Lokaldemokratie und Europäisches Haus

Roadmap für eine geöffnete Republik

Wenn etwas heute die Europäer vereint, dann nicht das große Haus Europa, sondern die historische Unruhe: die Unruhe des Austritts der Einzelnen aus herkömmlichen politischen Bindungen. Daraus resultiert auch die Krise des Nationalstaats und seines politischen Ordnungssystems, der repräsentativen Demokratie. Europa könnte dagegen die Chance der Demokratie sein, sich noch einmal neu zu erfinden. Anzusetzen wäre dafür ganz oben – und ganz unten: Abgabe nationalstaatlicher Macht nach oben zugunsten einer handlungsfähigen EU, und nach unten zugunsten freigestellter lokaler Selbstbestimmung. Nur so kann der grassierende Populismus aufgefangen werden.

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2016-10-13, 114 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3642-0

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Dieter Hoffmann-Axthelm

Dieter Hoffmann-Axthelm, Berlin, Deutschland

... mit Dieter Hoffmann-Axthelm

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Weil wir nur oberflächlich in einer Europakrise stecken, vielmehr mitten in einer Krise der Demokratie. Man kann auch nicht sagen, dass es gerade ein Überangebot an Lösungsvorschlägen gibt, und die, die es gibt, sind eigentlich schon verschlissen bzw. von gestern. Der Vorschlag Lokaldemokratie mag vielen zu einseitig (oder zu provinziell) erscheinen: Ich behaupte, dass er zumindest dazu zwingt, sich wieder um die Wurzeln von Demokratie zu bemühen.

2. Welche Bedeutung kommt dem Thema in aktuellen gesellschaftlichen Debatten zu?

Ich möchte da zwischen kurz- und längerfristiger Perspektive unterscheiden. Kurzfristig könnte das Buch die nach dem Brexit zusätzlich aufgeregte Europa-Diskussion neu orientieren – dass es das tut, ist allerdings, weiß ich als erfahrener Autor, recht unwahrscheinlich. Längerfristig könnte das Buch aber auch die festgefahrene, von Denktabus umgebene Demokratiediskussion wieder in Bewegung bringen. Wiederum:

könnte ...

3. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Zum einen dürfte es doch so etwas wie ein neuer Gedanke sein, eine politische Dialektik zwischen EU-Werdegang und der Individualisierung des Politischen aufzuzeigen. Zum andern bilde ich mir ein, in der großen, seit Jahrhunderten geführten Demokratiediskussion einen ganz kleinen Schritt weiter zu gehen.

4. Welche besonderen Aspekte kann die wissenschaftliche Betrachtung in die öffentliche Diskussion einbringen?

Abgesehen von der Frage, ob Wissenschaft überhaupt öffentlichkeitswirksam wird, ist mein Buch nicht im engeren Sinne wissenschaftlich. Statt politologisches Fachbuch, will es ein Essay im Sinne der klassischen Tradition sein, mithin jenen Rest von öffentlichem common sense ansprechen, ohne den auch in einer hochgradig fragmentierten Öffentlichkeit politische Diskussion nicht mehr möglich wäre.

5. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Jean Claude Juncker.

6. Ihr Buch in einem Satz:

Ich verweise auf den Titel ...

»Hoffmann-Axthelm ist kein Sozialromantiker, aber eben auch kein Technokrat; er hat streitbare, sachkundige, parteipolitisch unabhängige Befunde aufgeschrieben, die niemandem nach dem Mund reden.«
OXI, 6 (2017)
»Die Gedanken sind allen Schnellschüssen und leichthin ausgesprochenen ›Man müsste‹- Überlegungen weit überlegen, und sie lohnen das Nach- und Weiterdenken. Insbesondere sind sie grundsätzlich erweiterungsfähig bezüglich der Referenzen und historischen Beispiele. Es wäre sinnvoll, wenn heutige politische Akteure sich davon inspirieren ließen.«
Dieter Kramer, Kulturation, 20 (2017)
»Ein überraschend konstruktives Szenario, das aus einer politischen Schräglage heraus auch planungsrelevante, Diskussionen anreichernde Argumente entwickelt.«
Ursula Baus, www.marlowes.de, 14.02.2017
»Dieter Hoffmann-Axthelm entwirft ein kühnes Reformprojekt zur Mobilisierung frustrierter Wut- und Wohlstandsbürger. Selten wurden in einem so dünnen Buch so dicke Bretter gebohrt.«
Michael Mönninger, Süddeutsche Zeitung, 28.12.2016
»›Lokaldemokratie und Europäisches Haus‹ nimmt ernst, dass all die Einzelnen gegenwärtig mit ihren Auffassungen und Wünschen eine Art Demokratie für sich selbst bilden wollen.«
Elisabeth von Thadden, DIE ZEIT, 24.11.16
Besprochen in:
Portal für Politikwissenschaft, 08.12.2016, Matthias Lemke
Zeitschrift für Parlamentsfragen, 4 (2017), Erich Röper
Autor_in(nen)
Dieter Hoffmann-Axthelm
Buchtitel
Lokaldemokratie und Europäisches Haus Roadmap für eine geöffnete Republik
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
114
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3642-0
DOI
Warengruppe
1733
BIC-Code
JPHV JPR JPSN2
BISAC-Code
POL007000 POL020000 POL011000
THEMA-Code
JPHV JPR JPSN
Erscheinungsdatum
2016-10-13
Auflage
1
Themen
Politik, Europa, Zivilgesellschaft
Adressaten
Politik, Politikwissenschaft, Soziologie, Philosophie, Wirtschaft sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Lokaldemokratie, Selbstverwaltung, Soziale Ungleichheit, Nationalstaat, Politik, Staat, Repräsentative Demokratie, Europäische Union, Europäische Verfassung, Populismus, Migration, Stadt, Kommunalpolitik, Individualisierung, Gesellschaft, Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Globalisierung, Europa, Demokratie, Europäische Politik, Politikwissenschaft

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