»Clear the Air«. Künstlermanifeste seit den 1960er Jahren

Interdisziplinäre Positionen

1965 formulierte die Choreographin Yvonne Rainer ihr radikales No Manifesto. Es begann mit den Worten »NO to spectacle« und wurde zu einem der wirkmächtigsten Manifeste in der Kunst: Es sollte »die Luft klären«. Ob dies gelungen ist, welche Wirkungskraft künstlerische Manifeste seither entfalten, wie sie sich in unterschiedlichen medialen Kontexten und im digitalen Zeitalter niederschlagen und welche politischen Perspektiven ihnen inhärent sind, zeigen die Beiträger_innen des interdisziplinären Bandes u.a. an Beispielen der Gruppe SPUR, Georg Baselitz, Pina Bausch oder Kanak Attack.

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2017-10-20, 396 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3640-6

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Burcu Dogramaci

Burcu Dogramaci, Ludwig-Maximilians-Universität München, Deutschland

Katja Schneider

Katja Schneider, Ludwig-Maximilians-Universität München, Deutschland

... mit Burcu Dogramaci und Katja Schneider

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Manifeste klären Positionen und fordern zu Diskussionen heraus. Sie sind ein effektives Kunst- und Kampfmittel. Zuletzt hat die Installation des Künstlers Julian Rosefeldt gezeigt, mit welcher Brisanz und Strahlkraft Manifeste der letzten hundert Jahre auch noch heute zu wirken vermögen. Das Buch zeigt, wie künstlerische Manifeste in neuen gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen bestimmt werden können, auf welche Weise sie ›reinen Tisch‹ machen wollen und welche Formen und Formate dabei aktuell relevant sind.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

»Clear the Air« versammelt erstmals interdisziplinäre Forschung zu Manifesten des späten 20. und 21. Jahrhunderts. Das Buch diskutiert berühmte Positionen wie neu zu entdeckende Texte aus den Feldern Architektur, bildende Kunst, Film, Literatur, Performance, Tanz, Theater und dem World Wide Web.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Manifeste faszinieren Künstler_innen, Wissenschaftler_innen, Kurator_innen in regelmäßigen Abständen. Quellensammlungen (wie Asholt/Fähnders 1995/1997, Danchev 2011) bilden wichtige Forschungsgrundlagen. In aktuellen Forschungsdebatten wird nach dem Verhältnis von Kunst, Politik und Gesellschaft im Gewand des Manifests gefragt, aber auch die Relevanz von Manifesten in der Gegenwart befragt. Künstlerische Manifestationen verändern ihre Erscheinungsweisen ebenso wie der Blick der Forschenden auf das Feld.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Adam Szymczyk, Didier Eribon.

5. Ihr Buch in einem Satz:

»Clear the Air« bietet eine intensive und interdisziplinäre Diskussion künstlerischer Manifeste des 20. und 21. Jahrhunderts mit Blick auf ihre Relevanz in politisch bewegten Zeiten.

Autor_in(nen)
Burcu Dogramaci / Katja Schneider (Hg.)
Buchtitel
»Clear the Air«. Künstlermanifeste seit den 1960er Jahren Interdisziplinäre Positionen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
396
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-3640-6
DOI
Warengruppe
1582
BIC-Code
ACX AB ABA
BISAC-Code
ART015110 ART037000 ART009000
THEMA-Code
AGA AB ABA
Erscheinungsdatum
2017-10-20
Auflage
1
Themen
Theater, Tanz, Kunst
Adressaten
Kunstwissenschaft, Kulturwissenschaft, Tanzwissenschaft, Theaterwissenschaft, Filmwissenschaft
Schlagworte
Manifeste, Kunst, Tanz, Yvonne Rainer, NO Manifesto, Digitales Zeitalter, SPUR, Georg Baselitz, Pina Bausch, Kanak Attack, Theater, Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts, Politische Kunst, Kunsttheorie, Kunstwissenschaft

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