Zur Gestaltung von Philosophie

Eine diagrammatische Kritik

Unter den gegenwärtigen Bedingungen von Medienwandel und Erkenntnispluralismus lässt sich die Gestaltung von Philosophie kaum mehr als unerheblich übersehen. In einer historisch weit gespannten Studie unternimmt Hanno Depner eine kultur- und medienwissenschaftliche Kritik der blinden Bevorzugung von Diskursivität. Im Fokus steht die Konturierung des epistemischen Potentials von Diagrammen im Verhältnis zu Schrift und Bild. Dabei wird das Diagramm als Paradigma einer Philosophie vorgeschlagen, die sich als Orientierung versteht. Das erfordert jedoch die angemessene Berücksichtigung der ästhetischen Dimension des Diagramms, wofür der Vorschlag eines »hybrid optimierten Diagramms« entwickelt wird.

34,99 € *

2016-07-14, 278 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3505-8

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Hanno Depner

Hanno Depner, Universität Rostock, Deutschland

... mit Hanno Depner

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Der Medienwandel, und speziell die Wendung zur Bildlichkeit, lässt auch die Philosophie nicht unberührt: und zwar nicht nur ihren Themenkatalog, sondern ebenso ihr Selbstverständnis. Darin liegt eine Herausforderung, auf die mit begründeten Vorschlägen reagiert werden kann – allerdings gibt es nur wenige davon.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Wenn die Bedeutung der medialen Gestaltung von Philosophie ernst genommen wird, dann ändert das unseren Blick auf die Philosophiegeschichte und die bisherigen Lektüreweisen philosophischer Klassiker. Zudem erscheint die gegenwärtige Praxis von Philosophie – zum Beispiel an den Hochschulen – in neuem Licht. Nicht zuletzt wird ein Ausblick darauf möglich, in welche Richtung sich Philosophie weiterentwickeln könnte.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Untersuchung der Gestaltung von Philosophie knüpft an den jungen Diskurs über Diagrammatik an und bereichert ihn mit dem Impuls, die epistemische Funktion von Diagrammen nicht unabhängig von ihrer ästhetischen und medialen Gestaltung zu verstehen. Mein Buch stellt zudem einen Beitrag zu den Debatten um Orientierung durch Philosophie oder über Platons ungeschriebene Lehre dar – unter anderen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Philosophen, die den Status quo verteidigen wollen. Mit Künstlern, Designern und Naturwissenschaftlern, die weitere Vorschläge für interdisziplinäre, zukunftsträchtige Brücken einbringen. Mit Studierenden, die den Mut zu noch riskanteren Vorschlägen haben.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Motto der Einleitung sagt schon sehr viel: Nach einem philosophie- und sprachkritischen Zitat von Lichtenberg aus dem Jahr 1801 zeigt es das ›Wort des Jahres 2015‹ der Oxford Dictionaries – ein lachendes Emoji.

»Hanno Depners Dissertation erfrischt durch Innovation und Witz.
Möge den geleisteten Anstrengungen viel Sympathie beschieden sein.«
Stefan Köchel, Philosophischer Literaturanzeiger, 70/1 (2017)
Autor_in(nen)
Hanno Depner
Buchtitel
Zur Gestaltung von Philosophie Eine diagrammatische Kritik
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
278
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-3505-8
DOI
10.14361/9783839435052
Warengruppe
1521
BIC-Code
JFD HP CFA HPK
BISAC-Code
SOC052000 PHI038000 PHI004000
THEMA-Code
JBCT QD CFA QDTK
Erscheinungsdatum
2016-07-14
Auflage
1
Themen
Medien, Bild, Sprache
Adressaten
Philosophie, Kulturwissenschaft, Medienwissenschaft, Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte, Designforschung
Schlagworte
Diagrammatik, Orientierung, Schrift, Platon, Kant, Wittgenstein, Derrida, Medien, Sprache, Bild, Philosophie, Medienphilosophie, Sprachphilosophie, Erkenntnistheorie, Bildwissenschaft

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