Peripherisierung und Stadt

Städtische Planungspolitiken gegen den Abstieg

Nicht nur ländliche Räume, sondern auch Städte sind von Peripherisierung betroffen: Einwohner_innen wandern ab, innovationsschwache Unternehmen streichen Arbeitsplätze, Schulen und Bahnhöfe schließen, Kommunen geraten in Finanznot und die Presse ist von Negativschlagzeilen dominiert. Eine Abwärtsspirale aus Abwanderung, Abkopplung, Abhängigkeit und Stigmatisierung droht.

Wie gehen lokale Planungspolitiken damit um und welche Auswege finden die Akteure?

Mittels Raumtheorien zur Peripherisierung geht Manfred Kühn solchen Abstiegsprozessen von Städten nach und zeigt anhand von Fallstudien, dass Städte nicht durch eine geographische Abseitslage, sondern durch den Verlust von Macht an den Rand gedrängt werden.

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2016-02-29, 200 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3491-4

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Manfred Kühn

Manfred Kühn, Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung, Erkner, Deutschland

... mit Manfred Kühn

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Während die meisten Metropolen und Großstädte boomen, sind viele Klein- und Mittelstädte von Abstiegsprozessen bedroht. Diese verlieren ihre frühere Bedeutung, weil junge Menschen abwandern, Unternehmen Arbeitsplätze abbauen, Geschäfte und Schulen schließen, Kommunen in Finanznot geraten und die Medien negativ berichten. Dadurch besteht die Gefahr einer Abwärtsspirale. Das Buch beschreibt in Fallstudien zu Detroit, Pirmasens, Eschwege und Sangerhausen welche Auswege die Planungspolitik aus den Prozessen der Peripherisierung findet.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch überträgt den Ansatz der Peripherisierung von ländlichen Räumen auf Städte. Es zeigt, dass Städte nicht durch eine geographische Randlage, sondern durch den Verlust von Macht an den Rand gedrängt werden. Im Unterschied zur bankrotten Autometropole Detroit, deren lokale Akteure durch die Zwangsverwaltung weitgehend ohnmächtig sind, können Klein- und Mittelstädte im deutschen Föderalismus Formen von Gegenmacht entwickeln und sich in den Landeshauptstädten Gehör verschaffen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

In den aktuellen Debatten zur Reurbanisierung von Großstädten und zum demographischen Wandel in ländlichen Räumen wirft das Buch ein Licht auf kleinere Städte, die in der Raumplanung als Zentren gelten, aber als Verlierer des Strukturwandels weiter schrumpfen. Diese Schrumpfungsprozesse sind kein Schicksal, sondern auch das Ergebnis von Entscheidungen der Politik und Wirtschaft. Als wichtige Ansatzpunkte einer Entperipherisierung erweisen sich Bildung und Qualifizierung für die Planungspolitik von Städten.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Das Buch richtet sich in erster Linie an Forschende und Lehrende auf den Gebieten der Raumplanung, Stadt- und Regionalplanung, angewandten Geographie und lokalen Politikforschung. Da sich der Autor dem Motto ›theoria cum praxi‹ verpflichtet fühlt, sind die Studien auch für Vertreter der Praxis räumlicher Planung und Stadtpolitik lesenswert.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Welche Auswege findet die Planungspolitik in kleineren Städten aus

Peripherisierungsprozessen und der Abwärtsspirale aus Abwanderung, Abkopplung, Abhängigkeit und Stigmatisierung?

»Ein sehr gelungenes Werk, das die Diskussion um städtischen Niedergang definitiv bereichert.«
Markus Hesse, disP, 05.10.2016
»Wer diese Publikation gelesen hat, wird bei den Debatten über städtische Planungspolitiken nicht (mehr) am Rande stehen.«
Ursula Sowa, GRIBS – Kommunalrundbrief, 4 (2016)
»Das handliche und gut lesbare Buch zeigt, dass das Thema für jeden Ort relevant ist, der einen gewissen Einfluss einbüßt, sprich: etwas zu verlieren hat.«
Competition, 16 (2016)
»In betroffenen Orten [...] ein wichtiger Beitrag zur kommunalpolitischen Debatte.«
Michael Reisser, ekz-Bibliotheksservice, 18 (2016)
»Manfred Kühn legt [...] ein äußerst lesenswertes Einstiegswerk zum Thema Peripherisierung vor. Er komplettiert damit eine wissenschaftliche Diskussion, die Karl-Dieter Keim vor zehn Jahren mit seinem dynamischen Blick auf peripherisierte ländliche Räume gestartet hat, und entwickelt konsequent eine Perspektive auf benachteiligte Räume, die sich an den zugrunde liegenden Prozessen orientiert.«
Thilo Lang, Raumforschung Raumordnung, 10.01.2017
Besprochen in:
Fraunhofer IRB, 6 (2016)
www.socialnet.de, 22.08.2016, Elmar Delkic
DEMO, 9-10 (2016)
Stadt und Raum, 5 (2016)
Vier Viertel Kult, 4 (2017)
Autor_in(nen)
Manfred Kühn
Buchtitel
Peripherisierung und Stadt Städtische Planungspolitiken gegen den Abstieg
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
200
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3491-4
DOI
Warengruppe
1663
BIC-Code
RPC JFSG RGC
BISAC-Code
POL002000 SOC026030 SOC015000
THEMA-Code
RPC JBSD RGC
Erscheinungsdatum
2016-02-29
Auflage
1
Themen
Raum, Stadt
Adressaten
Stadt- und Regionalplanung, Raumplanung, Angewandte Geographie, Lokale Politikforschung
Schlagworte
Peripherisierung, Peripherie, Kleinstadt, Planungspolitik, Macht, Stadt, Raum, Stadtplanung, Urban Studies, Sozialgeographie, Soziologie

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