Von Selma bis Ferguson – Rasse und Rassismus in den USA

Was ist aus Martin Luther Kings Vision von einem Amerika der Gleichheit, Gerechtigkeit und Selbstbestimmung geworden? Fünfzig Jahre später haben die USA einerseits ihren ersten afroamerikanischen Präsidenten gewählt, andererseits ist die Alltagserfahrung von Afroamerikaner*innen nach wie vor von Polizei-Brutalität, Ausgrenzung und Rassismus geprägt.

Die Beiträger*innen gehen den Spuren nach, welche die Bürgerrechtsbewegung in den USA hinterlassen hat, und fragen, was Rassismus heute bedeutet. Die kultur- und sozialwissenschaftlichen Artikel stellen zudem aktuelle Organisationsformen und Strategien von politischer Partizipation, Protest und Widerstand vor.

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2016-09-01, 314 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3503-4

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Michael Butter

Michael Butter, Universität Tübingen, Deutschland

Astrid Franke

Astrid Franke, Universität Tübingen, Deutschland

Horst Tonn

Horst Tonn, Universität Tübingen, Deutschland

... mit den Herausgebern

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Der Tod des jungen Michael Brown in Ferguson, Missouri, sowie eine nicht enden wollende Serie von Polizeigewalt gegen Afroamerikaner machen deutlich, dass Rassismus in den USA nach wie vor traurige Wirklichkeit ist. Auch die Präsidentschaft Barack Obamas hat daran wenig geändert. Fünfzig Jahre nach dem Höhepunkt der Bürgerrechtsbewegung stellt dieses Buch daher die Frage nach dem aktuellen Stand der Beziehungen zwischen den Rassen in den USA.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Rasse und Rassismus sind dringliche Themen nicht nur in den USA, sondern auch in Europa. Unser Buch eröffnet eine vergleichende Perspektive auf die sozialen Mechanismen von Ausgrenzung und Unterdrückung. Es behandelt außerdem die Organisationsformen von Protest und Widerstand, ihre Strategien und Handlungsmuster, ihre Reflexion in Kunst, Medien und Populärkultur. Unser Blick auf die ›lange Bürgerrechtsbewegung‹ macht deutlich, dass sie nicht eine kurze historische Episode der 1950er und 1960er Jahre war, sondern viel früher begann und bis heute erkennbar wirkt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Unser Buch beteiligt sich an aktuellen Forschungsdebatten zu strukturellem Rassismus und zur Frage der Konzeptualisierung von sozialen Bewegungen. Die amerikanische Bürgerrechtsbewegung gilt dabei immer noch als Modell weltweit. An ihr werden Fragen der historischen Periodisierung, der Nachhaltigkeit und der internen Dynamiken von sozialen Bewegungen diskutiert. Das Buch reflektiert historische und soziale Hintergründe und es verbindet deutsche Perspektiven mit amerikanischer Forschung.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Auma Obama wäre eine tolle Gesprächspartnerin. Auch mit Vertreter_innen von Bürgerrechtsorganisationen und Flüchtlingshilfe-Initiativen wären wir gern im Gespräch.

In den USA würden wir gern mit den Initiatorinnen von ›Black Lives Matter‹ diskutieren: Alicia Garza, Patrisse Cullors und Opal Tometi. Oder mit dem afroamerikanischen Schriftsteller Colson Whitehead.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch erklärt, wie Rassismus, Macht und Ausgrenzung zusammenwirken, und es erzählt die Geschichte der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung neu.

»Vierzehn kluge und lesenswerte Essays.«
Markus Jäger, ekz.bibliotheksservice, 41 (2016)
Besprochen in:
http://bundesjustizportal.de, 19.09.2016
IDA-NRW, 22/3 (2016)
H-Soz-u-Kult, 27.07.2017, Helen Gibson
Autor_in(nen)
Michael Butter / Astrid Franke / Horst Tonn (Hg.)
Buchtitel
Von Selma bis Ferguson – Rasse und Rassismus in den USA
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
314
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-3503-4
DOI
10.14361/9783839435038
Warengruppe
1558
BIC-Code
HBJK JFSL JFC
BISAC-Code
HIS036000 SOC031000 SOC022000
THEMA-Code
NHK JBSL1 JBCC
Erscheinungsdatum
2016-09-01
Auflage
1
Themen
Kultur, Kulturgeschichte, Amerika, Rassismus
Adressaten
Amerikanistik, Kulturwissenschaft, Geschichte sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Bürgerrechtsbewegung, USA, Rassismus, Soziale Bewegungen, Protest, Zivilgesellschaft, Protestkulturen, Amerika, Kultur, Cultural Studies, Amerikanische Geschichte, Amerikanistik, Postcolonial Studies, Kulturwissenschaft

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