Unarten

Kleist und das Gesetz der Gattung

Im Umgang mit Gattungen zeigen sich Konventionalität und Rebellion, Opportunismus und Widerständigkeit, Normativität und Anarchie des Schreibens. Vor dem Hintergrund der Gattungsfrage versammelt dieser Band kultur- und literaturwissenschaftliche Annäherungen an Kleist. Gattung wird in den Beiträgen nicht allein literaturgeschichtlich verstanden, sondern als philosophische, anthropologische, biologische, ästhetische und politische Kategorie diskutiert. Dabei rücken Figuren der Transgression, Restitution und Inkorporation von Ordnungssystemen ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Kleist verleiht der Gattungsfrage um 1800 ein neues Gewicht.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Einleitung. Kleists Gattungsarbeit an Brief und Tragödie

    Seiten 9 - 46
  4. 1. Gattungsgeschichten

    "Alles, was eine Gestalt hat". Zur Kultur- und Soziopoetik der literarischen Gattungen, mit Blick auf Kleist

    Seiten 51 - 70
  5. Einzigartigkeit. Die Logik des Genuinen und ihre Genealogie aus der Logik

    Seiten 71 - 92
  6. Psychosomatik und Theater. Das prekäre Gesetz der Gattung bei Schiller und Kleist

    Seiten 93 - 112
  7. Im Banne des ,absolut Bösen'. Eine andere Genealogie der Gattung

    Seiten 113 - 132
  8. 2. Reproduktion und Repräsentation

    Urszenen der Zerreißung. Zur Überschreitung von Gattungsgrenzen in Penthesilea

    Seiten 135 - 154
  9. Koboldartig beieinander. Märchenhaftes Geschlecht im Lustspiel Amphitryon

    Seiten 155 - 168
  10. Gräuel entdecken. Genologische Demonstrationen im Käthchen von Heilbronn

    Seiten 169 - 188
  11. Schlachtung spielen. Zum Fall unartiger Kinder in den Berliner Abendblättern

    Seiten 189 - 210
  12. II. BRIEFVERKEHR: EINSTIEGE, UNFÄLLE, ÜBERSPRÜNGE

    The Fast and the Furious, Juni 1801

    Seiten 213 - 230
  13. 1. Schreibarten: Anekdote, Novelle, Essay

    Prosa der Welt. Kleists Journalismus und die Anekdoten

    Seiten 235 - 264
  14. (Un-)Arten des Faktischen. Tatsachen und Anekdoten in Kleists Berliner Abendblättern

    Seiten 265 - 284
  15. Exemplum und Novelle. Überlegungen zu einer Mängelgattung bei Cervantes und Kleist

    Seiten 285 - 304
  16. Experimentelle Maieutik. Kleists Essay Über die allmählige Verfertigung der Gedanken beim Reden als literarisch-naturwissenschaftlicher Hybrid

    Seiten 305 - 326
  17. 2. Tierarten: Bären, Hunde, Pferde

    Die Adresse des Bären. Kleists Marionettentheater und die Anekdoten der Tierseelenkunde

    Seiten 329 - 354
  18. Off Cage. Kleists Herrmannsbärin

    Seiten 355 - 370
  19. Tolle Hunde. Kleists Poetologie und der Tollwutdiskurs

    Seiten 371 - 390
  20. Dressieren, Führen, Erziehen. Zur Kritik von Gewaltverhältnissen in zwei Fabeln von Kleist

    Seiten 391 - 410
  21. Autor*innen

    Seiten 411 - 414
  22. Siglen

    Seiten 415 - 418
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2019-04-10, 418 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3500-3

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Andrea Allerkamp

Andrea Allerkamp, Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), Deutschland

Matthias Preuss

Matthias Preuss, Ruhr-Universität Bochum, Deutschland

Sebastian Schönbeck

Sebastian Schönbeck, Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), Deutschland

Besprochen in:
Das Argument, 332 (2019), Gerhard Bauer
Buchtitel
Unarten Kleist und das Gesetz der Gattung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
418
Ausstattung
kart., Klebebindung
ISBN
978-3-8376-3500-3
DOI
Warengruppe
1563
BIC-Code
DSB DSA AN
BISAC-Code
LIT004170 LIT006000 PER011020
THEMA-Code
DSB DSA ATD
Erscheinungsdatum
2019-04-10
Auflage
1
Themen
Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft, Philosophie, Sozialwissenschaften
Schlagworte
Kleist, Gattung, Begriff, Art, Gesetz, Grenze, Ästhetik, Kulturwissenschaft, Transgression, Literatur, Germanistik, Literaturtheorie, Theaterwissenschaft, Deutsche Philosophiegeschichte, Literaturwissenschaft

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