Die transformative Stadt

Reflexive Stadtentwicklung jenseits von Raum und Identität

Urbane Diversität ist als Diskurslinie aus den zeitgenössischen Beiträgen zur Stadtentwicklung nicht mehr wegzudenken. Allerdings wurde bislang übersehen, dass jenes Wechselspiel der Identitäten auch den Sozialraum beeinflusst. Die Transformation des Raumes nimmt zu. Die Stadt wird zur Transcity.

Die uns einmal gelehrte Weisheit »Wie es in den Wald hineinruft, so schallt es heraus« erweist sich als unzuverlässige Maxime: Was Stadtmenschen in »ihren« Stadtteil hineinzurufen meinen, prallt nur noch bruchstückhaft von den Fassaden ab, als Wunsch, Verklärung oder Hoffnung. Andreas Thiesen entwirft Konzepte reflexiver Stadtentwicklung, zeigt Planungsfehler auf und verhandelt das bis heute nicht gelöste »Beteiligungsproblem« der Stadtentwicklung neu.

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2016-05-23, 156 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3474-7

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Andreas Thiesen

Andreas Thiesen, HTWK Leipzig, Deutschland

... mit Andreas Thiesen

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

In der Theorie und Praxis der Stadtentwicklung bildet die Interdependenz von Raum und Identität den analytischen Ausgangspunkt. Viel entscheidender ist jedoch die Reflexion ihrer wechselseitigen Transformation: Urbane Diversität führt zu einer Veränderung der sozialräumlichen Kontextbedingungen. Die transformative Stadt benötigt neue Planungs- und Entwicklungskonzepte, will sie zukunftsfähige Vorstellungen von Urbanität generieren. Einen Beitrag zur reflexiven Praxis leistet dieses Buch.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch eröffnet Perspektiven der Transcity. Im Mittelpunkt stehen die Reflexion reproduktiver Vorstellungen von Urbanität und die Überwindung bipolarer Diskursschleifen wie Schrumpfung vs. Wachstum, Aneignung vs. Verdrängung oder Leipzig vs. Berlin. Die Transcity ist eine Stadt, die über sich selbst hinauswächst.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

In der Forschung verbieten sich ›Warum‹-Fragen, da das Erkenntnisinteresse auf akzeptierten Grundannahmen aufbaut und dadurch an Offenheit verliert. In der Stadtforschung ist jedoch genau dies der Fall: Der Raum dient der wissenschaftlichen Legitimation und gerät selbst kaum in Bewegung. Eine Stadtsoziologie mit offenem Raumverständnis wird zur fragenden Wissenschaft. Die Schranken zwischen Kultur- und Stadtsoziologie verschwinden in gleichem Maße wie die Kategorien Raum und Identität verschwimmen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Stuart Hall, Henri Levebvre, Le Corbusier und Jane Jacobs. Urbane Realutopien lassen sich jedoch ebenso gut mit Studierenden, Kolleg_innen und Stadtbewegten formulieren.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die transformative Stadt bringt den Raum zum Tanzen, zeigt Planungsfehler auf und verhandelt die wichtigsten Fragen der Stadtentwicklung neu.

Besprochen in:
Fraunhofer IRB, 8 (2016)
vhw Forum Wohnen und Stadtentwicklung, 4 (2016)
idw - Informationsdienst Wissenschaft, 14.09.2016, Rebecca Schweier
public, 9 (2016)
www.socialnet.de, 13.10.2016, Detlef Baum
Leipziger Zeitung, 21.10.2016, Ralf Julke
asyl aktuell, 3 (2016)
Vier Viertel Kult, 4 (2017)
Autor_in(nen)
Andreas Thiesen
Buchtitel
Die transformative Stadt Reflexive Stadtentwicklung jenseits von Raum und Identität
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
156
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-3474-7
DOI
10.14361/9783839434741
Warengruppe
1663
BIC-Code
RPC JFSG RGC
BISAC-Code
POL002000 SOC026030 SOC015000
THEMA-Code
RPC JBSD RGC
Erscheinungsdatum
2016-05-23
Auflage
1
Themen
Soziale Ungleichheit, Stadt
Adressaten
Architektur, Kulturwissenschaften, Politikwissenschaften, Raumwissenschaften, Soziale Arbeit, Soziologie, Stadtsoziologie
Schlagworte
Diversity, Identität, Kultur, Raum, Stadtentwicklung, Transformation, Stadt, Soziale Ungleichheit, Stadtplanung, Urban Studies, Sozialgeographie, Soziologie

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