Sammlungen des Adels

Bedeutung, Kulturgüterschutz und die Entwicklung der Welfensammlung nach 1918

Mit dem Verkauf von 20.000 Objekten aus dem Besitz des Hauses Hannover wurde im Jahr 2005 der Wendepunkt einer jahrhundertelangen Sammlungsgeschichte offensichtlich. Kunst- und Ausstattungsgegenstände waren als Mittel sozialen Verhaltens, Erinnerungsträger und Dinge des Wohnens lange identitätsbildend für den Adel und sind somit für das historische Gedächtnis von erheblicher Bedeutung.

Ulrike Sbresny untersucht historische Adelssammlungen und deckt dabei die Grenzen des Kulturgüterschutzes besonders bei großen, heterogenen Beständen auf: Adelssammlungen waren entgegen heutigen Bewahrungskonzepten von Dynamik statt Statik, von Bindungen statt Isolierung und von Vielfalt statt Auswahl geprägt.

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2016-11-15, 752 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3677-2

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Ulrike Sbresny

Ulrike Sbresny, Schlossmuseum Braunschweig, Braunschweig, Deutschland

... mit Ulrike Sbresny

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Welt des Adels, Schlösser und Burgen, sind nicht zuletzt aufgrund ihrer Ausstattung faszinierende Geschichtsorte. Die Diskussion um den Verkauf von großen Beständen aus dem Besitz der Welfen warf Fragen auf nach Erbe und Verpflichtung, Kulturgüterschutz und der Bedeutung derartiger Sammlungen für die Identität des Adels aber auch als unser kulturelles Erbe. Mir war es wichtig, die bisher nur eingeschränkte Sicht auf diese Fragen um weitere Perspektiven zu erweitern.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Durch die Betrachtung der Adelssammlungen aus so unterschiedlichen Blickwinkeln wie der rechtlichen Ebene des Kulturgüter- und Denkmalschutzes, der Bedeutung der Dinge, dem Sammlungsbegriff, und schließlich am konkreten Beispiel ausgewählter Objektbiographien, ist es möglich, eine umfassende Diskussion über deren möglichen Erhalt anzuregen. Insbesondere die Feststellung der dynamischen Sammeltätigkeit des Adels kann darüber hinaus für den Kulturgüterschutz neue Anregungen geben.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Untersuchung der Rechtslage zum Kulturgüterschutz ergänzt die Debatte um das neue Kulturgüterschutzgesetz. Der interdisziplinäre Forschungsansatz ermöglicht darüber hinaus einen Beitrag zur aktuellen Sammlungsforschung, welche sich Privatsammlungen sowie aufgrund ihrer Heterogenität und Quantität bisher wenig beachteten Sammlungen, wie Adels- und Universitätssammlungen zuwendet.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Im Rahmen meiner Forschungen hatte ich bereits die Möglichkeit, sowohl mit Museumsdirektoren als auch mit Vertretern des Adels und des Kunsthandels zu sprechen. Sämtliche Perspektiven sind für die Debatte wertvoll und können unter Einbezug der Kulturpolitik nur gemeinsam zu einer Lösung des Problems um den Erhalt von Adelssammlungen beitragen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Entwicklung der Welfensammlung zeigt, dass die Erhaltung des Kulturerbes nur gemeinsam durch Museen, Kulturgüterschutz und Privatbesitz gelingt.

»Ein wertvoller Beitrag zu einem zu wenig beachteten Thema.«
Klaus Graf, www.sehepunkte.de, 17/12 (2017)
Besprochen in:
Newsletter des Museumsverbandes Niedersachsen und Bremen, 1 (2017)
Autor_in(nen)
Ulrike Sbresny
Buchtitel
Sammlungen des Adels Bedeutung, Kulturgüterschutz und die Entwicklung der Welfensammlung nach 1918
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
752
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3677-2
DOI
10.14361/9783839436776
Warengruppe
1559
BIC-Code
HBTB ACX
BISAC-Code
HIS054000 ART015110
THEMA-Code
NHTB AGA
Erscheinungsdatum
2016-11-15
Auflage
1
Themen
Kulturgeschichte, Kunst, Erinnerungskultur
Adressaten
Kunstwissenschaft, Kunstgeschichte, Geschichte, Museologie, Kulturpolitik, Rechtswissenschaft
Schlagworte
Adelssammlungen, Kulturgüterschutz, Sammlungsgeschichte, Welfen, Adelsbesitz, Adel, Kulturerbe, Kulturgeschichte, Kunst, Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts, Europäische Geschichte, Kulturwissenschaft

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