Wilde Dinge in Kunst und Design

Aspekte der Alterität seit 1800

Als »wild« bezeichnen wir allgemein das Ungezügelte und Fremde im Unterschied zum Kontrollierten und Eigenen. Worin besteht die Faszination für das Wilde, die sich in vielen Bereichen aktueller Gestaltung zeigt?

Dieser Band zeigt, dass die Grenze zwischen wild und zivilisiert nicht so scharf gezogen werden kann. Die Beiträger_innen untersuchen an zahlreichen Beispielen, inwiefern Kunst und Design seit der Zeit um 1800 dazu beitragen, unsere Vorstellungen vom Wilden zu formen und kritisch zu reflektieren. Dabei argumentieren sie aus einer dezidiert postkolonialistischen Perspektive und hinterfragen die Zuschreibungen des Wilden im Hinblick auf das ethnisch Andere.

36,99 € *

2017-06-28, 312 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3585-0

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Gerald Schröder

Gerald Schröder, Hochschule Trier, Deutschland

Christina Threuter

Christina Threuter, Hochschule Trier, Deutschland

... mit Gerald Schröder und Christina Threuter

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Vor dem Hintergrund zeitgenössischer Globalisierung und Urbanisierung besitzt das Thema des Wilden große Aktualität. Mit kritischem Blick auf den Eurozentrismus trägt die Frage nach dem Wilden zum Verständnis kultureller Identitätskonstruktionen bei, die sowohl unser Verhältnis zum ethnisch Anderen wie auch unser Verhältnis zur Natur und zum Kreatürlichen mitbestimmen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Erstmals wird in diesem Buch den Fragen nachgegangen, wie unsere materielle Kultur einerseits von bestimmten Konzepten des Wilden geprägt ist und wie sie andererseits unser Verständnis vom Wilden ganz entscheidend mit beeinflusst hat. Die Beiträge des Buches untersuchen erstmals übergreifend die diversen Konstruktionen und Funktionen ›wilder Dinge‹ in unterschiedlichen Feldern moderner und zeitgenössischer Gestaltung. Dabei werden Beispiele der bildenden Kunst, des Designs und der Alltagskultur gleichermaßen berücksichtigt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Indem die Frage nach dem Wilden unterschiedliche Aspekte kultureller Differenz in den Blick nimmt, bündeln die Beiträge des Buches aktuelle Forschungsfelder und führen aktuelle methodische Herangehensweisen zusammen. Dazu gehören postcolonial, gender und human animal studies ebenso wie Studien zur visuellen und materiellen Kultur.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den Bereichen Kunst-, Design- und Kulturwissenschaft sowie der Ethnologie und Anthropologie.

5. Ihr Buch in einem Satz:

In exemplarischen Analysen untersuchen die Beiträge des Buches, wie Objekte materieller Kultur in Kunst und Design unsere Auffassungen vom Wilden seit Beginn der Moderne spiegeln und mit geprägt haben.

»Der Blick der Fachleute erleichtert den Blick hinter das scheinbar Offensichtliche moderner Kunst.«
AmerIndian Research, 12/4 (2017)
Autor_in(nen)
Gerald Schröder / Christina Threuter (Hg.)
Buchtitel
Wilde Dinge in Kunst und Design Aspekte der Alterität seit 1800
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
312
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-3585-0
DOI
10.14361/9783839435854
Warengruppe
1582
BIC-Code
AC AK JFCK AKT
BISAC-Code
ART015000 DES008000
THEMA-Code
AGA AK JBCC3
Erscheinungsdatum
2017-06-28
Auflage
1
Themen
Kunst, Mode, Design
Adressaten
Kunstwissenschaft, Designwissenschaft, Fashion Studies
Schlagworte
Kunst, Design, Mode, Postkolonialismus, Gestaltung, Wildheit, Zivilisation, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert, Kunstgeschichte, Ethnologie, Kunstwissenschaft

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