Masse, Macht und Medium

Elias Canetti gelesen mit Marshall McLuhan

In seinem Lebenswerk »Masse und Macht« von 1960 behandelt Elias Canetti, Nobelpreisträger für Literatur, zwar nicht explizit das Problem der elektronischen Massenmedien, gleichwohl hat seine Schrift einen bedeutenden Einfluss auf Marshall McLuhan, den großen Medientheoretiker des 20. Jahrhunderts, ausgeübt. Anhand der Canetti-Rezeption in McLuhans Medientheorie analysiert Shinichi Furuya den verborgenen Zusammenhang zwischen Masse, Macht und Medium in Canettis Werken und legt die (Dis-)Kontinuitäten zwischen Massentheorie und (Massen-)Medientheorie offen.

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2017-01-24, 236 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3673-4

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Shinichi Furuya

Shinichi Furuya, Tokyo University of Agriculture and Technology, Japan

... mit Shinichi Furuya

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Wie kann man im globalisierten Medienzeitalter Elias Canettis ›Masse und Macht‹ neu lesen? In meiner Studie geht es dabei vor allem um den Rekurs auf den kanadischen Medientheoretiker Marshall McLuhan, der sich in seinem Buch ›Understanding Media‹ auch mit Canettis ›Masse und Macht‹ auseinandergesetzt hat. Meine Untersuchung versucht, die verborgene Beziehung zwischen Masse, Macht und Medium bei Canetti auf der Grundlage der Rezeption McLuhans klar zu machen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

In meiner Arbeit sind Canettis Hauptwerke ›Die Blendung‹, ›Die Stimmen von Marrakesch‹ und ›Masse und Macht‹ exemplarisch auf medienanthropologischer Ebene abgehandelt worden, um seine Massen- und Machttheorie im Hinblick auf die Medien zu aktualisieren. Mein Buch hat gezeigt, dass für das Verständnis und die neue Interpretation von Canettis Texten gerade die Thematisierung des Mediums unverzichtbar ist.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Über die Canetti- und McLuhan-Forschung hinaus hat mein Buch einen Zusammenhang zwischen Massentheorie und (Massen-)Medientheorie untersucht. Die Arbeit befasst sich auch mit medientheoretischen Überlegungen von Tarde, Benjamin, Kracauer, Flusser, Anders, Theweleit, Sloterdijk u.a., um das Problem der Massenmedien und Massenkommunikation aus weiterer Perspektive zu betrachten.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mein Buch richtet sich im Grunde an alle, die sich nicht nur für Canetti und McLuhan, sondern auch für die Massen- und Medientheorie interessieren.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Eine neue Lektüre von Canettis Werken anhand der Canetti-Rezeption in McLuhans Medientheorie.

Besprochen in:
Rundbrief des Begegnungszentrums für aktive Gewaltlosigkeit 160/2 (2017)
SWR2 Wissen, 27.02.2018, Lukas Meyer-Blankenburg
Autor_in(nen)
Shinichi Furuya
Buchtitel
Masse, Macht und Medium Elias Canetti gelesen mit Marshall McLuhan
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
236
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3673-4
DOI
10.14361/9783839436738
Warengruppe
1562
BIC-Code
DSA JFD DSB
BISAC-Code
LIT006000 SOC052000 LIT004170
THEMA-Code
DSA JBCT DSB
Erscheinungsdatum
2017-01-24
Auflage
1
Themen
Medien, Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft, Soziologie, Kulturwissenschaft
Schlagworte
Masse, Macht, Medium, Medien, Massenmedien, Technologie, Verwandlung, Körper, Elias Canetti, Marshall McLuhan, Massentheorie, Medientheorie, Kontinuität, Diskontinuität, Literatur, Literaturtheorie, Germanistik, Kulturtheorie, Literaturwissenschaft

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