Kleinstaaten und sekundäre Akteure im Kalten Krieg

Politische, wirtschaftliche, militärische und kulturelle Wechselbeziehungen zwischen Europa und Lateinamerika

Welche Rolle spielten im Kalten Krieg Akteure, die im globalen Machtgefüge eine untergeordnete Stellung einnahmen? Inwieweit war es Kleinstaaten und sekundären Akteuren trotz ihrer Abhängigkeit von den Supermächten möglich, miteinander Kooperationen einzugehen – teils auch über die Schranken ideologischer Lager hinweg? Auf der Grundlage empirischer Quellenarbeit zeigen die Beiträge dieses Bandes am Beispiel transnationaler und transkultureller Verflechtungen zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren (wie Wirtschaftsunternehmen, Solidaritätsgruppen und Kulturschaffenden) die Möglichkeiten und Grenzen von Wechselbeziehungen zwischen Europa (insbesondere Zentraleuropa) und Lateinamerika auf.

Mit einem Vorwort von Bernd Greiner.

39,99 € *

2016-11-30, 340 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3526-3

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Albert Manke

Albert Manke, Universität Bielefeld, Deutschland

Katerina Brezinová

Katerina Brezinová, Metropolitan University Prague, Tschechien

... mit Albert Manke

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Kleinere Mächte und Akteure wurden bislang nur selten in den Blick gerückt, da die Forschung sie lange als Statisten betrachtete und sich eher auf die Supermächte konzentrierte. Zudem wurden in Lateinamerika thematisch meist nur Ereignisse erfasst, die für den Konflikt zwischen den USA und der Sowjetunion relevant waren oder diesen in gewisser Weise abbildeten, wie etwa die Kubakrise. Drittens mangelt es an einer Kontrastierung von Sichtweisen aus Osteuropa, Westeuropa und denen Amerikas.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Mehrere: Es werden Staaten und Akteure der zweiten bzw. dritten Reihe ins Zentrum gerückt, insbesondere hinsichtlich ihrer Kooperationen miteinander und weniger, was ihre Konflikte betrifft. Dass diese Zusammenarbeit auch über ideologische Grenzen hinweg möglich war, kann als innovativer Ansatz betrachtet werden. Zudem wird der Kalte Krieg hier eher als Raum pragmatischer Entscheidungen denn als rein ideologischer Konflikt zwischen zwei Weltanschauungen und Systemen begreifbar.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Es geht uns nicht nur um die Verortung von Kleinstaaten und mittleren Mächten im Machtgefüge des Kalten Krieges und um die Beurteilung ihres Grades an Abhängigkeit von ihren jeweiligen Hegemonialmächten, wie es etwa in der Politikwissenschaft üblich ist. Vielmehr soll gezeigt werden, dass der Kalte Krieg auch andere Dynamiken, Beziehungsebenen und Kategorien umfasste, wodurch das Konzept des Kalten Krieges erweitert und bereichert werden soll.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Ideal wäre für uns Herausgeber eine intensive und durchaus kontroverse Diskussion mit Bernd Greiner (Berliner Kolleg Kalter Krieg), Odd Arne Westad (Kennedy School of Government, Harvard University), Annette Vowinckel (Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam) und Vladislav Zubok (London School of Economics and Political Science).

5. Ihr Buch in einem Satz:

Wer bisher auf Deutsch noch wenig zu diesem Blick über den Tellerrand des Konflikts zwischen den Supermächten gefunden hat, wird hier fündig.

»Ein ideologische wie disziplinäre Grenzen überschreitender Band.«
Wissenschaft und Frieden, 1 (2017)
Autor_in(nen)
Albert Manke / Katerina Brezinová (Hg.)
Buchtitel
Kleinstaaten und sekundäre Akteure im Kalten Krieg Politische, wirtschaftliche, militärische und kulturelle Wechselbeziehungen zwischen Europa und Lateinamerika
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
340
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3526-3
DOI
Warengruppe
1551
BIC-Code
HBG HBTB HBLW
BISAC-Code
HIS037000 HIS054000 HIS037070
THEMA-Code
NHB NHTB
Erscheinungsdatum
2016-11-30
Auflage
1
Themen
Globalisierung, Kulturgeschichte
Adressaten
Geschichtswissenschaft, Kulturwissenschaft, Politikwissenschaft, Soziologie
Schlagworte
Lateinamerika, Europa, Kalter Krieg, Kleinstaaten, Globalgeschichte, Kooperation, Kulturgeschichte, Globalisierung, Geschichte des 20. Jahrhunderts, Zeitgeschichte, Geschichtswissenschaft

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