Genre und Gender

Zur Komplexität der Verknüpfung zweier Kategorien im Musicaldiskurs

Die Beziehung von Genre und Gender ist Kristallisationspunkt verschiedenster Einschätzungen und Effekte. Doch wie gestaltet sich das Wissen um beide Kategorien in ihrer Verknüpfung? Und wie ist es in seiner konstitutiven Wechselseitigkeit zu erfassen?

Ausgehend von dieser Fragestellung entwirft Johannes Breuer eine methodisch präzise Diskursivierung, die am Beispiel des Musicals zeigt, wie Genre und Gender einander bedingen und darin zugleich Spannungsmomente evozieren. In seiner detailreichen Aufarbeitung tritt die Komplexität beider Kategorien hervor, indem über disziplinäre Grenzen hinweg verschiedene Entwürfe der Gender Studies und der Medienwissenschaft zusammengebracht werden.

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2016-08-08, 358 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3563-8

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Johannes Breuer

Johannes Breuer, a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne, Köln, Deutschland

... mit Johannes Breuer

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Von genrespezifischen Genderrepräsentationen über genderspezifische Genrepräferenzen bis hin zur gemeinsamen Etymologie der Kategorien – Genre und Gender scheinen vielfältig verbunden. Doch gerade diese Vielfalt fordert dazu heraus, die Verknüpfung der Kategorien anders zu konzeptualisieren, sie in ihrer diskursiven Gestaltung, in ihrer konstitutiven und nicht minder spannungsvollen Wechselseitigkeit, offenzulegen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es nimmt den Wechselbezug von Genre und Gender ernst, ja sogar beim Wort, und regt dadurch eine Sensibilisierung an, die es im Feld zwischen Medienwissenschaft und Gender Studies vermag, die Komplexität beider Kategorien gleichermaßen zu erfassen. Ambivalente und mitunter sogar widersprüchliche Momente in der Verknüpfung von Genre und Gender werden als solche perspektiviert und in ihrer Bedingtheit genauer verfolgt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Während das Verhältnis von Genre und Gender seit geraumer Zeit diskutiert wird, so dominiert bislang ein ›Nebeneinander‹ – beide Kategorien werden anhand punktueller Assoziationen in teils engen disziplinären Grenzen beleuchtet. Demgegenüber entwirft meine Arbeit ein ›Miteinander‹ – eine methodische, analytische und konzeptionelle Verschränkung, die Ansätze der Intersektionalitätsforschung und der Queer Theory ebenso wie Perspektiven der Medienwissenschaft und der Diskurstheorie verbindet.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Im Verlauf der Arbeit bin ich häufig auf Vorbehalte gestoßen – gerade wenn es um das Musical geht. Es fungiert immer noch als Refugium längst überwundener Essentialisierungen oder wird umgekehrt zum Inbegriff einer Destabilisierung geschlechtlicher Performanzen. Doch gerade diese Urteile unterminieren eine präzise Beobachtung, sodass mir ein Austausch mit all jenen besonders produktiv erscheint, die der Verknüpfung von Genre und Gender möglichst unvoreingenommen gegenüberstehen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

»Genre und Gender« – eine spannungsvolle Beziehung.

Autor_in(nen)
Johannes Breuer
Buchtitel
Genre und Gender Zur Komplexität der Verknüpfung zweier Kategorien im Musicaldiskurs
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
358
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3563-8
DOI
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD JFSJ AVA AVGP
BISAC-Code
SOC052000 SOC032000 MUS020000
THEMA-Code
JBCT JBSF AVA AVLP
Erscheinungsdatum
2016-08-08
Auflage
1
Themen
Geschlecht, Popkultur, Medien
Adressaten
Medienwissenschaft, Gender und Queer Studies, Filmwissenschaft, Kulturwissenschaft, Diskursforschung
Schlagworte
Genre, Gender, Musical, Diskurs, Wissen, Medien, Geschlecht, Popkultur, Medienästhetik, Gender Studies, Popmusik, Medienwissenschaft

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