Bildung der Arbeitsgesellschaft

Intersektionelle Anmerkungen zur Vergesellschaftung durch Bildungsformate

Die Erwerbsarbeitsgesellschaft bildet ihre Strukturen und Prozesse durch die Subjektivierung von Individuen. Formale, non-formale und informelle Modi von Bildung, die wegen neoliberaler Transformationen ihrerseits einem Wandel unterliegen, dienen diesem Zweck. Für einen kritischen Begriff von Bildung sowie für die berufliche Praxis (Schule, Sozialpädagogik, Erwachsenenbildung) ergeben sich daraus zahlreiche Konsequenzen.

Anselm Böhmer befragt Formate von Bildung auf ihre subjektivierenden Aspekte hin und zieht hierzu Ansätze der Gouvernementalitätsstudien (Foucault, Butler), der aktuellen Bildungsdebatte (Koller, Ricken) und intersektionelle Entwürfe heran.

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2016-11-28, 218 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3449-5

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Anselm Böhmer

Anselm Böhmer, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, Deutschland

... mit Anselm Böhmer

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Neoliberale Formen der Erwerbsarbeit prägen spätmoderne Gesellschaften wie die deutsche in erheblichem Umfang. Daraus resultieren Benachteiligungen verschiedener Personengruppen, die im Buch thematisiert und besonders im Hinblick auf die Schnittstellen verschiedener Diskriminierungen untersucht werden. Angesichts neoliberaler Anrufungen zur Selbstoptimierung und andauernder Aktivierung wird Bildung für diese Vergesellschaftung zusehends bedeutsamer.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch zeigt die gesellschaftliche Entwicklung des Neoliberalismus und verbindet sie mit jener der Erwerbsarbeit unter intersektioneller Hinsicht. Damit eröffnet das Buch neue Perspektiven darauf, wie sich diese gesellschaftlichen Transformationen auf die Subjektivierung sowie die alltägliche Lebensführung der Einzelnen auswirken und welche besondere Rolle der Bildung hierbei zukommt – auch im Hinblick auf Benachteiligungen. Deshalb fragt das Buch auch nach bildungspolitischen Konsequenzen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die aktuellen Forschungsdebatten kreisen in unterschiedlicher Form um die Herausforderungen spätmoderner Gesellschaften wie Globalisierung, Pluralisierung, Individualisierung, Multioptionalität oder auch Entgrenzung der gesellschaftlichen Funktionszusammenhänge. Hierbei spielen Erwerbsarbeit und Bildung durchgängig eine große Rolle, da in diesen Zusammenhängen die Formen der Vergesellschaftung einem Wandel unterworfen sind. Sie näher zu erfassen, ist der forschungsbezogene Ansatz des Buches.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mein Buch würde ich am liebsten mit den Menschen diskutieren, die den Auswirkungen neoliberaler Arbeitsverhältnisse am stärksten ausgesetzt sind: jene in prekärer Beschäftigung und in den mehrfachen Benachteiligungen, z.B. hinsichtlich Geschlecht, Ethnie, Klasse, Aufenthaltsstatus etc. Denn von ihnen erhoffe ich mir zusätzliche Anregungen, um bezüglich der im Buch untersuchten Fakten weiterführende Konsequenzen für Bildungspolitik und -praxis ableiten zu können.

5. Ihr Buch in einem Satz:

In der späten Moderne fordern neoliberale Anrufungen subjektive Selbstbewirtschaftung; Bildung kann dabei affirmativ und emanzipatorisch fungieren.

Autor_in(nen)
Anselm Böhmer
Buchtitel
Bildung der Arbeitsgesellschaft Intersektionelle Anmerkungen zur Vergesellschaftung durch Bildungsformate
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
218
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3449-5
DOI
Warengruppe
1578
BIC-Code
JKSN JNA
BISAC-Code
SOC025000 EDU040000 SOC026000
THEMA-Code
JKSN JNA
Erscheinungsdatum
2016-11-28
Auflage
1
Themen
Gesellschaft, Arbeit, Bildung
Adressaten
Pädagogik, Sozialwissenschaften sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Erwerbsarbeit, Inklusion, Gouvernementalität, Bildung, Postcolonial Studies, Arbeit, Gesellschaft, Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Bildungssoziologie, Pädagogik

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