NoPegida

Die helle Seite der Zivilgesellschaft?

Die NoPegida-Proteste organisierten sich vielerorts als Reaktion auf Pegida, die »Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes«. Wurde Pegida als Ausdruck von Ressentiments gegenüber religiösen Minderheiten, der »Lügenpresse« und den »Volksverrätern« interpretiert, gilt NoPegida als das leuchtende Gegenbeispiel: Sie stehen ein für Weltoffenheit, Freiheit, Gleichheit und Toleranz und werden somit als Garant und Ausdruck einer offenen und funktionierenden Zivilgesellschaft und als Gestalter einer »Willkommenskultur« wahrgenommen.

Doch wie steht es wirklich um NoPegida? Was motiviert den Protest? Was verstehen die Demonstranten unter Freiheit, Gleichheit, Toleranz und Weltoffenheit und welche politischen Deutungsmuster und Werthierarchien prägen sie?

Nach dem viel beachteten Buch zu Pegida legt das Göttinger Institut für Demokratieforschung nun ein detailliertes Bild des Gegenprotestes vor und untersucht, inwieweit man NoPegida tatsächlich als demokratisches Gegenstück zu Pegida interpretieren kann.

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2016-03-07, 168 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3506-5

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Stine Marg

Stine Marg, Institut für Demokratieforschung Göttingen, Deutschland

Katharina Trittel

Katharina Trittel, Institut für Demokratieforschung Göttingen, Deutschland

Christopher Schmitz

Christopher Schmitz, Institut für Demokratieforschung Göttingen, Deutschland

Julia Kopp

Julia Kopp, Georg-August-Universität Göttingen, Deutschland

Franz Walter

Franz Walter, Institut für Demokratieforschung Göttingen, Deutschland

... mit den Herausgebern

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Der mediale und wissenschaftliche Fokus lag im vergangenen Jahr sehr stark auf fremdenfeindlichen und rechtspopulistischen Demonstrationen. Demgegenüber wurde den zahlreichen Gegenprotesten, ihren Motiven und Ursachen kaum Aufmerksamkeit zuteil. Unser Buch begegnet dieser Lücke und liefert erste Erkenntnisse über dieses wichtige gesellschaftliche Phänomen.

2. Welche Bedeutung kommt dem Thema in aktuellen gesellschaftlichen Debatten zu?

Die Bundesrepublik steht gesellschaftlich wie politisch vor großen Herausforderungen. Den NoPegida-Protesten wurde in der Debatte um eine gelebte ›Willkommenskultur‹ eine wichtige Rolle, auch eine Vorbildfunktion, zugesprochen. Doch was genau das bedeutet, auf welchen Werten und Motivationen diese Proteste fußen, blieb bisher relativ unklar.

3. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Der Zugriff auf gesellschaftliche Debatten wie die Flüchtlingsbewegung und die Auseinandersetzung mit rechtspopulistischen Gruppen wie Pegida entfaltet sich an dieser Stelle am Beispiel einer Formation, die von der Machbarkeit der Integrationsaufgabe ausgeht und Pegida für eine Herausforderung, gar Bedrohung für die Demokratie hält.

4. Welche besonderen Aspekte kann die wissenschaftliche Betrachtung in die öffentliche Diskussion einbringen?

Anhand der Auseinandersetzung mit NoPegida lässt sich erkennen, wie ein zivilgesellschaftlicher Umgang mit Themenfeldern wie Integration, Toleranz, aber auch Rechtsextremismus und Rechtspopulismus aussieht, wo dessen Potenziale oder auch Probleme liegen können.

5. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Es ist wichtig, andere Perspektiven insbesondere mit all jenen zu diskutieren, die Asylsuchenden mit Vorbehalten begegnen.

6. Ihr Buch in einem Satz:

Dieses Buch bietet Einblicke in die Werte und das Demokratieverständnis der NoPegida-Bewegung, die sich im Sommer 2015 in ganz Deutschland für eine ›Willkommenskultur‹ eingesetzt und sich Pegida und ihren Ablegern entgegengestellt hat.

»Die erstmalige Analyse des Gegen-Protestes verdient Respekt und argumentiert nuancenreich.«
Eckhard Jesse, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.08.2016
»Diese Studie [hat] definitiv einen Mehrwert [...], indem sie ein klares Licht darauf wirft, wer sich an NoPEGIDA beteiligt und darüber hinaus die sehr unterschiedlichen Dimensionen und Herangehensweisen der Akteur*innen in den Gesamtkontext der jeweiligen Stadt einbettet.«
Jan Schaller, https://undogmatisch.net, 06.06.2016
»Mit auffälliger Sachlichkeit gehen die Autoren den Dingen auf den Grund, ohne eine unumstößliche Wahrheit finden zu wollen.«
Rico Stehfest, Fundraiser-Magazin, 3 (2016)
Besprochen in:
ekz-Bibliotheksservice, 18 (2016), Eva-Maria Eberle
http://www.vielfalt-mediathek.de, 5 (2016)
IDA-NRW, 22/2 (2016)
Allemagne d'aujourd'hui, 217 (2016), Gwénola Sebaux
verrönscht und zugenetzt, 9 (2016)
Politische Studien, 472 (2017), Sandra Wirth
Politikum, 2 (2017), Jakob Schissler
Zeitschrift für Parlamentsfragen, 3 (3017), Tom Mannewitz
Jahrbuch Extremismus & Demokratie, 29 (2017), Isabelle-Christine Panreck
Buchtitel
NoPegida Die helle Seite der Zivilgesellschaft?
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
168
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3506-5
DOI
10.14361/9783839435069
Warengruppe
1731
BIC-Code
JPW JPWF
BISAC-Code
POL003000 SOC041000
THEMA-Code
JPW JPWG
Erscheinungsdatum
2016-03-07
Auflage
1
Themen
Rassismus, Zivilgesellschaft, Migration, Politik, Zeitdiagnose, Islam
Adressaten
Sozialwissenschaften, Politikwissenschaft, Soziologie und vor allem die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Protest, NoPegida, Pegida, Soziale Bewegung, Zivilgesellschaft, Engagement, Demokratie, Soziale Bewegungen, Politische Soziologie, Politik, Politikwissenschaft

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