Subjektivität und Kunst

Konstitution der Moderne nach Hegel und Nietzsche

Die Moderne ist von einer Konstellation zwischen Subjektivität und Kunst geprägt. Doch wie ist diese Beziehung aufzufassen? Daehun Jungs These lautet: Die Subjektivität der Moderne wird in ihrer Entsubjektivierung durch eine Kunst konstituiert, die ihrerseits in einer »Entkunstung« ihre moderne Form erfährt. Hierzu werden Texte von zwei der wichtigsten postkantischen Philosophen der Moderne – Hegel und Nietzsche – analysiert, die genealogisch (Hegel) und nachahmungstheoretisch (Nietzsche) versucht haben, die Konstitution der Modernität darzustellen. Dabei werden auch jüngere und gegenwärtige Positionen von Denkern wie Adorno, Benjamin und Derrida berücksichtigt.

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2017-07-03, 314 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3611-6

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Daehun Jung

Daehun Jung, Universität Frankfurt am Main, Deutschland

... mit Daehun Jung

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Subjektivität, Kunst und die Moderne machen eine Konstellation aus, auf welche sich das Interesse der Forscher zwar immer wieder richtet, über die uns aber kurioserweise ein Überblick noch nicht geboten worden ist, aus dem diese Konstellation ihrem begrifflichen und geschichtsphilosophischen Umfang nach thematisiert wird. Mein Buch hat versucht, diesen Überblick durch die Rekonstruktion der klassischen Texte von Hegel und Nietzsche als paradigmatischen Denkern der Moderne in den Blick zu bekommen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Subjektivität und Kunst sind zwar bisher jeweils im eigenen Wert in der philosophischen Literatur genug eruiert – aber noch nicht in Hinblick auf ihr eigentümliches Wechselverhältnis als Bedingung der Moderne. Meine Untersuchung hat versucht, für die Frage nach der Struktur der Moderne Ertrag zu bringen, indem sie die die Moderne aus der Perspektive ihrer Konstituierung berücksichtigt, wonach Subjektivität und Kunst in ihrer Entsubjektivierung und ›Entkunstung‹ neu definiert werden.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die aktuelle politisch-ästhetische Diskussion der Moderne, in deren Zentrum die Namen wie Adorno, Benjamin, Derrida, Nancy, Agamben, Rancière genannt werden, scheint eine unentbehrliche Dimension zu verpassen – die geschichtsphilosophische, die ich aus der genealogischen bzw. mimetologischen Perspektive rekonstruiere. Diese erhellt, wie sich ein Raum der Moderne auch als eine gemeinschaftliche Grundlage der Moderne durch eine Selbsttransformation der Subjektivität und der Kunst konstituiert.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Christoph Menke hat eine Reihe solcher Untersuchungen gemacht, die im deutschsprachigen Raum aus der politsch-ästhetischen Perspektive die Konstellation von Subjektivität und Kunst in der Moderne konzeptualisiert haben. Die Thesen meines Buches werden unter anderen mit denjenigen Menkes konfrontiert – insbesondere in Hinblick auf das Thema, inwiefern sich das Subjekt und die Kunst in ihrem Wechselverhältnis für die Konstitution der Moderne ›dekonstruieren‹.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Wie, woher und wodurch ist unserer Raum der Moderne zu konstituieren? Das ist die Frage, auf die mein Buch zu antworten versucht hat.

Autor_in(nen)
Daehun Jung
Buchtitel
Subjektivität und Kunst Konstitution der Moderne nach Hegel und Nietzsche
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
314
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3611-6
DOI
10.14361/9783839436110
Warengruppe
1521
BIC-Code
HPN JFC HPC
BISAC-Code
PHI001000 PHI034000 PHI016000
THEMA-Code
QDTN JBCC QDH
Erscheinungsdatum
2017-07-03
Auflage
1
Themen
Ästhetik, Kunst
Adressaten
Philosophie, Kunstwissenschaft, Klassische Philologie, Politik
Schlagworte
Moderne, Subjektivität, Kunst, Hegel, Nietzsche, Theodor W. Adorno, Walter Benjamin, Derrida, Philosophie, Entsubjektivierung, Ästhetik, Kulturphilosophie, Deutsche Philosophiegeschichte, Philosophiegeschichte

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