Widerspenstige Alltagspraxen

Eine queer-feministische Suchbewegung wider den Kapitalozentrismus

Widerspenstige Alltagspraxen sind kollektive Experimente, die sich auf der Suche nach emanzipatorischen Alternativen menschlichen Zusammenlebens und -arbeitens befinden. In drei Suchbewegungen verfolgt Madeleine Sauer die Frage, wie dominante Wissensproduktionen über Kapitalismus und Demokratie die Analyse widerspenstiger Alltagspraxen erschweren, welche queer-feministischen und herrschaftskritischen Theorieperspektiven dazu beitragen, jene Praxen in den Fokus zu nehmen, und was die Theorieproduktion von den gelebten Praxen lernen kann.

Hierzu werden drei Praxisbeispiele aus dem Bereich der Raum(aneignungs)- und Stadtpolitiken – das Mietshäuser Syndikat, der Wagenplatz Schwarzer Kanal und das Projekt NewYorck im Bethanien – exemplarisch analysiert.

34,99 € *

2016-07-19, 266 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3469-3

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Madeleine Sauer

Madeleine Sauer, Politikwissenschaftlerin, Berlin, Deutschland

... mit Madeleine Sauer

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Viele Kapitalismuskritiken produzieren ein Wissen über kapitalistische Verhältnisse, das deren Überwindung kaum denken kann. Dennoch gibt es das Phänomen widerspenstiger Alltagspraxen: Sie versuchen, die kapitalistisch organisierten Herrschaftsverhältnisse zu überwinden.

Ich möchte zeigen, dass dieses Handeln nicht naiv ist, sondern ein Schritt in Richtung einer postkapitalistischen Gesellschaft sein kann.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Für Feminist_innen: Es lohnt sich auch jenseits der Auseinandersetzung mit sex, gender & desire, queer-feministische Perspektiven einzunehmen.

Für Kapitalismuskritiker_innen: Auch Marxist_innen können in ihrem Alltag mit der Revolution beginnen.

Für Demokratietheoretiker_innen: Demokratie ist auch eine Lebensform und Alltagspraxis.

Für die widerspenstigen Alltagspraxen: Es gibt auch Theorien, die im Dialog mit konkreten Alltagspraxen versuchen, die kollektive Handlungsfähigkeit zu stärken.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Interdisziplinäres quer-lesen und solidarisches Diskutieren miteinander sowie mehr Aufmerksamkeit für die Vielfalt an widerspenstigen Alltagspraxen bereichert den Wissenshorizont und zeigt gesellschaftliche Transformationspotenziale auf.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Ich würde mit J.K. Gibson-Graham (bzw. Katherine Gibson), Friederike Habermann und Antke Engel zu einer Versammlung des Mietshäuser Syndikats gehen und mit den Aktivist_innen mein Buch diskutieren. Wenn es nicht den Rahmen sprengt, würde ich auch noch Birgit Sauer, Isabell Lorey, Ralf Burnicki und Ulrich Brand mitbringen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Und es gibt sie doch: Wer in emanzipatorischer Absicht die Welt verändern will, darf die (kollektiven) Alltagspraxen nicht ignorieren.

»Ein spannender Beitrag zu gelebter Demokratie.«
Antonia Laudon, WeiberDiwan, 17 (2016)
Autor_in(nen)
Madeleine Sauer
Buchtitel
Widerspenstige Alltagspraxen Eine queer-feministische Suchbewegung wider den Kapitalozentrismus
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
266
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3469-3
DOI
Warengruppe
1726
BIC-Code
JFSK JFSJ
BISAC-Code
SOC012000 SOC032000
THEMA-Code
JBSJ JBSF
Erscheinungsdatum
2016-07-19
Auflage
1
Themen
Geschlecht, Politik, Neoliberalismus
Adressaten
Politikwissenschaft, Gender Studies, Politische Philosophie, Soziologie
Schlagworte
Gender Studies, Queer-Feminismus, Kapitalismuskritik, Demokratietheorie, Alltagspraktiken, Handlungsfähigkeit, Gender, Neoliberalismus, Queer Theory, Raum, Kulturwissenschaft

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