Archäologische Untersuchungen. Über Temporalität und Dinge

Wie kommt die Zeit in die Archäologie? Menschen erkennen sich vor allem über ihre Dinge (Arte-fakte) und sind so mit sich selbst eine Zeit. Zeitgestaltung von Menschen ist bedingt und Archäologie ihre Geschichte.

Undine Stabrey zeigt am Verhältnis von Mobilität und Erkenntnis, wie Vergangenheit als Geschichte entstehen und wie sich aus Fragen Wissen entwickeln konnte. Sie vermittelt, warum und wie ein Teil der Menschheitsgeschichte in eine Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit verzeitlicht wurde.

34,99 € *

2017-08-10, 246 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3586-7

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Undine Stabrey

Undine Stabrey, Basel/Bern/Liestal, Schweiz

... mit Undine Stabrey

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Weil es an sich verrückt ist, dass Menschen, egal wann sie lebten, mit sich selbst, als Menschheit, eine Zeit sind – und das wegen ihrer Dinge.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Eben das, die Antwort auf Frage 1. Zugleich: Ich hoffe, jeder Leserin, jedem Leser eröffnet es eigene Perspektiven als Zusammenspiel mit ihrem oder seinem Denken. ›Inhaltliche‹ ›Antworten‹ vermeiden die Archäologischen Untersuchungen, indem sie eher ein Experimentierfeld für Denkräume entstehen lassen (je nach Perspektive sozusagen).

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Dass die Archäologie möglicherweise ein Schlüssel sein kann, teils robotische Lebenswelten zu antizipieren: Wie funktionieren Kulturtechniken mit Abwesenden? Spuren können Substitutionen von Menschen durch Roboter in ihrem wesentlich Kern simulieren: Sie sind in ihrer Fragmenthaftigkeit abtrakt genug, um das für Menschen Entscheidende aufzuzeigen und konkret genug, um zu zeigen, was bleiben wird. In zunehmend immer prognostischer denkenden Zeitgefügen, die zudem in sich selbst beschleunigend und also ständig mobil sind, ist das bemerkenswert weil aktuelle technologische Entwicklung zu schnell ist, als das sie in längerfristigen Strukturen sedimentieren könnte und Menschen sich aber doch danach sehnen. Dieser missing link kann vielleicht mittels Archäologie angegangen werden, der Zeithorizont der Archäologie passt jedenfalls schon mal bestens dazu.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Die Gedanken daraus: mit allen! Insbesondere mit Menschen, die etwas ganz anderes machen, zum Beispiel der Taxifahrerin von nebenan; obwohl ich auch hier nicht privilegieren mag.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Menschen sind bedingt – das macht die Sache mit dem Homo Sapiens und seiner Wissenschaft aus, von der dieses Buch wiederum ein paar Bedingungen bespricht.

Besprochen in:
Münchner Feuilleton, 1 (2018), Thomas Betz
Autor_in(nen)
Undine Stabrey
Buchtitel
Archäologische Untersuchungen. Über Temporalität und Dinge
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
246
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-3586-7
DOI
10.14361/9783839435861
Warengruppe
1551
BIC-Code
HBA PDX HBTB
BISAC-Code
HIS000000 SCI034000 HIS054000
THEMA-Code
NHA PDX NHTB
Erscheinungsdatum
2017-08-10
Auflage
1
Themen
Wissenschaft, Kulturgeschichte
Adressaten
Philosophie, Kunst, Archäologie
Schlagworte
Erkenntnis, Gedankenexperimente, Steinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit, Philosophie, Archäologie, Anthropofaktmobilität, Dinglichkeit, Ding, Gegenwart, Vergangenheit, Wissen, Zeit, Wissenschaft, Kulturgeschichte, Wissenschaftsgeschichte, Geschichtstheorie, Zeitphilosophie, Geschichtswissenschaft

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