Entprofessionalisieren wir uns!

Ein kritisches Wörterbuch über die Sprache in Pflege und sozialer Arbeit

Plastikwörter aus der industriellen Produktion überrollen uns. Dieser Neusprech markiert und begleitet die zunehmende »Professionalisierung« von Pflege und sozialer Arbeit. Doch unter dem Vorwand der Optimierung wird tatsächlich die brutale Verdinglichung mitmenschlicher Zuwendung betrieben.

Die Beiträger_innen plädieren für einen radikalen Kurswechsel und fordern eine Entprofessionalisierung im sozialen Bereich, die sie jedoch nicht als konkretes Programm verstehen. Vielmehr ermutigen sie dazu, sich des Korsetts der Effizienz zu entledigen und sich auf Warmherzigkeit und Großherzigkeit zu besinnen, die ein unverbildetes Können ausmachen.

29,99 € *

2017-04-24, 260 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3554-6

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

Preise inkl. Mehrwertsteuer. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Mengenrabatt

Weiterempfehlen

Reimer Gronemeyer

Reimer Gronemeyer, Universität Gießen, Deutschland

Charlotte Jurk

Charlotte Jurk, Fachhochschule Ludwigshafen, Deutschland

... mit Reimer Gronemeyer

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Weil die Verzweiflung über die Verwüstung der Sprache und die Zerstörung der Lebensverhältnisse anders nicht auszuhalten ist.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Überhaupt keine. Es geht um die Flucht aus dem Sprachmüll der sozialen Bürokratie. Da draußen wartet vielleicht eine neue Freiheit, jenseits der Dienstleistungsindustrie.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Dieses Buch nimmt die Sprache der sozialen Adinistration auf's Korn. Es geht um den Mut, das Sprachgefängnis zu sprengen. Wir möchten diejenigen, die in diese Plastiksprache verstrickt sind, aus ihrem Sprachknast herauslocken.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Ivan Illich, der aber nicht mehr lebt. Deshalb: Entweder mit einem der Direktoren der großen Wohlfahrtskonzerne oder mit einer wachen Pflegerin in einem Krankenhaus.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Dieses Buch zeigt auf den Notausgang, der es erlaubt, aus der Sprache der totalen Verwaltung des Sozialen zu fliehen.

»Alle, die es satt haben, die Invasion von Plastikwörtern aus Industrie und Ökonomie in die soziale Pflege kritiklos hinzunehmen, wird dieses Buch sehr interessieren.«
Renate Schernus, sozialpsychiatrische informationen, 48/2 (2018)
»Das Wörterbuch nimmt sich eines wichtigen Aspekts an: die kritische Auseinandersetzung mit den etablierten oder vielleicht auch oft nur scheinbar klaren Begriffen, die in einer Fachkultur verwendet werden. Durch die völlig unterschiedliche Auseinandersetzung mit den Begriffen wird das Wörter- eher zu einer Art Lesebuch, die das eigene Denken anregt und von Disziplin wie Profession selbstkritisch wahrgenommen werden sollte.«
Nikolaus Meyer, Der Pädagogische Blick, 3 (2017)
»Ein lesenswertes, spannendes Buch.«
Burkhard Plemper, Dr. med. Mabuse, 230 (2017)
»Nie gefällig, stets kritisch im besten aller Sinne, lädt dieses Buch immer wieder ein zum Nachdenken und zur bewussten Wahrnehmung dessen, was im Alltag des sozialen Bereichs gesprochen und vor allem wie dort gehandelt wird.
Ein Buch der dauernden Aufklärung, in dem es letztlich auch darum geht, dazu beizutragen, die Wiedererwärmung der Gesellschaft nicht aufzugeben. Unbedingt lesen!«
Barbara Eifert, www.socialnet.de, 24.10.2017
»Eine Anregung für die Diskussion über ›gutes Leben bis zuletzt‹ ist diese Streitschrift [...] allemal – wie auch ein wichtiges Plädoyer für eine achtsame Sprache abseits technokratischen Jargons.«
Doris Helmberger, Die Furche, 22 (2017)
»Eine spannende Intervention.«
Martin A. Hainz, www.fixpoetry.com, 01.06.2017
»Provokant. Gut so.«
Wolfgang Berg, www.socialnet.de, 18.05.2017
Besprochen in:
Pro Pflege, 18.05.2017, Werner Schell
neue caritas, 11 (2017)
http://www.bvpraevention.de, 03.07.2017
BBE-Newsletter, 13.07.2017
www.pflege-shv.de, 8 (2017), Harald Spies
demenz, 34 (2017)
Suchtmagazin, 6 (2017)
Autor_in(nen)
Reimer Gronemeyer / Charlotte Jurk (Hg.)
Buchtitel
Entprofessionalisieren wir uns! Ein kritisches Wörterbuch über die Sprache in Pflege und sozialer Arbeit
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
260
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3554-6
DOI
10.14361/9783839435540
Warengruppe
1691
BIC-Code
MQC GBC JKSN JFSP31
BISAC-Code
MED058200 REF010000 SOC025000 SOC013000
THEMA-Code
MQC GBC JKSN JBSP4
Erscheinungsdatum
2017-04-24
Auflage
1
Themen
Medizin, Alter
Adressaten
Soziologie, Politische Soziologie, Sozialpolitik, Psychologie, Medizin, Pflegemanagement, Pflegewissenschaften, Praktiker_innen im Pflegesektor sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Pflegeindustrie, Soziale Arbeit, Versorgung, Vernetzung, Zivilgesellschaft, Würde, Pflege, Professionalisierung, Entprofessionalisierung, Optimierung, Ökonomisierung, Medizin, Sozialarbeit, Alter, Soziologie

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung