Opfer – Beute – Hauptgericht

Tiertötungen im interdisziplinären Diskurs

Töten ist ein grundlegendes Merkmal der Tier-Mensch-Beziehung, das in offensichtliche ebenso wie in latente Begründungszusammenhänge eingebunden ist. In diesem Band werden insbesondere Tiertötungen fokussiert, die auf einen wie auch immer gearteten »höheren Zweck« gerichtet sind: als gottgefällige Opferhandlung, zu Repräsentationszwecken wie in der Hohen Jagd oder unter dem Primat des Kunstschaffens. Ausgehend vom Gedanken der Zweckgerichtetheit von Tiertötungen hinterfragen die Beiträge den damit postulierten Sinn kritisch und lassen so die Strukturen und Bedingungen des Tötens von Tieren zutage treten.

34,99 € *

2016-09-05, 316 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3507-2

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Alexis Joachimides

Alexis Joachimides, Universität Kassel, Deutschland

Stephanie Milling

Stephanie Milling, Universität Kassel, Deutschland

Ilse Müllner

Ilse Müllner, Universität Kassel, Deutschland

Yvonne Sophie Thöne

Yvonne Sophie Thöne, Universität Kassel, Deutschland

... mit Yvonne Sophie Thöne

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Tötung von Tieren ist in menschlichen Gesellschaften allgegenwärtig – vom Tieropfer über das Steak auf dem Teller bis zur Verwendung von Labortieren in medizinischen Versuchen. Heute bleibt der Tiertod aber in der Regel unsichtbar. Zu zeigen, dass dem nicht immer so war und verborgene wie offensichtliche Akte der Tötung interdisziplinär zu untersuchen, ist Anliegen unseres Buches.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die verschiedenen Beiträge beschäftigen sich mit der Tötung von Tieren von der Antike über Mittelalter und Frühe Neuzeit bis hin zur Gegenwart. Sie betrachten u.a. symbolische Bedeutungen, Machtkonstellationen oder Geschlechterverhältnisse und reflektieren diese in ihren ethischen Dimensionen. Bei alledem zeigt sich, dass die Analyse von längst Vergangenem stets auch aktuelle Perspektiven auf die Beziehung von Menschen und Tieren eröffnet.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Thema der Tiertötung ist gesellschaftlich virulent und stellt auch in der Forschung zu Tier-Mensch-Beziehungen einen wichtigen Aspekt dar. In den Buchbeiträgen wird deutlich, dass sich unter dem Analysefokus der Tiertötung die jeweiligen Tier-Mensch-Beziehungen signifikant beschreiben lassen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Da jede/r direkt oder indirekt in die Tötung von Tieren involviert ist: mit allen Interessierten.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Ein Thema, das uns alle betrifft – aus unterschiedlichen Perspektiven und in verschiedenen historischen Kontexten beleuchtet.

»Eine aufschlussreiche Lektüre!«
Jens Schäfer, Kochen ohne Knochen, 26/1 (2017)

Besprochen in:
www.fellbeisser.net, 10.11.2016
Buchtitel
Opfer – Beute – Hauptgericht Tiertötungen im interdisziplinären Diskurs
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
316
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-3507-2
DOI
10.14361/9783839435076
Warengruppe
1510
BIC-Code
JFFZ JFFE HPQ
BISAC-Code
SOC000000 NAT039000 SOC051000 PHI000000
THEMA-Code
JBFU JBFK QDT
Erscheinungsdatum
2016-09-05
Auflage
1
Themen
Gewalt, Mensch, Tier
Adressaten
Human-Animal Studies, Altertumswissenschaft, Germanistik, Geschichtswissenschaft, Kunstwissenschaft, Philosophie, Soziologie, Theologie
Schlagworte
Tier, Tier-Mensch-Beziehung, Tod, Tötung, Ethik, Opferung, Kulturwissenschaft, Mensch, Gewalt, Human-Animal Studies, Tierphilosophie, Tiergeschichte

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