Umkämpftes Grün

Zwischen neoliberaler Stadtentwicklung und Stadtgestaltung von unten

Urbane Gärten sind aus vielen Städten nicht mehr wegzudenken. Gemeinschaftlicher Gemüseanbau wird dabei oft als rebellischer Akt der Stadtgestaltung von unten verstanden. Gleichzeitig taucht »urban gardening« immer häufiger in Stadtentwicklungsplänen und Werbebroschüren auf.

Die Beiträger_innen des Bandes liefern eine kritische Analyse grüner urbaner Aktivitäten und ihrer umkämpften und widersprüchlichen Rolle in aktuellen Prozessen der Neoliberalisierung des Städtischen.

29,99 € *

2017-04-04, 268 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3589-8

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Sarah Kumnig

Sarah Kumnig, Universität Wien, Österreich

Marit Rosol

Marit Rosol, University of Calgary, Kanada

Andreas Exner

Andreas Exner, Universität Wien, Österreich

... mit den Herausgebern

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Kollektiver Gemüseanbau in Städten ist en vogue. Es per se als widerständige Praxis und Kritik an einer neoliberalen Stadtentwicklung zu beschreiben ist jedoch zunehmend verkürzt. Mit diesem Sammelband soll der wachsenden, oftmals rein deskriptiven und affirmativen Literatur zu städtischen Gartenprojekten etwas entgegengesetzt und diese um eine notwendige kritische Analyse erweitert werden.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

In den einzelnen Beiträgen wird urbanes Gärtnern im Kontext von Kommodifizierung, Aufwertung und Privatisierung städtischer Räume ebenso diskutiert wie im Zusammenhang von Befriedung und Kanalisation politischer Unzufriedenheit, der Aktivierung unbezahlter ehrenamtlicher Arbeit innerhalb einer neoliberalen Überformung des Städtischen, sowie in Bezug auf Ausschlüsse und Exklusivität innerhalb der Gartenprojekte selbst. Während sich der erste Abschnitt theoretisch-konzeptionellen Fragen zu commons, politischer Ökologie, neoliberaler Stadtentwicklung und Recht auf Stadt widmet, werden im zweiten Teil die oft nur wenig diskutierten Möglichkeiten, Grenzen und Widersprüchlichkeiten von aktivistischer Forschung und forschendem Aktivismus beleuchtet. Im dritten Abschnitt werden Fallstudien aus dem deutschsprachigen Raum in ihrer Komplexität und in Bezug auf die aufgeworfenen kritisch-theoretischen Fragen analysiert. Bearbeitet werden darin die Vielfalt gemeinschaftlichen Gärtnerns sowie ihre emanzipatorischen und transformativen Potenziale.

3. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Gartenaktivist_innen, Wissenschafter_innen, Stadtplaner_innen und Kommunalpolitiker_innen.

4. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch gibt theoretische und empirische Einblicke in die umkämpfte und widersprüchliche Rolle von grünen urbanen Aktivitäten – wie kollektivem Gärtnern – in sich neoliberalisierenden Städten.

»Das Buch empfiehlt sich als Lektüre für ein Publikum, das ein starkes Interesse an akademischer Forschung hat, da es ein guter Einstieg in die theoretische Debatte zum Thema urbane Landwirtschaft/Gartenprojekte und seine zentralen Begriffe, den Ansatz der Aktionsforschung, sowie der Anwendung von beiden in konkreten Fallbeispielen ist.«
Julia Marinaccio, www.socialnet.de, 07.05.2018
»Das Buch lädt ein, genauer hinzuschauen – allen, die sich für wissenschaftliche Perspektiven interessieren, sei es ausdrücklich ans Herz gelegt.«
Elisabeth Voß, Oya, 46 (2017)
»Höchst lesenswert!«
anthos, 4 (2017)
»Es wurde viel geschrieben über die Potenziale von ›Urban Gardening‹. Im Gegensatz dazu liest sich ›Umkämpftes Grün‹ als kritische Einschätzung an der Schnittstelle von Forschung und Bewegung. Das ist erfrischend und lesenswert.«
Ökologisches Wirtschaften, 3 (2017)
»Ein spannendes Buch, ein wichtiges Buch, zum Lesen unbedingt zu empfehlen!«
Andrea Baier, https://anstiftung.de, 26.04.2017
Besprochen in:
Planerin, 3 (2017)
Stadt und Raum, 3 (2017)
Zivilgesellschaft Info, II/8 (2017)
Planerin, 4 (2017)
Stadt+Grün, 9 (2017)
Autor_in(nen)
Sarah Kumnig / Marit Rosol / Andreas Exner (Hg.)
Buchtitel
Umkämpftes Grün Zwischen neoliberaler Stadtentwicklung und Stadtgestaltung von unten
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
268
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-3589-8
DOI
10.14361/9783839435892
Warengruppe
1725
BIC-Code
JFSG JPW RNT
BISAC-Code
SOC026030 POL003000 SOC026000
THEMA-Code
JBSD JPW RNT
Erscheinungsdatum
2017-04-04
Auflage
1
Themen
Zivilgesellschaft, Neoliberalismus, Stadt, Natur
Adressaten
Geographie, Politikwissenschaft, Raumplanung, Soziologie sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Neoliberale Stadtentwicklung, Urban Gardening, Partizipation, Urban Commons, Urbane Soziale Bewegungen, Stadtgestaltung, Neoliberalisierung, Stadt, Zivilgesellschaft, Natur, Urban Studies, Umweltsoziologie, Ökologie, Soziologie

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