Medialer Schmutz

Eine Skandalgeschichte des Nackten und Sexuellen im Deutschen Kaiserreich 1890-1914

Um 1900 häuften sich im Deutschen Kaiserreich Skandale um die Darstellung von Nacktheit und Sex in unterschiedlichen Medien. Die medialen Ordnungen des Darstellbaren und die medial transportierten sexualmoralischen Normen wurden nun zunehmend zu einem öffentlich verhandelten Problem. Christina Templin analysiert erstmals systematisch diese in breiter Medienöffentlichkeit verlaufenden Skandale mit Blick auf die medialen Grenzziehungsprozesse, die in ihnen aufgebrachten Deutungsmuster und die aus den Konflikten resultierenden Dynamiken. Die Studie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Sexualitäts- und Mediengeschichte des Kaiserreichs.

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2016-09-13, 378 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3543-0

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Christina Templin

Christina Templin, Frankfurt a.M., Deutschland

... mit Christina Templin

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Studie ist weniger aus forschungspraktischen Gründen als aus einem persönlichen Interesse heraus entstanden. Die Menschen damals haben vielfach und an den unterschiedlichsten Stellen über Medien und Sexualität diskutiert. Mich hat interessiert, wie genau diese Debatten aussahen und wie sie verliefen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Untersuchung schärft den Blick für die Skandalträchtigkeit von Medien, indem sie zeigt, dass sich um 1900 eine spezifische Skandalkultur um das mediale Nackte und Sexuelle in der Öffentlichkeit herausbildete. Zugleich macht sie deutlich, dass Sexualität noch stärker als bisher angenommen als zentrale gesellschaftliche Analysekategorie fungierte.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Thematisch schließt die Studie an eine Reihe wichtiger Arbeiten zu Skandalen im Deutschen Kaiserreich an, in deren Zentrum Normbrüche von Akteuren mit hohem gesellschaftlichen Status stehen. Mit dem Fokus auf mediale Normbrüche erweitert sie allerdings eine solche akteurzentrierte Perspektive. Auch steht sie in der Tradition einer kulturgeschichtlich perspektivierten Sexualitätsgeschichte, die die öffentlichen Verhandlungen über das mediale Nackte und Sexuelle bisher kaum berücksichtig hat.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Ganz klar: mit Sigmund Freud!

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Studie untersucht Skandale, die sich um 1900 an verschiedenen Medienformaten und ihrer Darstellung von Nacktheit und Sexualität entzündeten.

»Bemerkenswerte, aufschlussreiche Einblicke in die aufkeimende Moderne.«
Hans-Dieter Kübler, MEDIENwissenschaft, 3 (2017)
»Die Studie überzeugt durch ihre fachliche Kompetenz sowie durch ihren innovativen Ansatz einer medialen Untersuchung der Sitten-Skandale der Kaiserzeit.«
www.kulturbuchtipps.de, 11 (2016)
Besprochen in:
GMK-Newsletter, 10 (2016)
www.kulturbuchtipps.de, 11 (2016)
www.literaturkritik.de, 11.09.2017, Walter Delabar
DHIVA, Juni/September 2017, Ulrich Brömmling
Autor_in(nen)
Christina Templin
Buchtitel
Medialer Schmutz Eine Skandalgeschichte des Nackten und Sexuellen im Deutschen Kaiserreich 1890-1914
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
378
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3543-0
DOI
10.14361/9783839435434
Warengruppe
1558
BIC-Code
HBJD JFD HBTB
BISAC-Code
HIS014000 SOC052000 HIS054000
THEMA-Code
NHD JBCT NHTB
Erscheinungsdatum
2016-09-13
Auflage
1
Themen
Medien, Körper, Kulturgeschichte
Adressaten
Geschichtswissenschaft, Medienwissenschaft, Kulturgeschichte sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Kaiserreich, Sexualität, Medien, Nacktheit, Geschichte 1890-1914, Berlin, Jahrhundertwende, Skandal, Moral, Kulturgeschichte, Körper, Deutsche Geschichte, Geschichtswissenschaft, Mediengeschichte

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