Innovationen in der Nanomedizin

Eine ethnografische Studie

Ist nanomedizinische Forschung die »Erfindung« (Gabriel Tarde) einer neuen Form von Sozialität, die tradierte, gesellschaftliche und soziologische Grenzziehungen (z.B. Wissenschaft – Gesellschaft) in Frage stellt?

Mithilfe der Akteur-Netzwerk-Theorie und den Instrumenten der Ethnografie vollzieht Wiebke Pohler Schär Konstruktions- und Übersetzungsprozesse nanomedizinischer Forschungspraxis nach und macht nanomedizinische Innovationen als Versammlungen heterogener Elemente sichtbar. Die aufschlussreiche Fallstudie liefert einen wichtigen Beitrag zur öffentlichen und wissenschaftsinternen Kontroverse hinsichtlich nanomedizinischer Innovationen.

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2016-12-13, 292 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3647-5

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Wiebke Pohler Schär

Wiebke Pohler Schär, Schweiz

... mit Wiebke Pohler

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Nanomedizin verspricht Verbesserungen, was sowohl Diagnostik und Therapie als auch Prävention anbelangt. Einige Nanoprodukte und Nanoverfahren sind bereits auf dem Markt, doch vielfach befinden sich nanomedizinische Anwendungen noch in der Forschungs- und Entwicklungsphase. Spannend ist hier, dass man eine technologische Entwicklung in ihrem Entstehen begleiten und öffentlich machen kann. Dies ist m.E. nicht zuletzt für technologiepolitische Fragen und Regulierungen relevant.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Zum einen präsentiert das Buch eine detaillierte ethnografische Untersuchung, die auf Beobachtungen in einem nanomedizinischen Forschungslabor beruhen. Eine solche Ethnographie liegt zum Thema bislang noch nicht vor. Zum anderen wird anhand des empirischen Materials eine bestimmte soziologische Perspektive zur Untersuchung technowissenschaftlicher Innovationen entwickelt, die sich insbesondere auch kritisch mit etablierten soziologischen Perspektiven und Konzepten auseinandersetzt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Relevanz von Nano ergibt sich aus den großen Erwartungen an Nano als Forschungs- und Entwicklungsfeld auf der einen und den gesellschaftlichen Folgeproblemen auf der anderen Seite. Nano wird in der öffentlichen und auch wissenschaftsinternen Diskussion kontrovers verhandelt. Das Buch versteht sich als Beitrag zu dieser Kontroverse.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Zunächst einmal liegt es nahe, mit Soziologie-Kolleg_innen meinen theoretischen und methodischen Zugang meiner Untersuchung zu diskutieren, insbesondere auch meine Kritik an etablierten soziologischen Konzepten. Sehr spannend wäre für mich aber auch eine Diskussion mit Nanoforschern und Nanomedizinern. Vor allem würde mich deren Beurteilung meiner Interpretation von nanomedizinischer Forschung nicht als Produktion von Fakten, sondern als Konstruktion einer neuen sozialen Welt interessieren.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Anhand einer ethnografischen Untersuchung in einem nanomedizinischen Forschungslabor wird die Konstruktion und Etablierung einer neuen Form von Sozialität untersucht.

»Pohler-Schärs Arbeit [kann] fur diejenigen der TA-Szene Anregungen bieten, die sich mit dem Ansatz des ›Vision Assessment‹ (Grunwald) und mit Zukunftsvorstellungen als sozio-epistemischen Praktiken befassen.«
Dirk Hommrich, TATup, 27/1 (2018)
Autor_in(nen)
Wiebke Pohler Schär
Buchtitel
Innovationen in der Nanomedizin Eine ethnografische Studie
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
292
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-3647-5
DOI
Warengruppe
1724
BIC-Code
PDR MBDC
BISAC-Code
SCI075000 MED050000 TEC052000
THEMA-Code
PDR MBDC
Erscheinungsdatum
2016-12-13
Auflage
1
Themen
Medizin, Wissenschaft, Technik
Adressaten
Soziologie, Philosophie, Medienwissenschaften, Nanowissenschaften
Schlagworte
Wissenschaftsforschung, Ethnografie, Soziologische Theorie, Nanomedizin, Nanotechnologie, Sozialität, Akteur-Netzwerk-Theorie, Technik, Medizin, Wissenschaft, Wissenschaftssoziologie, Medizinethik, Techniksoziologie, Medizinsoziologie, Soziologie

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