CyberPlaces – Philosophische Annäherungen an den virtuellen Ort

Unser Alltag ist von technisch erzeugter Virtualität nicht nur geprägt – er wird in vielen Bereichen durch sie bestimmt. Die Informationsgesellschaft pflegt einen selbstverständlichen Umgang mit sich immer weiter entwickelnden technischen Geräten. Als Schein oder Unwirklichkeit konnotiert, bleiben die neuen Phänomene der Virtualität dabei jedoch weitgehend unreflektiert. Tobias Holischkas phänomenologische Analyse zeigt, dass insbesondere der virtuelle Ort als versammelndes Prinzip eine Realität schafft, die – ganz im Gegensatz zum abstrakten Konzept des Cyberspace – eine ontologische Verbindung zur menschlichen Alltagswelt herstellt und sie auf diese Weise erweitert.

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2016-05-20, 212 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3463-1

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Tobias Holischka

Tobias Holischka, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Deutschland

... mit Tobias Holischka

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die akademische Philosophie beschäftigt sich gerne und mit gutem Recht mit ihren traditionellen Themen. Doch daneben hat sie auch den Auftrag, die neuen Phänomene und Auswirkungen zeitgenössischer technischer Entwicklungen zu beschreiben, zu bewerten und einzuordnen. Insbesondere die computergenerierte Virtualität stellt das, was wir für die Wirklichkeit halten, in Frage und macht sie zum Gegenstand technischer Konstruktion. Bücher zu diesem Thema sind mehr als notwendig!

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Jenseits von medienkritischen Unkenrufen und naivem Technik-Enthusiasmus spannt das Buch einen Bogen aus der philosophischen Tradition zu den aktuellen virtuellen Welten. Das Verhältnis von Kunst und Technik ist dafür ebenso fruchtbar wie die Ortsphänomenologie und die Modallogik. Insbesondere das Prinzip der Verortung erweist sich als verbindende Struktur zwischen materieller Wirklichkeit und virtuellem Konstrukt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Virtualität ist kein Phänomen, das gänzlich neu beschrieben werden müsste. Vielmehr steht es am Ende zahlreicher älterer interdisziplinärer Diskurse, aus denen wir viele Erkenntnisse gewinnen können, wenn wir den Blick darauf lenken. Der virtuelle Ort ist wiederum ein neuer Ansatz, der viele Probleme des abstrakten Cyberspace-Konzepts zu überwinden vermag. Der aktuelle Diskurs um virtuelle Welten tut gut daran, ihn als realen Teil der menschlichen Lebenswelt anzuerkennen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Sehr gerne diskutiere ich mit allen Interessierten aus den beteiligten Disziplinen. Besonders reizt mich eine Unterhaltung mit VR-Designern für Head-Mounted Displays, denn es wird immer dann spannend, wenn Theorie auf Praxis trifft.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Virtuelle Orte sind ein Teil der menschlichen Lebenswelt – erst wenn wir das akzeptieren, können wir sie als das verstehen was sie sind.

»Eine solide Untersuchung, die in den Vordergrund stellt, dass auch virtuelle Welten in der realen Welt verortet sind, ebenso physikalisch (in Computern) wie auch logisch.«
Percy Turtur, Widerspruch, 64 (2017)
»Diese wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem virtuellen Ort als Phänomen ist eine Bereicherung sowohl für den medienpädagogischen Diskurs als auch ein interessanter Beitrag zum Diskurs rund um das Thema der Digitalisierung.«
Weiterbildung – Zeitschrift für Grundlagen, Praxis und Trends, 3 (2017)
»Eine facettenreiche und präzise Annäherung an eine Phänomenologie des virtuellen Orts. Die zahlreichen Beispiele sind anschaulich und argumentativ plausibel gewählt, so dass die Theorieperspektive produktiv und stichhaltig entwickelt wird.«
Lars C. Grabbe, MEDIENwissenschaft, 1 (2017)
Besprochen in:
GMK-Newsletter, 7/8 (2016)
E-3, 9 (2016)
Fraunhofer IRB, 8 (2016)
Autor_in(nen)
Tobias Holischka
Buchtitel
CyberPlaces – Philosophische Annäherungen an den virtuellen Ort
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
212
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-3463-1
DOI
10.14361/9783839434635
Warengruppe
1725
BIC-Code
JHB RGC JFD HP
BISAC-Code
SOC026000 SOC052000
THEMA-Code
JHB RGC JBCT QD
Erscheinungsdatum
2016-05-20
Auflage
1
Themen
Medien, Raum
Adressaten
Philosophie, Soziologie, Medienwissenschaft
Schlagworte
Virtualität, Ort, Raum, Computerspiel, Wirklichkeit, Cyberspace, Phänomenologie, Technik, Gesellschaft, Philosophie, Medien, Medienphilosophie, Medientheorie, Kulturphilosophie

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