Das »gute« Unternehmen

Zur Geschichte der Unternehmenskommunikation

»Tue Gutes und rede darüber« – das Credo scheint in der Außenkommunikation von Unternehmen allgegenwärtig zu sein. Doch vollkommen neu ist diese Idee nicht.

Stephanie Hagemann-Wilholt zeichnet die Entstehungsgeschichte der heutigen Unternehmensberichterstattung über gesellschaftliche Verantwortung nach und legt den Fokus der Analyse auf die Entwicklung von Sozialbilanzen in den 1970er Jahren. Die in dieser Dekade des Umbruchs entstandenen Formen reflektierten ein verändertes öffentliches Verständnis der gesellschaftlichen Aufgaben von Unternehmen. Zugleich zeigt die historische Analyse die Bedeutung wissenschaftlicher Expertise auf, die bis in die gegenwärtigen Debatten um Nachhaltigkeit hineinwirkt.

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2016-09-07, 528 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3495-2

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Stephanie Hagemann-Wilholt

Stephanie Hagemann-Wilholt, Rat für Informationsinfrastrukturen, Göttingen, Deutschland

... mit Stephanie Hagemann-Wilholt

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Mit Blick auf die Wirtschaftskrisen der vergangenen Jahre ist von Unternehmen gefordert worden, sich nicht allein auf die Gewinnmaximierung zu konzentrieren, sondern sich auch ethisch korrekt(er) zu verhalten. Im Gegenzug sind Verhaltenskodizes und Kulturwandelsabsichten von Unternehmen ausgerufen worden, um diesen Forderungen zu begegnen. Mein Buch zeigt, dass weder diese Forderungen noch die Wege, diesen gerecht zu werden, neu sind und welche Mechanismen dahinter stecken.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Mein Ziel ist es, zu zeigen, wie viel historische Pfadabhängigkeiten in der Entwicklung heutiger Instrumente zur Unternehmensberichterstattung stecken. Es steckt viel Geschichte im gegenwärtigen Handeln der Unternehmen, der Gewerkschaften, auf staatlicher Ebene. Viele Fragen wurden schon einmal gestellt, die historische Analyse kann verdeutlichen, warum die früheren Antworten gescheitert sind.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Buch konzentriert sich zum einen auf die 1970er Jahre, die seit einigen Jahren in der Geschichtswissenschaft stärker beforscht werden. Zum anderen nimmt es mit der Analyse von Professionalisierungs- und Quantifizierungsbestrebungen Verwissenschaftlichungsprozesse in den Blick, die im wissenschaftshistorischen Diskurs zur Zeit stark fokussiert werden.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit den von mir interviewten Zeitzeugen, die nah an den Ereignissen waren und mir schon während der Recherche spannende Einblicke in die Geschehnisse geben konnten. Und auch gerne mit heutigen Unternehmenspraktikern, die zum Teil vor den gleichen Herausforderungen stehen wie jene aus meiner Untersuchung.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Idee des guten Unternehmens hat eine lange Geschichte, deren Wandlungen und Kontinuitäten einen guten Zugang zur Gegenwartsdiagnose eröffnen.

»Eine aufschlussreiche Studie.«
Ralf Ahrens, Vierteljahresschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, 1 (2018)
»[Ein] gelungener Versuch [...], den Ursprüngen transparenter Sozialpolitik auf den Grund zu gehen.«
Edoardo Beretta, Zeitschrift für Unternehmensgeschichte, 62/1 (2017)
»Ein geschichtswissenschaftlich wichtiger Beitrag zur Diskussion um den ökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Zäsurcharakter der 1970er Jahre.«
Harald Christa, www.socialnet.de, 11.10.2016
Buchtitel
Das »gute« Unternehmen Zur Geschichte der Unternehmenskommunikation
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
528
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-3495-2
DOI
Warengruppe
1781
BIC-Code
KCZ HBJD HBTB
BISAC-Code
BUS023000 HIS014000 HIS054000
THEMA-Code
KCZ NHD NHTB
Erscheinungsdatum
2016-09-07
Auflage
1
Themen
Wirtschaft, Kulturgeschichte
Adressaten
Geschichtswissenschaft, Sozialwissenschaften sowie Praktiker_innen im Bereich Corporate Social Responsibility Reporting
Schlagworte
Corporate Social Responsibility (CSR), Quantifizierung, Sozialberichterstattung, Wirtschaftsgeschichte, Wissenschaftsgeschichte, 1970er Jahre, Wirtschaft, Kulturgeschichte, Deutsche Geschichte, Sozialgeschichte, Geschichte des 20. Jahrhunderts, Geschichtswissenschaft

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