0

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Stephanie Lavorano

Stephanie Lavorano, Universität Gießen, Deutschland

Carolin Mehnert

Carolin Mehnert, Universität Tübingen, Deutschland

Ariane Rau

Ariane Rau, Universität Tübingen, Deutschland

... mit den Herausgeberinnen

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

In einer Gesellschaft, die von Globalisierung und Migration geprägt ist, sind Grenzüberschreitungen im Zeichen des ›trans‹ alltäglich. Diesem Hype der globalen Vernetzung stehen neue Ausgrenzungsmechanismen gegenüber, die in Debatten um Migration und Flucht an Intensität gewinnen. Das Buch widmet sich diesen Spannungsverhältnissen, indem es einen kritischen Blick auf die Potenziale und Risiken der Trans-Diskurse wirft.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Der Band bietet zum einen den ersten umfassenden Überblick über das Verhältnis zwischen der Überwindung von Grenzen und der Grenzziehung und plädiert zum anderen für eine neue Perspektive auf die soziale, religiöse und geschlechtliche Vielfalt und die darin vertretenen Transidentitäten.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Anstelle einer rein theoretischen Sichtweise werden komplexe Beispiele aus der Literatur- und Kulturwissenschaft sowie der Rassismus- und Geschlechterforschung vorgestellt und kontrovers diskutiert. Dadurch trägt der Band zu einer fruchtbaren transdisziplinären Diskussion um die Zukunft der Trans-Konzepte bei und fördert eine dringend erforderliche Revision der Konzepte um Transkulturalität, Transgender, Transnationalität etc.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Judith Butler, weil Ihre Schriften die Geschlechtergrenzen gesprengt haben; mit Wolfgang Welsch, weil er die kulturwissenschaftlichen Disziplinien für Transkonzepte geöffnet hat; und Frauke Petry, weil die AfD für eine rigorose Errichtung von Grenzen wirbt.

5. Ihr Buch in einem Satz:

»Grenzen der Überschreitung« fragt nach der Freiheit Grenzen zu überschreiten und deren gleichzeitiger Oppressivität.

»Das Buch ist interessant, weil es ambitioniert und ambivalent ist und daher zum Denken anregt.«
Persson Perry Baumgartinger, stimme, 103 (2017)
Buchtitel
Grenzen der Überschreitung Kontroversen um Transkultur, Transgender und Transspecies
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
278
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3444-0
DOI
10.14361/9783839434444
Warengruppe
1510
BIC-Code
JFC DSB
BISAC-Code
SOC022000 LIT000000
THEMA-Code
JBCC DSB
Erscheinungsdatum
2016-09-29
Auflage
1
Themen
Kultur, Geschlecht, Literatur
Adressaten
Kulturwissenschaft, Queer Studies, Kulturtheorie, Literaturtheorie, Soziologie, Gender Studies, Critical Race Studies, Animal Studies, Medienwissenschaft
Schlagworte
Kultur, Literatur, Rassismus, Transgender, Transspecies, Transkulturalität, Transtextualität, Transnationalität, Transsozialität, Cultural Studies, Kulturtheorie, Allgemeine Literaturwissenschaft, Gender Studies, Kulturwissenschaft

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